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THE FALS – Where Cold Steel Gleams (2026)

(10.228) Phillip (7,5/10) Blackend Heavy Metal


Label: Undercover Records
VÖ: 17.04.2026
Stil: Blackend Heavy Metal






Ja nun, ich habe keine Ahnung, was ich von dem Bandnamen halten soll. The Fals könnte alles Mögliche sein. Britischer Indierock aus den 2000ern zum Beispiel, oder ein schwedisches DJ-Duo. Auch eine eventuelle Bedeutung erschließt sich mir absolut nicht. Erst ein Blick auf das Bandfoto lässt allmählich Klarheit aufkommen und das erstklassige Cover-Artwork von der überaus umtriebigen Person, die sich hinter „Khaos Diktator Design“ verbirgt, weckt Hoffnung auf so etwas wie das Äquivalent des Fundes einer sehr wertvollen Kohlenstoffverbindung.

Nach einem stimmungsvollen Intro hebt auch sofort die Gitarre zum Flug ab und mindestens mit dem rasch folgendem zweiten Song ist der Fall klar: Hier wird zusammengerührt, was gut passt und auch gerne zusammengerührt werden will. Kauziger, epischer Heavy Metal trifft auf Black Metal-Tremolo im Speed Metal-Riffing und polternden Drums, die im Nachbarraum aufgenommen wurden, der nicht vernünftig schallisoliert war. Kurzum, das was hier abläuft atmet, pulsiert und geht den Jüngern und Jüngerinnen des wahren Stahls außerordentlich gut rein.

Allerdings könnten die kratzigen Screams dabei störend wirken, wenn man eher auf klare Vorträge steht. An dieser Stelle können die manchmal eigestreuten Chöre Abhilfe schaffen. Oder ein präzise gesetztes UGH! Hört euch den nur Vigilance Renewed an. Wer in den ersten 90 Sekunden die Nase rümpft, der darf sich halt auch gerne direkt verpissen und seinen hochpolierten, neumodernen Blödsinn hören.

Zwischendrin bekommen The Fals, so scheint es, aber auch hin und wieder kleine Identitätskriselchen. Wollen sie nun angeschwärzten Heavy Metal spielen? Oder angeschwärzten Speed Metal mit Epic-Einschüben? Oder wollen sie direkt drauf stuhlen und möglichst ideengetreu ihr eigenes Ding durchziehen. Denn die beiden Tempo-Modi des Schlagzeugers wechseln im Song gerne munter hin und her, sodass es der Job der Gitarren wird, den Laden zusammenzuhalten. Mir jedenfalls sind diese deutlich präsenter und wirkt auch im Vergleich zur Stimme als die herausstechenden Protagonisten von Where Cold Steel Gleams. Die Sechssaiter schaffen es nämlich ausgesprochen gut, die epische Albumstory zu erzählen, ohne auch nur ein Wort zu sprechen und geleiten spannend durch die Songs.

In den letzten beiden Songs wird’s dann nochmal überraschend und The Fals stürmen grollend dem Albumende entgegen, was verhindert, dass das Album zu gleichförmig und formelhaft wirkt, ohne deplatziert zu wirken. Bei einer Spielzeit von gut 36 Minuten also ein solider Start-Ziel-Sprint mit ein paar clever gestreuten Momenten zum Fist raisen. Wer mit den ursprünglichen Thüringern, beziehungsweise mit dem zweiten Album von Warlust was anfangen kann und auch bei Hellhammer und den letzten, etwa 20 Jahren Darkthrone frohlockend die Mundwinkel nach unten zieht, sollte hier mal reinhören. Auch Protector könnte man an einigen Stellen referenzieren. Bei mir hat’s insgesamt etwas gedauert, aber die zweite Albumhälfte wurde einfach immer stärker, bei jedem Hördurchlauf, während die erste jeweils ein bisschen Anlauf brauchte, um aus den Puschen zu kommen.

Anspieltipps:
Iron Chains
👊 Of Grime and Gust
🔺 Pyramids


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Crushing the Skull of the Insane Priest
02. Incursion of Plains, Citadel Rise!
03. Vigilance Renewed
04. Iron Chains
05. Where Cold Steel Gleams
06. Great Beast of Xar'Ghol
07. Of Grime and Gust
08. Pyramids



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