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CANDARIAN – Trepanación (2026)

(10.200) Phillip (8,9/10) Death Metal


Label: Me Saco Un Ojo Records/ Memento Mori (CD)
VÖ: 27.04.2026
Stil: Death Metal






An dieser Stelle könnte ich schreiben, was für ein tolles Land Costa Rica ist, da kommen Candarian nämlich her, und was für kulinarische Eigenheiten (Salsa Lizano auf ALLES) oder landschaftliche Schönheiten dort erwarten könnten. Oder ich erwähne den costaricanischen WM-Helden Paulo Wanchope gebührend huldvoll. Das mache ich allerdings nur am Rande, denn mit Trepanación erwartet uns ein circa 30-Minuten-Album das sich definitiv nicht gewaschen hat.

Und das gehört im Metier des höhlenmenschlichen Death Metal zum guten Ton! Stimmungsvolles Intro und rein geht’s in die Dunkelheit! Es wird sofort losgebolzt. Die Riffs sägen sich sofort eine Schneise in die Großhirnrinde frei und die Kickdrum pumpt gnadenlos. Vocals, herrlich zentral abgemischt und mit genau der richtigen Spur Hall. Ein Viersaiter der klingt, als wäre er mit Stahlseilen bespannt, die auch locker eine Brücke über die Elbe halten könnten. Und dann der unvermeidliche D-Beat! Death Metal-Herz, was willst du mehr?

„Abwechslung!“ Meinen die einen, „Technische Extravaganz!“ vielleicht die einen, doch lediglich in einem Bereich davon können die Ticos um José Pablo Phillips glänzen. Dieser ist übrigens nebenher auch noch in Höhlenbands wie Astriferous und Perishing aktiv, und auch seine Mitstreiter sind alles andere als unbeschriebene Blätter in Sachen todesbejahender Gewaltmusik. So überrascht es nicht, dass Songs auch mal durch unterschwellige Melodien (Zombie Miscarriage) oder durchgängig pfeilschnellem Groove punkten.

Generell haben Candarian das Spiel mit der Dynamik meisterhaft drauf, was in einem absolut Augenbrauen hochziehenden Taktwechsel im Sieben-Minuten-Groove-Epos und Schlusssong Vilipendio del Cadaver kulminiert. Ich könnte beispielhaft wirklich jeden Song nennen, denn alle sind durchweg stark durchkomponiert, verlieren nie an Fahrt aber wirken dennoch lebendig und nicht formelhaft. Ihr seht, die Band tut sich im Bereich „Abwechslung“ hervor.

Im Sound kommt es, wie es kommen muss. Hier wird maximal satt verzerrt bedient, alles ist gerade so tief, dass es noch Sinn ergibt und dennoch so ausdifferenziert gemischt, dass jedes Instrument seinen gleichwertigen Platz im Mix hat. Es wurden, verglichen mit der Demo, die richtigen Regler noch weiter in die richtige Richtung bewegt. Obendrein sind auch noch die Samples aus Horrorfilmen herrlich gesetzt! In dieser Form sollte man der Einladung Candarians unbedingt folge leisten und sich Hand in Hand mit ihnen in den faulig-moderigen Sumpf begeben.

Anspieltipps:
👶 Zombie Miscarriage
💀 Skull Drilling Exorcism
👊 Vilipendio del Cadaver


Bewertung: 8,9 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Spectral Superstitions
02. Altars and Ancestors
03. Zombie Miscarriage
04. Skull Drilling Exorcism
05. Relinquished Viscera
06. Psychosurgery Ecstasy
07. Vilipendio del Cadaver



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