NIGHT ROAR – No Compromise, No Apologies (2026)
(10.408) Maik (7,5/10) Blackened Thrash Metal
Label: D.I.Y.
VÖ: 04.06.2026
Stil: Blackened Thrash Metal
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Gute Musik muss nicht immer innovativ, herausragend, genial oder raffiniert sein. Manchmal muss sie auch einfach nur Spaß machen und sich perfekt als musikalische Untermalung bei der Vernichtung von Bier eignen. Und zu diesem Vorhaben passt angeschwärzter Thrash’n’Speed wie der Zapfhahn auf den Tresen. Und zu den anderen Freaks, die derartige Mucke zelebrieren, haben sich nun auch NIGHT ROAR aus Haifa/Israel gesellt.
Die drei Rabauken haben nun nach der ebenfalls 2026 erschienenen „Satanic Ritual“- EP nun den ersten Langspieler rausgehauen, der auf den Namen „No Compromise, No Apologies“ hört.
Und der Titel ist definitiv Programm, denn NIGHT ROAR machen weder Kompromisse, noch entschuldigen sie sich für irgendetwas. Und das ist auch gut so, denn mit dieser Melange aus punkigem Thrash, Speed Metal- Anleihen und thrashiger Räudigkeit treffen die Bagaluten meinen Nerv auf äußerst präzise Art und Weise.
Natürlich wird hier überhaupt kein Wert auf Innovation, Originalität oder Eigenständigkeit gelegt. Es geht einfach darum, Spaß zu haben, und dazu eignet sich das, was NIGHT ROAR hier machen, eben perfekt. Satanic Speed Metal Rock nennen die drei Schergen ihr Gemisch, und das kann man unkommentiert so stehen lassen.
Hier wird einfach ein Gesamtbild abgeliefert, welches irgendwo in den Mittachtzigern stehen geblieben ist, aber eben immer noch cool ist wie Sau. Der Drive des Rock’nRolls MOTÖRHEADscher Spielart, die rumpelige Attitüde des dreckigen Punk, die heftigeren Urwüchse des frühen Heavy Metal, gepaart mit den ersten Anwandlungen des Speed Metal und natürlich gewürzt mit dem apokalyptischen Feeling des frühen Thrashs.
Das alles müffelt nach Bier, Ziggenrauch und schwitzigen Kutten, deren Träger sich den Wochenfrust aus ihren Schädeln schütteln wollen und einen Scheiß auf gepflegte Spießeratmosphäre geben. NIGHT ROAR sind, wie einst VENOM, einfach da, machen Krach und sind wieder weg und hinterlassen besoffene, völlig fertige, aber glückliche Menschen, die völlig schräg und lärmig herumgrölen und sich gegenseitig abgestandenes Bier zwecks Kühlung über den Nischel gießen.
Wer bei dieser Mucke nicht wenigstens leicht mit dem Schädel wippt, muss definitiv tot sein. Und wer am Ende noch eine Zusammenfassung braucht, in welcher Sparte NIGHT ROAR zugange sind, dem dienen die drei Israelis am Ende mit einer Antwort. VENOM! Denn der Schlussakkord gebührt einer Coververson der britischen Black Metal- Erfinder, und zwar „Die Hard“.
Anspieltipps:
👿 Satanic Ritual
🔥 Die For The Devil
Bewertung: 7,5 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Intro
02. Eradicate!
03. Satanic Ritual
04. No Compromise, No Apologies
05. Predator
06. Biker Rats (From Titan)
07. Die For The Devil
08. Oblivion
09. Die Hard (VENOM- Cover)

