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FILTH – Death Exhibition (2026)

(10.415) Phillip (7,8/10) Death Metal


Label: Me Saco Un Ojo Records
VÖ: 11.09.2026
Stil: Death Metal







Diese Schweden sind schon speziell. Nicht nur scheißen FILTH auf die herkömmlichen Mechanismen der Eigenvermarktung über Facebook, Instagram und Co., nein, sie sind auch noch so frech und schieben knappe 13 Monate nach ihrem äußerst bekömmlichen Debüt, das ich durchaus noch etwas höher hätte bewerten können, direkt ein Zweitwerk hinterher. Irgendwie scheint das dann auch noch zu funktionieren, denn mit Me Saco Un Ojo wurde im Zuge der Veröffentlichung des Erstwerks bereits eines der renommierteren Labels aufmerksam.

Doch überzeugt auch die Qualität von Death Exhibition? Wer hier rasante Entwicklungsschritte abseits der Pfade des verrotteten Death Metals erwartet, wird enttäuscht sein, doch ganz ehrlich: Wer würde so etwas tun? Viel eher erwartet uns der bereits bekannte Flachköpper in den Knochen- und Gedärmebrei mit ein paar Feinjustierungen die, meines Erachtens, jedoch stark ins Gewicht fallen. So wird insgesamt den doomigeren Passagen mehr Raum gelassen und der Krach- und Schepperfaktor ein wenig heruntergefahren. Alles wirkt etwas aufgeräumter und strukturierter, dadurch aber auch vorhersehbarer.

Bei den Vocals gibt es dagegen keine spürbare Veränderung, hier wird gegurgelt, was die Kehle hergibt, aber auch nur, wenn es wirklich notwendig ist. Als Beispiel: In Mental Butchery ist vocal-mäßig noch verhältnismäßig viel los. Und selbst das würde bei anderen Bands garantiert auch in eine Strophe passen. Nicht so bei FILTH, die lassen sich Zeit und dehnen jeden Vocals bis zur Luftnot. Es ist herrlich. Witzig ist, dass durch diesen geringen Vocaleinsatz auch kaum auffällt, dass neben dem Intro noch zwei weitere Instrumentals zu vernehmen sind.

Problematisch wird dann allerdings, dass in den übrigen Instrumentalphasen, wie erwähnt, mehr herumgedoomt wird. Das kommt mir zuweilen dezent ziellos vor und auch die Anpassungen im Gitarrensound fallen hier negativ zu Buche, der gefiel mir auf dem ersten Album nämlich deutlich besser. Da war wesentlich mehr Schmackes hinter. Diesen Punkt möchte ich als einzigen, aber wirklich ausschlaggebenden Minuspunkt ankreiden, denn insbesondere die groovigeren Parts, wie in Sadistic Ways, hätten so wesentlich mehr Punch.

So bleibt am Ende zu konstatieren, dass Death Exhibition mitnichten ein Schnellschuss ist, aber vielleicht nochmal eine Runde durch die bandinterne Soundkontrolle hätte drehen sollen. Also: in vielleicht ja wieder 13 Monaten hätte ich dann gerne wieder mehr Wumms im Gitarrensound! Bis dahin: weiter so!

Anspieltipps:
🦴 Mental Butchery
🗡 Sadistic Ways 
💀 Rotted Life


Bewertung: 7,8 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Intro 
02. Split Casket 
03. Buried Alive 
04. Born a Corpse 
05. Mental Butchery 
06. ...Inhumed... 
07. Sadistic Ways 
08. Death Exhibition 
09. ...Exhumed... 
10. Rotted Life



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