TFTHS Classic vom 07.03.2026 mit Jan Kubon
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Live on Stage Report: HIRAES | HUMAN ABYSS | SOKOMB
am 22.08.2026 – Berlin @ Urban Spree
Nachdem die letzten Wochen bei mir doch ziemlich aufreibend waren, sorgt doch so ein fast spontaner Konzertbesuch zumindest kurzfristig für ein wenig Zerstreuung und Entspannung. Also die Stiefel geschnürt und ab zum Urban Spree.
Tja die Lokation als solches ist schon nett. Nen recht gemütlicher Biergarten, wo man neben einem Frischgezapften, sich unter anderem auch nen Burger oder eine Pizza am entsprechenden Stand holen kann. So weit so gut erstmal.
Leider habe ich beim ersten „Rundgang“ den Eingang zum Club nicht gleich gefunden (gottseidank ging es nicht nur mir so) und da ich anscheinend die Beginn Zeit missverstanden haben, war halt am Eingang nicht so richtig was aufgebaut und so. Also hab ich mir erstmal ein freundliches Pils geholt und mir das bunte Treiben entspannt angeschaut und mich in Geduld geübt (eine meiner Tugenden!). Das innere des Clubs als solches kann man wirklich nur als kuschelig beschreiben (oder eben winzig, wie man möchte).
Den Anfang machten an diesem Abend HumanAbyss (das Bandlogo ist ganz knapp vor unlesbar), welche in unserer eigentlich doch ganz schönen Hauptstadt beheimatet sind. Von der ersten Sekunde an, machten die Berliner um Frontderwisch Lynn klar, dass hier heute keine Gefangenen gemacht werden würden und knallten dem Publikum ihren Blackend Death Metal mit brutaler Vehemenz um die Ohren. Jenny (Guitar), Olli (Guitar), Max (Bass) und No (Drums) gaben wirklich mächtig Kniegas und ballerten ihr Liedgut raus, das dem Metalvolk kaum Zeit zum Atmen blieb. Und so war Gig zwar von kurzer, aber sehr intensiver Dauer und wurde von den Anwesenden Metallern auch mit großem Handgeklapper honoriert. Die Umbaupause gestaltete sich als erfreulich kurz, reichte aber dennoch aus, um sich mit einem neuen Getränk zu versorgen.
Die nächsten im Bunde sollten dann Sokomb sein, welche uns mit ihrem Progressive Melodic Death Metal verzückten wollten. Gegründet ursprünglich in Italien (Bozen), nach einer Neuformierung stand dann 2021/2022 ein Umzug nach Berlin auf den Plan, um das Bandprojekt weiter voranzutreiben und auf die nächste Ebene zu hieven.
Und dann ging das Gewitter auch schon los. Lucretia „Lu“ Stephan (Vocals), Alex Nardelli (Guitar), Jan-Marcel Otto (Bass), Tom Weinberg (Guitar) und Carlos Bulfon (Keys) nutzen die Gunst der Stunde, um sich von ihrer Schokoladenseite zu zeigen und das geht mit einem recht vernünftigen Sound im Rücken noch besser. Die Band präsentierte sich besten eingespielt und so gingen ihre doch recht komplexen aber immer nachvollziehbaren Songs ziemlich gut ins Tanzbein. Dies sah das fachkundige Publikum offensichtlich genauso und feierte die Truppe lautstark und mit der einen oder anderen Tanzeinlage ab. Tja ich muss sagen in der Kürze liegt wie immer die Würze. Chance genutzt, starker Gig und gerne wieder und bis bald. Beide Daumen hoch.
Draußen hat sich die Sonne verabschiedet, der Mond hat die Nachtschicht übernommen und der Biergarten hat sich ordentlich gefüllt. Das Personal am Getränkestand war aber professionell genug, um keine langen Wartezeiten bei der Kaltgetränkeversorgung aufkommen zu lassen.
Für den Hauptakt wurde erstmal die kleine Bühne komplett leergeräumt und durch Hiraes und weitere fleißige Helfer mit dem eigenen Equipment recht zügig, dem Anlass geschuldet, entsprechend hergerichtet. Und dann ging`s endlich los!
Unter riesigem Applaus kamen Hiraes auf die Bühne und für die Crowd gab es keine Halten mehr. Die Band war großartig aufgelegt und auch der Sound war nicht von schlechten Eltern. Im nu stieg die Temperatur in dem kleinen Club merklich an. Britta hatte die „Massen“ sofort fest im Griff und spornte sie zu Höchstleistungen an. Hier macht sich ohne Frage die Bühnenerfahrung mehr als bemerkbar.
Geboten wurde eine bunte Liedersammlung aus den bisherigen Schaffensphasen. Bei „We Owe No One“ trauten sich Britta (obwohl sie ein klein bissl Angst hatte_laut eigener Aussage) und Gitarrist Oliver Kirchner runter von der Bühne in die Mitte des Clubs, ohne natürlich vorher an die gegenseitige Rücksichtnahme zu appellieren und Vorsicht walten zu lassen. Und dann ging das auch schon sprichwörtlich Rund. Das war schon nen coole Nummer von den beiden.
Die gelegentlichen Rauchsäulen in diesem kleinen Raum hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, weil die Luft eh schon zum Schneiden war, aber was soll`s. Was letztendlich zählt war, dass es ein saugeiler Auftritt war und ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen habe. Mir hat der Abend jedenfalls mächtig viel Spaß gemacht. Besten Dank an alle Bands und bis zum nächsten Mal.

