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AZKEN AUZI – Infernua (2026)

(10.145) Baka (4,8/10) Okkult Doom Sludge


Label: Argonauta Records
VÖ: 06.03.2026
Stil: Okkult Doom Sludge






Nach ihrem Debütalbum (self-titled) aus dem Jahre 2022 erscheint nun der zweite Longplayer. In der Zwischenzeit erschien noch eine EP (Junkhead) und eine Split-EP mit RATTEN. AZKEN AUZI bleiben hungrig und stampfen sich weiter durch den Sumpf.

Die neue Scheibe ist selbstverständlich sehr tief im Sound angesiedelt. Im ersten Titel wird schon deutlich, dass die Riffs eine sehr doomige Spielweise darbieten. Der Sound ist stark dem Sludge-Genre zuzuordnen. Die Gitarren klingen definitiv schlammbesudelt, roh und dreckig. Die Franzosen setzen auf strikte Einfachheit und untermalen die Riffs mit sehr eingängigen Drum-Parts. Es wird zwar alles auf die Spitze getrieben und mit viel Druck versehen, aber der Funke will nicht überspringen.

Im zweiten Song SK versteift sich die Spielart leider. Aufgelockert wird der Song jedoch von einer cleanen Gitarre, die immer wiederholend ein Thema vor sich hin dudelt. Soundtechnisch fällt diese nicht großartig auf. Als rotze man einfach mal eine unverzerrte Gitarre hin und belässt alles einfach lieblos so. An dieser Stelle fehlt die Atmosphäre, die die Band in Black Mess sehr gut aufbaut. In den ersten zwei Akten des Songs kommt erstmalig der Sound gut zur Geltung. Das Arrangement erlaubt es, tiefer in die Materie einzutauchen und sie zu verstehen. Selbst ständige Wiederholungen greifen hier, da sie in tranceähnliche Zustände versetzen.

Riffbetonter geht es bei See You Next Tuesday vonstatten. Die Nummer wirkt schon sehr oldschoolig und reift an ihrer Geradlinigkeit. Aktives Zuhören verschafft einem hier ein besseres Verständnis. Es sind die kleinen Bendings, die das Riff aufpolieren sollen. Jedoch nicht an der gleichen Stelle eingesetzt, erschafft das Riff ein Unwohlsein beim Hören. Der letzte Teil des Songs erlebt ein paar Melodien, die das Unbehagen nicht wirklich auflockern. Bis zum Ende wird ein weiteres Riff durchgeballert und das war es dann auch. Was man der Band zugutehalten muss, ist die Leidenschaft. Diese wird auf der Platte gut übertragen.

Mehr Innovation kann man nicht erwarten. Die Schemen ziehen sich bis zum Ende durch und werden nur an anderen Stellen eingesetzt. Die Vocals sind meist nur Laute, die rein gegrölt werden und keine Besonderheit bieten. Da sie auch nicht in den Vordergrund gesetzt wurden, dienen sie nur als Stilmittel. Man merkt der Band an, dass hier lieber Druck aufgebaut werden soll, als auf Kreativität oder besseres Songwriting zu setzen. An jeder Ecke fehlt es an Kleinigkeiten. Ab und an gelingt ihnen ein Glückstreffer, aber leider zu wenige. Nico Voidozer von VOIDOZER unterstützt bei Reptilian. Leider ist das nicht zu spüren. Der Song ist ein weiteres Bindeglied und man hört keinen besonderen Moment heraus, den man ankündigen müsste.

From Hell zeigt sich noch einmal komplett instrumental. Das Album hat wenig Songs, die aber eine gute Länge besitzen. Dennoch wirkt der letzte Titel überflüssig. Er beendet nichts und deutet auch nichts Neues an.

Anspieltipps:
🔥SK


Bewertung: 4,8 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Deep Hell
02. SK
03. Black Mess
04. See You Next Tuesday
05. Reptilian (feat. Nico Voidozer)
06. From Hell



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