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WHARFLURCH – Mycodeath and Rebirth in the Outer Clusters (2026)

(10.459) Phillip (9,0/10) Death/ Doom Metal


Label: Rersonal Records
VÖ: 25.09.2026
Stil: Death/ Doom Metal






Pilze. Tod. Weltraum. Mehr muss man eigentlich nicht wissen, um zumindest eine grobe Vorstellung zu bekommen, wohin diese Reise geht. Diese fängt mit sachten elektronischen Klängen an, bevor die Umlaufbahn Richtung Saiten- und Fellarbeit verlassen wird. Bereits im ersten Track Death Toll Horror spielen Myk Colby und John Mamo ein paar Trümpfe an, die die Hörerschaft in die Abgründigkeiten mystisch-kosmischer Erzählungen ziehen werden. Mal schneller und stampfender, mal in langsamen Breaks, von enorm halligem Growling untermalt und von sphärischen Synthies begleitet starten WHARFLURCH in ihr zweites, komplettes Album.

Es ist eins, bei dem die Band ausdrücklich Gäste mitnehmen möchte. Saubere Übergänge zwischen den doomigen und den Death Metal- Parts, fernab von einem stringenten Strophe- Refrain- Schema, lassen die Musik gut nachvollziehbar wirken, ja geradezu einladend. Und wenn es mal doch ein bisschen mehr ballert, kommt mit Sicherheit auch gleich ein wenig Entschleunigung dazu um den Stresslevel nicht zu sehr in die Höhe schnellen zu lassen.

Stück für Stück dringen WHARFLURCH in die endlosen Weiten des Unter- und Unbewussten vor. Insbesondere die nahtlose Verkettung der einzelnen Songs, bei der auch mal ein paar Sekunden Stille dazwischen dazu führen, dass man sich bewusst macht, dass man ja im Moment Musik hört, zeichnet sich dafür verantwortlich. 

Angefangen mit den eher turbulenten ersten Tracks kriechen in der Folge immer mehr elektronische Teppiche und Sounds in die Songs, dazu kommt, dass die Vocals immer reduzierter werden. Am Ende von einer sehr kurzweiligen dreiviertel Stunde steht dann der Weckruf und die Frage nach dem soeben Erlebten. Die Antwort darauf ist dann ein etwas wirres: „Puuh weißnich, mussich… willich nochmal rein.“, gefolgt von einer sofortigen Betätigung der Play- Taste.

Bis es allerdings dazu kommt, benötigt das Album doch seinen kleinen Anlauf. Nicht, weil es sperrige Musik wäre, viel eher weil so viel beiläufig passiert, dass ich als Hörer regelmäßig wegdrifte. Allerdings nicht aus Langeweile, sondern deshalb, weil es WHARFLURCH gelingt, wesentlich besser noch als auf dem ersten Album, mich trance-artig mitzunehmen. Hier wird ein Album als ganzheitliches Erlebnis begriffen und nicht als bloße Aneinanderreihung von Songs. Mycodeath and Rebirth in the Outer Clusters ist also eine äußerst runde Nummer für Menschen, die sich auch mal ein Album lang durch den Kosmos treiben lassen wollen. Präsentiert wird die Nummer im angemessen modernen Soundgewand, komplett ohne, dass es irgendwo glattgebügelt wirkt. Lediglich der Gesang ist im Growling eine Spur zu hallig.

Wer auf Blood Incantations Absolute Elsewhere steht, Voidceremony mit etwas mehr Chill wünscht oder sich fragt wie Timeghoul auf (anderen?) Pilzen klingen würden, der muss hier unbedingt mal einsteigen.

Anspieltipps:
👑 Forgotten Temple
💀 Headless God


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Death Toll Horror 
02. Forgotten Temple 
03. Non Zero Expanse 
04. Headless God 
05. Dimensional Parasite 
06. The Leaving Orbs 
07. Revelations ov the Spore Lords 
08. Mycodeath and Rebirth / Awakening the Emissary


PHILLIP


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