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RUYNED – Profanum Sacrificium (2026)

(10.363) Maik (8,0/10) Blackened Thrash Metal


Label: Osmose Productions 
VÖ: 26.06.2026 
Stil: Blackened Thrash Metal






Ach wie schööööön. Akustikgitarren schwelgen in verträumter Anmut. Man möchte sich fläzend in der Sonne räkeln und den Sommer genießen…

Doch nach diesem Intro bricht die Hölle aus. Denn RUYNED aus Rumänien fegen sogleich mit angeschwärztem Thrash gewaltig durch die Landschaft und zerstören das Idyll mit ihrer „Speedchain“. So beginnt das Album des Trios aus Timișoara. „Profanum Sacrificium“ ist schon der zweite Langspieler der Band, obwohl es selbige erst seit drei Jahren gibt. Also die Band, nicht die Langspieler.

Nachdem derartig die Claims abgesteckt wurden, machen RUYNED auch klar, weshalb sie da sind. Songtitel wie „Sex’n’Speed“ und „Sex Commander 666“ sprechen eine deutliche Sprache. Dass die Knaben das bis zum Exzess ausarbeiten wollen, zeigt dann „Orgasm Through Death“. Na dann…

Doch nun haben die Rumänen das Lateinwörterbuch gefunden. Nach dem Zwischenspiel „Daemonis Ritualis“, welches gregorianischen Gesängen nachempfunden zu sein scheint, bricht der Titelsong „Profanum Sacrificium“ herein. Schön treibender Gitarrenlauf, mirse das seeeehr gefallen.

Der Song geht geradezu nahtlos in „Malleus Maleficarum“ über, wo es gegen Ende noch mal so richtig schwarzmetallisch wird. Daraufhin pfeffern RUYNED das Lateinbuch in die Ecke, greifen wieder auf klassisch-metallische Klischee-Songtitel zurück. „Witches Gallöw“ ist dann auch schon der letzte Song vor dem Outro. Das sind dann wieder verträumte Akustikgitarren, womit sich der Kreis schließt und einem nochmaligen Hören geradezu Tür und Tor öffnet.

Natürlich kann man im Bereich speedigen, angeschwärzten Thrashs mit ab und an leicht punk’n’rolliger Note nicht mehr viele neue Fliesen verlegen, aber wenn man es gut macht, kann man auf den schon verlegten Keramikscheiben ein paar neue Glanzlichter freischrubben. Und das haben RUYNED mit „Profanum Sacrificium“ meiner Meinung nach ganz gut hinbekommen.

Anspieltipps:
🔥 Sex Commander 666
⛓️ Profanum Sacrificium


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Intro 
02. Speedchain 
03. Sex’n‘Speed 
04. Sex Commander 666 
05. Orgasm Through Death 
06. Daemonis Ritualis 
07. Profanum Sacrificium 
08. Malleus Maleficarum 
09. Witches Gallöw 
10. Outro 



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