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GRUFFLO – Anti-Exorcist (2026)

(10.260) Maik (8,0/10) Thrash Metal


Label: D.I.Y.
VÖ: 18.04.2026 
Stil: Thrash Metal 






Huch, da habe ich mich doch glatt verlesen, was das Releasedatum angeht. Statt am 18. Mai kam diese Scheibe schon am 18. April heraus. Nun, man möge mir zugutehalten, dass ich die Reviewanfrage auch erst am 6. Mai erhalten habe. 

Es geht hier um das Debütalbum der Bonner Thrashcombo GRUFFLO. Der Name scheint wohl tatsächlich von dem Ungeheuer Grüffelo (engl. Gruffalo) aus dem Kinderbuch zu stammen. Und wer jetzt an unseren Schwäbischen Waschlappenwinnie denkt, der ja mal für Kinder aus diesem Buch gelesen hat, der sollte seine Ohren schleunigst neu justieren. 

Denn hier geht es um beinharten Undergroundthrash, der sich mal gar nicht im gängigen Rahmen bewegt. Denn hier ist noch ein gutes Quantum 80er Radau-Metal mit drin, bisschen Speed, eine Prise Death Metal und auch eine Spur Angeschwärztes kann man finden. Das Album nennt sich „Anti-Exorcist“ und geht mit diesem Titel wohl an das Vorhaben, Euch die Dämonen hinein- anstatt herauszuhexen.

Trotz des rotzigen Anspruchs ergehen sich GRUFFLO doch auch oft in komplexe Songstrukturen, ausgefeilte Soli oder auch melodische Ausflüge. Desöfteren fielen mir GODDESS OF DESIRE ein, was vor allem am Gesang von Roman liegt, der doch ab und an recht nahe dran ist. Auch das Debütalbum von CARNIVORE könnte man, rein von der Stimmung her, als Referenz heranziehen. 

Musikalisch bewegt sich „Anti-Exorcist“ natürlich größtenteils im Thrash Metal, nimmt aber gern Stilelemente aus Randgebieten mit. Da findet man regelrechte Moshparts, dann wieder sägende Melodic-Death-Gitarren, der Gesang wechselt dann auch mal kurz in schwarzmetallisches Gekeife, bevor dann wieder Slo-Mo-Headbangkompatibles angeboten wird. Und so weiter und so fort.

Für ein Debütalbum einer doch erst seit vier Jahren existierenden Band ist „Anti-Exorcist“ erstaunlich ausgeklügelt, vielseitig, knallt aber dennoch auf die Birne und überfordert nicht mit zu ausgefallenen Wechseln. Die Band surft durch etliche Facetten klassischer harter Mucke, lässt moderne Trends so gut wie außen vor und stellt sich mit diesem Album recht gut in Positur. Nur, naja, das Albumcover sieht etwas unbeholfen aus und wirkt wie in einer Viertelstunde in Paint zusammengebastelt. Aber am wichtigsten ist ja die Musik, und die kann ich ohne Weiteres empfehlen. 

Anspieltipp:
💥 Spread My Seed
💣 Extreme Thrash 


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. King Of Darkness 
02. My Thoughts 
03. Extreme Thrash 
04. Spread My Seed 
05. Phobia Of The Dystopia 
06. Bald Mountain 
07. Sacrifice To Hell 
08. Zoltan 
09. Making Art 
10. The Anti-Exorcist



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