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WITCH PISS – The Devil Doesn't Burn (2026)

(10.213) Baka (5,1/10) Stoner Doom Metal


Label: Ardua Music
VÖ: 24.04.26
Stil: Stoner Doom






Nach drei Jahren erscheint nun der zweite Longplayer der Band WITCHPISS. Das Cover des Albums scheint in guter Horrorfilm Manier der 70er Jahre gestaltet zu sein. Eine offensichtliche Hexenverbrennung mit wachendem Blick Satans. Bandname und Albumtitel scheinen sich hier abzuzeichnen.

Das Album beginnt mit einem kleinen Synth-Intro bespickt mit einer kurzen Phrase eines Sprechers. Dann knallt auch schon das sumpfige, tiefe Riff zu „Black Tongue Driven“ rein. Die Vocals lassen nicht lange auf sich warten und sind stark im Vordergrund produziert. Dadurch schwindet die Band in den Hintergrund und anhand des Sounds verwischt das Riffing etwas. Hier sollte man gezielt hinhören.

Der Song rollt bis zum Ende gut durch und setzt im Chorus auf eine Hook, welche tagsüber im Hirn ab und an mal auftaucht.

Bad Juju“ führt den Stil fort, nur etwas langsamer im Tempo. Dennoch nicht wirklich druckvoller. Auch die Backingvocals holen da nicht mehr Dynamik heraus. Auch hier wird wieder auf Hooks gesetzt, die wiederkehrend sich einschleichen. Der Song dudelt weiter vor sich hin und weist keine weitere Innovation auf.

Ab dem dritten Titel verschwindet auch die Kreativität des Sängers. Allgemein ist die Stimme gewöhnungsbedürftig und lässt die Musik in etwas rotziges, aber nicht wirklich Überzeugendes abdriften. Sie wird auf Dauer schlicht langweilig. Läuft es so weiter, ist es ein Album, dass man aus kurzem Vergnügen mal auflegen kann.

Beim Titeltrack kann man sich ein schönes Bild des Gitarrensounds verschaffen, bevor Bass und Drums mit einsteigen. Der Verzerrgrad ist ordentlich und kommt gut dreckig rüber. Feinheiten sind nicht zu erkennen. Daher werden wahrscheinlich auch keine Soli gespielt. Diese würden das Album jedoch mehr emporsteigen lassen.

Catelyn's Broken Hope“ fängt mit ordentlich Dampf an und das steht der Band sehr gut. Gerade mit ihrem Sound ist das sehr treffend geschrieben. Die Vocals allerdings reißen alles wieder runter. Sie sind einfach nur noch belastend und schaden den Songs.

Das zieht sich leider bis zum Ende so hin. Wirkliche Neuerungen oder andere Arten des Songwritings sind nicht aufzufinden. Das ist schade, denn die Band hat etwas an sich. Gerade textlich, thematisch und optisch kreiert die Band einen guten Stil, der sich manifestieren könnte. „Der Teufel brennt nicht“……nun dieses Album auch nicht.

Anspieltipps:
🐺Wolf Cries Boy
💎Catelyn's Broken Hope


Bewertung: 5,1 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Black Tongue Driven
02. Bad Juju
03. Wolf Cries Boy
04. Beggars And Horses
05. The Devil Doesn't Burn
06. Catelyn's Broken Hope
07. Venus Rising
08. Rubicon River



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