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BATTLEROAR – Petrichor (2026)

(10.234) Karsten (4,0/10) Heavy Metal


Label: No Remorse Records 
VÖ: 24.04.2026 
Stil: Heavy Metal






Der Eingangsrecherche zufolge hat sich diese Band ganze 8 Jahre Zeit gelassen, um ein neues Album zu veröffentlichen. Das klingt entweder nach Produktionshölle oder internen Problemen, von denen man hoffentlich weder noch heraushören kann. Und dass das aktuelle Album weder auf der bandeigenen Bandcampseite zu kaufen noch bei Spotify aufzufinden ist… Nun ja. Selten dämlich, zumal das Label das komplette Album bereits auf YouTube hochgeladen hat. Dann mal los, auf geht’s, könnte ja trotzdem vielleicht gut werden! 

Im Intro gibt’s erstmal Sauwetter, passend zu meinen Befürchtungen dieses Album betreffend, dann eine jedenfalls schon mal nicht erstklassige Erzählerstimme passend zum Logo und Cover – wie bei einem drittklassigen PC-Game für gelangweilte Rollenspieler. Anschließend geht es überraschend energiereich los, verliert sich dann aber im zu erwartenden Midtempo mit der üblichen Theatralik. Gähn. Leider ist die Stimme des Sängers auch nicht halb so kraftvoll wie er zu glauben scheint. Tragisch. 

Hey, und auch diese Band hat nun einen Geigenquäler am Start, der dermaßen am Quietschen ist, dass man sich schon auf einem Mittelaltermarkt wähnt. Und immer wieder ist die Geige etwas zu präsent für meinen Geschmack, dabei leider auch noch leicht schief – soll wohl authentisch klingen oder sowas. Die Riffs sind aber durchaus kraftvoll und tauglich – wenn nur nicht der unvermeidliche Männerchor im Hintergrund Hand in Hand mit dem übermäßig theatralischen Sänger die Songs in die Grütze ziehen würde… Insgesamt ist das dann leider bestenfalls Einheitsbrei aus der Holzklasse mit ein paar netten Momenten und damit Dutzendware, die im Bezug auf den Gesang eher tragisch ist. 

Okay, und wieder die Geige. Wir haben’s verstanden. Ihr seid so dermaßen vielseitig, dass... Oh, das machen ja hunderte andere Bands auch schon. Vergessen wir’s. Zwischendurch gibt es tatsächlich auch mal ein Gitarrensolo! Da ist der Band wohl eingefallen, dass die auch mal ihre Gitarristen nutzen können und nicht alles vergeigen müssen. 

Zum Schluss noch ein Bonustrack – muss das sein? Wäre doch nicht nötig gewesen… Da gibt es sogar einen geradezu niedlichen Grummler vom Sänger, das soll doch nicht etwas ein Baby-Growl gewesen sein? 

Mein persönliches Fazit: Naja, man könnte seine Zeit auch unangenehmer gestalten, z.B. beim Flambieren der eigenen Hände oder wenn man selbige in einen Schredder steckt, bis es spritzt. Geht aber eben auch deutlich besser, insofern ist das vorliegende Werk wohl dem großen Fundus an Massenware zuzuordnen, die zwar immer irgendwie ihre Fans zu finden scheint, für den Rest dann aber doch komplett verzichtbar ist.

Wer die Band bereits kennt und mag, viel Spaß damit, alle anderen können getrost ihre Lebenszeit sinnvoller nutzen, auch wenn die Instrumentalisten definitiv ihr Handwerk beherrschen. Wenn das Ganze nur nicht so vorhersehbar, uninspiriert und unambitioniert wäre. Macht doch mal etwas Eigenes und kopiert nicht nur die „Großen“! 

Vermutlich würde es reichen den Sänger zusammen mit dem Geigenquäler beim nächsten Mittelaltermarkt auszusetzen und den Männerchor zu verbannen, dann könnten die Songs praktisch so wie sie sind mit einem geeigneteren Sänger neu veröffentlich werden und der Musik zu neuen Höhen verhelfen. So wie jetzt gibt es jedenfalls nur 4 Punkte wegen der durchaus guten Instrumentalisten (außer dem Geigenheini). 

Anspieltipps:
💥 Chaosbane vielleicht, der Rest wird nicht besser


Bewertung: 4,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. The Last Mythkeeper 
02. The Missing Note 
03. Atē, Hybris, Nemesis 
04. Legacy of Suffering (Flagellants) 
05. The Earth Remembers, the Rain Forgives 
06. What is Best in Life? 
07. Chaosbane 
08. Wiled the Myth 
09. Storm Inside (Bonus Track)



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