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BEWITCHED – Diabolical Death Mass (2026)

(10.215) Patrick (10/10) Black/Thrash Metal


Label: Osmose Productions 
VÖ: 24.04.2026 
Stil: Black Metal







1996 fanden sich vier junge, damals relativ unbekannte Satansbraten zusammen, um mit „Diabolical Desecration“ ein genredefinierendes Meisterwerk aus den tiefsten Tiefen der Hölle emporzuwuchten. Als interessiertem Teenager, der den faszinierenden dunklen Künsten verfallen war, brachte mich dieses Album dazu, meine Seele auf ewig an den Leibhaftigen zu binden. 

30 Jahre später. Ich sitze mit einem breiten und äußerst dämlichen Grinsen vorm Rechner und während ich diese Zeilen hier tippe und das zu rezensierende Werk unter Kopfhörern meine Ohren malträtiert, freue ich mir buchstäblich ein zweites Loch in den Arsch! Mit BEWITCHED ist eine der wichtigsten Bands aus meiner persönlichen schwarzmetallischen Frühphase wieder „back from the dead“. Der „HELLCULT“ macht sich wieder auf, mit perfekt gestreuten Riffsalven und blasphemischen Texten dem Gehörnten zu huldigen und schon nach den ersten Sekunden von „Diabolical Death Mass“ ist klar, dass die Jungs immer noch „Hard As Steel, Hot As Hell“ sind. 

Seit einigen Jahren sind BEWITCHED ja zum Glück an der Live-Front wieder schwer aktiv. Ein neues Album habe ich allerdings nicht wirklich erwartet, doch die Jungs sind scheinbar für Überraschungen gut, denn nun, satte 20 Jahre nach dem letzten Album „Spiritual Warfare“ kommt quasi aus dem Nichts, mit „Diabolical Death Mass“ eine neue schwarze Messe um die Ecke. 

Ein stimmiges Intro bereitet den Hörer auf die nun folgenden 10 satanischen Beschwörungsformeln vor und sobald die mittlerweile leicht ergrauten Herren mit dem Titeltrack ins Album fetzen, ist sofort alles so wie früher! Der Sound ist druckvoll, aber unfassbar roh und abartig dreckig. Über wahrhaft fantastischem Heavy Metal Riffing schweben permanent diese typisch eingängigen Textzeilen, welche dafür sorgen, dass man schon nach wenigen Minuten Fäuste-reckend durch die Bude spackt und die dabei verstandenen Textzeilen lautstark in die verwirrte Nachbarschaft grölt. „Into The Fire“ und „Crossing The Styx“ schlagen in die gleiche Kerbe, ziehen dabei das Tempo aber nochmal gehörig an.

Immer wieder werden die Songs durch geschickt platzierte Tempowechsel und/oder geniale Solos aufgelockert. Überhaupt…diese permanent perfekt inszenierte Gitarrenarbeit lässt mir im Sekundentakt die Kinnlade nach unten sacken. Das Gitarrengespann und allen voran, Saitenhexer Marcus E. Norman schleudert hier am laufenden Band, so dermaßen schneidende Riffs aus den Untiefen des Höllenfürsten, für die ein Großteil der aktuell angesagten traditionellen Metalbands töten würden. 

Zeit zum Durchatmen gibt’s auf „Diabolical Death Mass“ selten bis gar nicht und das ist auch gut so! Waren die letzten beiden Alben der Band ein bisschen mehr im traditionellen Metal verortet und z.T. schwer behäbig unterwegs, so kreist auf dem neuesten höllischen Auswurf wieder die unbarmherzig angethrashte Black Metal-Keule. Durch diese erbarmungslos nach vorn preschenden Kompositionen können BEWITCHED den Bogen zum allübermächtigem Debütalbum auf eindrucksvolle Art und Weise spannen und mit der flotten Abrissbirne „(Fear The) Revenge Of The Ripper“ sorgen die Mannen nebenbei für einen zusätzlichen Nostalgie-Flash, denn dieser Song erinnert auf höchst charmante Art und Weise in seinem Refrain an den 30 Jahre alten Bandklassiker „The Blade Of The Ripper“ vom „Diabolical Desecration“ Album. 

Das nächste Highlight folgt direkt auf dem Hufbehafteten Fuß mit „By Satan Enslaved“. Was für eine treibende Hymne, ausgestattet mit einem großartigen Mittelteil. Danach macht „Vicious And Wild“ seinem Namen alle Ehre und gibt sich dem Titel entsprechend schnell, wild und direkt in die Fresse. Ähnlich temporeich unterwegs, mit einem grandiosem Solo-Teil versehen, schießt sich „Those Of The Devil Born“ unausweichlich durch den Gehörgang und hinterlässt dort nur tiefe und äußerst blutige Wunden, welche durch das abschließende „Enforcer Of Evil“ nur noch tiefer ins Fleisch schneiden! 

Der Sound passt wie der der berühmte Arsch auf den Eimer, das Cover ist herrlich diabolisch und wenn ich bei all der Begeisterung sowas wie Kritik äußern muss, dann fehlen evtl. auf die ersten Hördurchläufe, die richtig großen Hits vom Schlage eines „Hellcult Attack“ oder „Hard As Steel, Hot As Hell“, die auch 30 Jahre nach der Veröffentlichung noch einen heftigen Anflug von Gänsehaut bei mir auszulösen vermögen. Dieser Umstand ist aber der reinen Nostalgie geschuldet und alles andere wird die Zeit zeigen. Fakt ist, dass „Diabolical Death Mass“ ausschließlich mit hochkarätigen Abrissbirnen bestückt ist, die einfach nur unglaublich viel Spaß machen. Ich bin so dermaßen zufrieden und glücklich über die Rückkehr dieser grandiose Band und wer sich einfach mal knapp 34 Minuten lang den Kopf vom Hals schrauben möchte, der ist mit dieser metallischen Offenbarung aus dem Hause BEWITCHED, die sowohl den Die Hard Schwarzmetaller als auch den traditionellen Headbanger in totale Ekstase versetzen sollte, absolut und vollumfänglich bedient! 

Mein dämliches Grinsen hält immer noch an und nimmt langsam krampfartige Züge an…..aber gut, irgendwas is ja immer! 

Auch wenn im Pressetext steht: “Diabolical Death Mass” is not a resurrection! BEWITCHED were never dead! So fühlt es sich trotzdem wie eine Rückkehr an und diese glorreiche Rückkehr kommt einem wahren metallischen Triumphzug gleich! 

Was für ein Album! 

Besser kann man diese Art Mucke nicht spielen!  

Danke! 

Anspieltipps:
💀 Diabolical Death Mass
🤘 By Satan Enslaved


Bewertung: 10 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Sanguis Altare
02. Diabolical Death Mass
03. Into The Fire
04. Crossing The Styx
05. Black Spells & Unclean Spirits
06. (Fear The) Revenge Of The Ripper
07. By Satan Enslaved
08. Vicious And Wild
09. The Witch Spell
10. Those Of The Devil Born
11. Enforcer Of Evil 



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