MAIDENHEAD – Maximum Clonage (2026)
(10.409) Maik (9,5/10) Thrash/ Death Metal
Label: D.I.Y.
VÖ: 14.08.2026
Stil: Thrash/ Death Metal
Ich weiß nicht, ob es MAIDENHEAD aus Massachusetts bewusst sind, dass ihr Bandname auch der Name einer etwa 40 km von London entfernten englischen Stadt ist. Die Frage, ob die Namensgebung mit dem Kopf einer Jungfrau zu tun hat (die erste EP der Formation hieß „Decapitation Of A Maiden“) oder ob die Band darauf anspielen will, dass sie eine Sängerin in ihren Reihen hat, steht auch noch im Raum.
Der ‚Kopf‘ dieser Combo ist allerdings nicht Vokalistin Zeping „Bella“ Song, sondern Bandgründer, Hauptsongwriter und Lyriker Zack Roberts, der die Band 2013 aus der Taufe gehoben hat. Die Band sieht sich in der Schnittmenge zwischen der rasiermesserscharfen Aggression des Thrash und der technischen Brutalität und Atmosphäre des Death Metal.
Als Einflüsse werden neben SLAYER und MORBID ANGEL auch MEGADETH und DEATH angegeben, was man durchaus so stehen lassen kann. Da ist es wohl auch mehr als passend, dass MAIDENHEAD den renommierten Producer Randy Burns für das aktuelle Album „Maximum Clonage“ gewinnen konnten, auf dessen Konto ja schon legendäre Scheiben wie „Scream Bloody Gore“ und „Peace Sells…“ gehen.
Und in dieser Schnittmenge zaubert die Band dann auch ihre Mucke zusammen. Brutal, aber technisch, mal mehr thrashig, mal mehr zum Death Metal tendierend, aber immer auf spielerisch höchstem Niveau. Gleich nach dem Elektro-Industrial-mäßigem Intro schlägt der tödliche Thrashhammer zu. Oder ist es das thrashende Todesblei? Fragen über Fragen. Bei Sängerin Song muss man ganz genau hinhören, um hier female vocals herauszuhören, denn die Dame brüllt, growlt, röhrt und screamt, dass selbst Chuck Schuldiner auf Metalwolke 666 anerkennend nicken dürfte. Auch der Gitarrenlauf zu Beginn des letzten Drittels des Titeltracks dürfte Evil Chucks Wohlgefallen finden.
Tja, der Titel „Maximum Clonage“ passt wie Arsch auf Eimer, denn hier wird schamlos die DNA des Thrash Metal mit deathologischem Erbgut gespliced und ein ziemlich krasser Bastard gezeugt. Und dazu gesellten sich auch noch illustre Geburtshelfer. Bei sechs der acht Titel ist Bassist Rich Gray von ANNIHILATOR mit am Start, Ex- MEGADETHer Chris Poland erscheint auf „Kill Or Be Killed“ und den ebenfalls ehemals in Megadaves Band tätige Glen Drover hört man in „False Masked Hero“.
Diese Gastappearances hätten MAIDENHEAD zwar nicht nötig gehabt, aber wenn es dazu dient, die Band etwas bekannter zu machen, meinetwegen. Aber die Stamm-Mannschaft der Combo liefert auch perfekte Arbeit ab. Außer Song und Roberts sind noch Andre Forero am Schlagzeug, Lawrence Lee am Tieftöner und Vance Simmons an der zweiten Gitarre zugange. Beim abschließenden „Hasta La Proxima“ kommt mit Mikhailo Kobets sogar ein Trompeter zum Einsatz. Hat man Töne?
MAIDENHEADs aktuelles Album „Maximum Clonage“ ist ein absoluter Zufallsfund für mich und ich danke den Wirren des weltweiten Netzes, dass mir dieses Release vor den Trichter gespült wurde. Diese Mischung aus Thrash und Death Metal der frühen Jahre ist genau das, was den alten Iron Maik den Rost seiner Jahre vergessen macht.
MAIDENHEAD geben nicht nur technisch alles, sondern auch permanent Kniegas, wenn man mal von dem knapp einminütigen, melodiösen Akustikpart in „Death March“ und vom stimmungsvollen Rausschmeißer „Hasta La Proxima“ absieht. Fettes Gerät und absolute Kaufempfehlung von mir.
Anspieltipps:
🤘 Maximum Clonage
💣 Magia Obscura
Bewertung: 9,5 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Enter The Killing Floor (intro)
02. Maximum Clonage
03. False Masked Hero
04. Death March
05. Kill Or Be Killed
06. Magia Obscura
07. Burst Stream Of Destruction
08. Hasta La Proxima

