VICTORIOUS – World War Dinosaur (2026)
(10.198) Clemens (6,8/10) Power Metal
Label: Reigning Phoenix Music
VÖ: 17.04.2026
Stil: Power Metal
VICTORIOUS sind mit einem neuen Album am Start und schon beim Anblick des Covers bin ich mehr als nur aufgeregt! Ich habe nämlich eine spezielle Verbindung zur Band, schon allein daher, dass Sie sich sehr weit außerhalb meines gewohnten musikalischen Fahrwassers bewegen. Aber im Jahre 2018 ist es zum Urknall gekommen, als mir die EP „Dinosaur Warfare“ vor den Füßen lag und mich seitdem nicht mehr loslässt. Es hat alles perfekt gepasst, der Stil zur Thematik, einfach großartig. Leider hat die Band sich aber danach beim Folgealbum eher um Space Ninjas gekümmert, als sich weiter an der genialen Idee der kybernetischen Dinosaurier zu halten. Weshalb sie mich damit wieder schnell verloren haben, so sehr sogar, dass ich heute erfahren durfte, dass es sogar ein weiteres Album namens „Dinosaur Warfare Pt. 2 – The Great Ninja War“ gegeben hat, dass ich nun nachholen darf, in der Hoffnung, dass die geniale EP doch sein würdiges Nachfolgealbum bekommt. Aber vielleicht habe ich es schon mit dem aktuellem „World War Dinosaur“ gefunden?
Leider nein, so sehr mir Artwork, Thematik und Co doch gefallen, so hat sich während der zwei Alben zur damaligen EP hin viel verändert. Es ist alles etwas weniger knackig und zügig, beziehungsweise erklingt doch ein wenig zu aufgedunsen, geschwollen und drüber, zumindest für mich. Natürlich war es damals auch „nur“ ein Gimmick, aber es klang für mich dennoch ein wenig ernster, als es nun erklingt und rutscht mehr in die Spaß-und-Freude Heavy Metal Richtung à la ANGUS McSix und Co., und an der Stelle bin ich dann doch wieder raus. Qualitativ aber, zumindest vom Soundgewand her, kann ich aber dennoch sagen, liefert die Band ab und hat dabei wie gewohnt wieder richtig auf Lars Rettkowitz gesetzt. Da steht die Band definitiv soundtechnisch keinen anderen Bands nach und tourt ja nicht umsonst recht viel herum und findet weitere Anhänger für den comicartigen spacigen Schlachtzug.
Nur songwriting-technisch bleibt nicht so viel hängen wie erwartet oder erhofft. Ein paar Lichtblicke gibt es aber zum Glück dennoch, da deutlich hervorzuheben „Raptor Squad Attack“ oder auch „Brachio Bazooka Battalion“. Das geht in die Richtung, was ich erwartet, oder mir gewünscht habe. Dem stehen aber auch echt Titel mit komischen Entscheidungen gegenüber und da meine ich nicht unbedingt den Titeltrack „World War Dinosaur“, der Unterstützung von ORDEN OGAN und eben ANGUS McSix bekommt. Das ist ein Feature, dass gut zum Stil und Co. passt, wohingegen „Evil Mean Megalodon“ mit dem ASENBLUT-Feature einfach nur merkwürdig und fehl am Platz erklingt. Die Growls klingen einfach schrecklich, sorry. Definitiv kein Zugewinn meines Erachtens.
Alles in Allem also eine sehr durchwachsene Angelegenheit, oder ich hänge der Vergangenheit einfach zu sehr nach, eines von beidem wird es definitiv sein. Fest steht aber: Es geht so oder so weiter und allein schon, dass es zurück zu der Thematik geht, beziehungsweise weiter in diesem Universum ist definitiv ein Zugewinn. Sie haben spätestens seit der EP 2018 nämlich ihren eigenen Stil gefunden, oder eben ihre Nische innerhalb des Stils kreiert und sich somit deutlich von anderen Bands abgehoben, wenn man das alles mal mit den Vorwerken vergleicht. Das muss man erstmal schaffen!
Anspieltipps:
🦈 Raptor Squad Attack
🍖 Brachio Bazooka Battalion
Bewertung: 6,8 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Kingdom Of The Strong
02. World War Dinosaur
03. Dino Race From Outer Space
04. Raptor Squad Attack
05. Brachio Bazooka Battalion
06. March To War
07. Evil Mean Megalodon
08. Dino Power Resistance
09. Prehistoric Panzer Power
10. Lazer Ninja Thunderstorm
11. Golden Glory
12. Lost Legacy

