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OPFERMOOR – Flammen Der Götter (Demo) (2026)

(10.235) Maik (8,0/10) Black Metal


Label: D.I.Y. 
VÖ: 2026 
Stil: Black Metal 







Mal ehrlich jetzt, liebe Freunde der Nacht: Was habt ihr gemacht, als ihr zwölf wart? Ich habe damals warscheinlich noch mit Gummiindianern gespielt und muckemäßig war das härteste in meinen Ohren wohl Suzi Quatro und Slade. Ein Recke aus Baden Württemberg namens Skijaldar Blutfaust hat in diesem zarten Alter allerdings ein Black Metal- Projekt aus dem Boden gestampft, welches mit zornesrotem Gesicht den ganzen Prunk, das Lametta und den bombastischen Firlefanz von dem herunterzerrt, was heutzutage unter Black Metal läuft.

Der ganze Krempel wird in Flammen gesetzt und ins nächste Moor geworfen und so den alten Göttern geopfert. Überleitung des Todes, ich weiß. Es handelt sich nämlich hier um die Black Metal Axt namens OPFERMOOR, und dem ersten offiziellen Demo namens „Flammen Der Götter“. Geboten wird altschuliger Black Metal der extrem ratzigen Sorte, der mich sofort an einige Demotapes erinnerte, die sich in meiner Sammlung tummeln.

Dass Skijaldar Blutfaust den Ursprüngen des Black Metal huldigt, zeigt schon mal das BATHORYeske Intro, welches sofort in die brutale Axt namens „Die Alten Götter Leben“ mündet. Spätestens hier fällt den DIMMU BORGIRs und MYSTIC CIRCLEs dieser Welt der Pinsel in die Schminkpalette, denn was der junge Mann hier fabriziert, brät ordentliche Schneisen in den schwäbischen Wald.

Ganz alte BATHORY gehen hier Hand in Hand mit den ersten Auswüchsen von MAYHEM und GORGOROTH, und das bedeutet Black Metal in der rohesten vorstellbaren Form.

Zu aller erst fällt auf, wie fit der Kollege an den Instrumenten ist. Denn diese hat er alle selbst eingespielt. Auch den Gesang musste er persönlich übernehmen, weil der ursprünglich angedachte Krächzer kalte Füße bekommen hat. Und wer sich jetzt über eben diesen Gesang lustig machen möchte, hat den Schuss nicht gehört. Der Junge ist zwölf. Der hatte noch nicht mal Stimmbruch. Alter Verwalter!

Obwohl die Mucke brutalst auf die Rübe kloppt, kommen Melodien- soweit in diesem Genre möglich – nicht zu kurz. Das alles ist noch sehr urwüchsig, aber hat mordsviel Potential. Und wer sich MAYHEMs „Deathcrush“ zu covern traut, von dem ist wohl in Zukunft einiges zu erwarten. Besonders sein Vater dürfte momentan vor Stolz schier zerbersten, denn selbiger ist kein Geringerer als Black Metal- Urgestein Balör (Ex-MAYHEMIC TRUTH, ex.MORRIGAN, BLIZZARD, DOOMENTOR). Dazu muss man sagen, dass dieser hier nur produktionstechnisch etwas geholfen hat, die musikalische Umsetzung hat der Filius alleine bestritten. 

Das Demo kam als Kassette und als CD-R heraus und ist meines Wissens schon komplett ausverkauft. Aber auf YouTube ist das Material noch zu finden. OPFERMOOR arbeitet auch schon an neuem Material, und einiges davon kann man auf besagter Plattform schon etwas anhören.

Ich bin fünfmal so alt wie Skijaldar Blutfaust, möchte aber den Moment nutzen, mich trotz meines altersbedingt knackenden Gebeins vor dem aufstrebenden Schwarzmetallkünstler zu verneigen. True suebian black metal opened a new chapter.

Anspieltipp:
💎Eisige Götter


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Die Alten Götter Leben 
02. Flammen Der Götter 
03. Eisige Götter 
04. Schatten Der Ahnen 
05. Deathcrush (MAYHEM – Cover) 



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