Football, Thrash und Schrottwichteln. Sprich: Forbidden, ein Songcheck und ein neues Segment
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Live on Stage Report: In League with Satan Tour
BEHEMOTH | DIMMU BORGIR | DARK FUNERAL am 23.10.2026 Berlin @ Columbiahalle
Drei Bands, drei unterschiedliche Facetten des Extreme Metal und eine Tour, die ihrem Namen alle Ehre macht: Mit der „In League With Satan“-Tour trafen am 23. Oktober 2026 DARK FUNERAL, DIMMU BORGIR und BEHEMOTH in der Berliner Columbiahalle aufeinander. Während die schwedischen Black-Metal-Veteranen den Abend eröffneten, sorgten DIMMU BORGIR für symphonische Dunkelheit, bevor BEHEMOTH das Publikum mit ihrer gewaltigen Inszenierung und einer ordentlichen Portion Feuer empfingen. Ein Abend zwischen eisiger Atmosphäre, brachialen Riffs und finsteren Hymnen – und für mich persönlich mit einem Headliner, der einmal mehr alles in Schutt und Asche legte.
Am 23.10.2026 war es endlich so weit! Die „In League With Satan“-Tour machte Halt in Berlin und neben BEHEMOTH waren auch DIMMU BORGIR und DARK FUNERAL mit dabei. Der Abend startete in der Columbiahalle völlig komplikationslos. Der Einlass ging zügig, die Wartezeiten an der Bar waren angenehm kurz und die Leute waren gut drauf. Überpünktlich ging dann auch schon das Licht aus. Um 18:56 Uhr erklang lautes Klirren von Ketten aus den Boxen, bevor die Show von DARK FUNERAL eröffnete wurde.
Ich hatte die Band zuletzt vor knapp zehn Jahren beim RUDE gesehen und fand sie damals richtig klasse. Leider konnten sie mich diesmal nicht ganz so abholen. Der Sound war eher matschig und irgendwie leise, hatte aber trotzdem ordentlich Druck. Besonders Drummer Jalomaah war anzusehen, wie viel Spaß er an der Sache hatte. Auch vereinzelte Fans in den Reihen zelebrierten die Show, aber für mich war DARK FUNERAL an diesem Abend leider nicht mehr als eine Vorband. Das fand ich irgendwie schade, denn die Band macht bereits seit 1993 Musik und hätte durchaus das Potenzial gehabt, einen bleibenderen Eindruck zu hinterlassen.
Die Schweden hätten ruhig 15 Minuten länger spielen können. Damit hätten sie definitiv noch mehr Leute warmrütteln können. Wie gesagt: eine gute Show, aber leider blieb die Band für mich an diesem Abend in der Rolle des Supports. Nach gerade einmal fünf Songs war dann auch schon Schluss.
Setlist:
1. Unchain My Soul
2. The Arrival of Satan's Empire
3. The Secrets of the Black Arts
4. Let the Devil In
5. Where Shadows Forever Reign
Auf die nächste Band freute ich mich besonders. DIMMU BORGIR hatte ich zuletzt am 30.01.2020 hier in der Columbiahalle gesehen. Nach fast sieben Jahren freute ich mich auf neue Songs und jede Menge alte Brecher.
Als das Banner vor der Bühne fiel, bekam ich sofort Gänsehaut. Und als Shagrath seine Stimme durch die Boxen jagte, war ich direkt mittendrin. Der Sound wurde leider nur minimal besser, aber das war mir in diesem Moment egal. Spätestens nach „Kings of the Carnival Creation“ war ich voll drin. Verzaubert von einigen Bieren, aber noch viel mehr von der Präsenz der Band, ließ ich mich komplett auf die Show ein.
Leider war der Spaß auch hier viel zu schnell wieder vorbei. Ich muss allerdings sagen, dass die neuen Songs zwar gut sind, sich für mich aber eher im durchschnittlichen Bereich bewegen. Den neueren Stücken fehlt einfach dieses Ohrwurmpotenzial, das beispielsweise „Gateways“ mitbringt – oder das gewisse Etwas, das Songs mit I.C.S. Vortex am Mikrofon für mich ausmachten. Trotzdem lieferten DIMMU BORGIR eine fette Show mit einigen emotionalen Momenten ab!
Setlist:
1. Ulvgjeld & Blodsodel
2. Mourning Palace
3. Kings of the Carnival Creation
4. Council of Wolves and Snakes
5. Ætheric
6. Ascent
7. Cataclysm Children
8. The Serpentine Offering
9. Puritania
10. Gateways
11. Progenies of the Great Apocalypse
Kommen wir nun zum Headliner … BEHEMOTH! Dieses Konzert war mein mittlerweile 13. BEHEMOTH-Konzert, und erneut haben sie mich komplett umgehauen. Ähnlich wie bei VOLBEAT finde ich, dass jede Show und jede Tour etwas anderes zu bieten hat. Im Fall von BEHEMOTH ist das für mich sogar immer mit einer weiteren Steigerung verbunden.
Der Sound war bei den polnischen Meistern deutlich klarer, präsenter und lauter. Nergal und seine Jungs hatten sichtlich Spaß und sprühten nur so vor Energie. Die Feuereffekte saßen, die Songs knallten und die gesamte Show entwickelte sich zu einer regelrechten Inszenierung des polnischen Extreme Metal. Neben all den Highlights war das gemeinsame Auftreten mit Shagrath beim VENOM-Cover „In League With Satan“ definitiv einer der Höhepunkte des Abends.
Für mich war es jedenfalls eines der besten, wenn nicht sogar das beste BEHEMOTH Konzert, das ich jemals erlebt habe. Die Show, die Songs, die gesamte Aufmachung und die Inszenierung trafen einfach voll ins Schwarze!
Setlist:
1. Daimonos
2. Ora Pro Nobis Lucifer
3. Thy Becoming Eternal
4. The Shit ov God
5. Conquer All
6. Blow Your Trumpets Gabriel
7. I, Scvlptor
8. Ov Fire and the Void
9. To Drown the Svn in Wine
10. Bartzabel
11. In League With Satan (VENOM-Cover feat. Shagrath)
12. Chant for Eschaton 2000
13. O Father O Satan O Sun!
Alles in allem war es ein mehr als gelungener Konzertabend.
Es war schön, DIMMU BORGIR und BEHEMOTH endlich mal wieder live erlebt zu haben und dabei viele alte Lieblingssongs erneut auf der Bühne präsentiert zu bekommen. Auch wenn DARK FUNERAL mich diesmal nicht vollständig überzeugen konnten, war es ein Abend, der vor allem durch die beiden großen Namen und eine für mich herausragende BEHEMOTH Show in Erinnerung bleiben wird.

