Alben des Jahres 2025

DIE Alben DES MONATS (03/26)

Aktuelle Reviews

Q&A - Die Interviews

Tales from the hard side

Wir hörten früher gerne

So fing alles an

CD-Reviews N-P

PARAGON BELIAL – F.M.M.S. (2026)

(10.216) Phillip (7,0/10) Black Metal


Label: Folter Records
VÖ: 30.04.2026
Stil: Black Metal






Es ist Ende April 2026. Das Jahr ist lediglich zu einem Viertel rum, doch der vielversprechendste Kandidat für den kantigsten Albumtitel des Jahres lautet bis hierhin ganz eindeutig Paragon Belial. Fresst Mutter Marias Scheiße, da bin ich mir sicher, dass ich das bereits mit zarten 16 Jahren für einen eher dümmlichen Albumtitel gehalten hätte. Aus heutiger Sicht, mit dem Bewusstsein, dass in meinen Breitengraden, im Osten der Republik, das Thema Religion ganz weit nach hinten sortiert ist, ist das auch erklärbar. Hier im Nordosten ist die Religion einfach ein komplett lächerliches Feindbild. Ob das in Mönchengladbach und Umgebung jetzt großartig anders ist, bleibt da als Vermutung zurück.

Paragon Belial, davon gehe ich aus, werden mir das ganz sicher auch nicht erklären. Sie lassen lieber die Mucke für sich sprechen und die brettert, nach stimmungsvollem Intro und abgeschmackten Oppenheimer-Spruch, in Necropest los wie der schwarze Tod. Ich wähne mich gar im War Metal, so viel prasselt auf mich ein. Es ist schwierig sie in diesem Wust aus Krach zurecht zu finden, so müssen sich Piloten im Flak-Feuer gefühlt haben. Allmählich erkenne ich dann vereinzelt Melodie und Paragon Belial treten plötzlich das Bremspedal durch und eine unheilvolle Schwere setzt ein. Stark!

Also ernsthaft. Der erste Song ist wie ein Prüfstein, wenn du dich da durchbringst, dann möchtest du auch weiter hören. Mit dezent verringerter Blastdichte und Geschwindigkeit und präsenterem Riffing geht es in den nächsten Stücken weiter. Dazu wird dem Titeltrack und dem folgendem Blood Sacrifice jeweils ein Intro spendiert, das mich an den Diablo II- Soundtrack erinnert.

Folgend dann das Sahnestück des Albums: Arise of Satans Glory. Ja, auch hier wird infernalisch losgefetzt, doch nach drei Minuten kommt ein herrlicher, stumpfer Break mit anschließendem, noch stumpferem Groove und überlagertem Solo, das dann wiederum im abschließenden Blast verrührt wird. Mein Eidechsengehirn ist sofort Feuer und Flamme!

In Under The Sign Of Satan wird dann völlig zurecht und sehr gut umgesetzt Bathory gehuldigt, in Riders Of Leprosy abermals dem möglichst stumpfen Groove. Am Ende gibt es noch ein ein Sarcófago- Cover, dass etwas zügiger, wesentlich fülliger, aber dennoch nahe in diesem Genre-Klassiker orientiert ist. Bravourös umgesetzt, so covert man seine eigenen Helden! Denn Paragon Belial behalten dafür ihren sehr halligen und organischen Soundteppich bei. So klingen die Nummern insgesamt recht roh, dennoch präzise und wie aus einem Guss. Insbesondere Vokalist Andras platziert sich mit seinen vielfachen Stimmen mitten im Mix und unterstreicht so den Charakter der Band als höllische Einheit.

Für mich ist das eine kurzweilige Überraschung gewesen, bei der gerade die groovigen Sachen naturgemäß besonders schmecken, während so manche Blastorgien etwas ziellos wirken. Für Die Hard- Fans von früheren Bathory und Darkthrone (ich sag mal ungefähr ab drittem Album) lohnt es sich hier ziemlich sicher, mal zwei drei Durchläufe zu riskieren. 

Anspieltipps:
Arise Of Satans Glory
🔥 Under The Sign Of Satan
🐴 Riders Of Leprosy


Bewertung: 7,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Necropest
02. Belials Mark 
03. Fresst Mutter Marias Scheiße 
04. Blood Sacrifice 
05. Arise of Satans Glory 
06. Under the Sign of Satan 
07. Riders of Leprosy 
08. Endless Blasphemy 
09. Midnight Queen (Sarcófago cover)



SOCIAL MEDIA

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

MERCH

70.000 Tons 2024

The new breed

GROTESQUE GLORY

mottenkiste

P P P

ZO SONGCHECK

V.I.P.

alter Z.O.F.F.

Unsere Partner

Join the Army

Damit das klar ist