TIL THE END – Til The End (2026)
(10.449) Clemens (3,5/10) Melodic Death Metal
Label: Lifeforce Records
VÖ: 11.09.2026
Stil: Death Metal
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TIL THE END, 2023 gegründet, Mitglieder aus den Staaten, Finnland und Griechenland, eine Genrebezeichnung aus Gothic und Death Metal, was kommt da nur auf mich zu? Eigentlich genau das, was der Einleitungssatz hergibt, ein wirres metallisches Durcheinander-querfeldein, welches ich lieber nicht angefasst hätte.
Zuallererst gleich das große Manko der selbstbetitelten Platte, die Soundqualität! Diese möchte modern präzise sein, es fehlt ihr aber komplett an Klarheit und vor Allem Druck und Kraft, ich würde an dieser Stelle gleich die These in den Raum stellen, dass alles Folgende nicht so schlimm klingen und rüberkommen würde, wenn wir hier eine heftige Produktion wie zum Beispiel SLIPKNOT und Co. hätten. Ich kann mit denen auch nichts anfangen, aber glaube, dass der Metalmix von TIL THE END gut in deren Soundgewand passen würde.
Da dieses nämlich fehlt, wirken so viele Sachen deplatziert und kommen einfach schräg rüber. Ob es nun die gedoppelten Vocals sind, welche ein Duett von tiefen Growls und thrashigen Screams darstellen, oder die teilweise düster eingesprochen Passagen, oder gar die verzierenden, leicht klar gesungenen Passagen. Es könnte irgendwie gut zusammenpassen, funktioniert aber meiner Meinung nach nicht so wie auf der Platte präsentiert („These Little Voices“).
Und dabei hat der Mix schon was, erinnert mich nach ein paar Durchläufen aber sowas von an die eine Schülerband, die damals immer als „Headliner“ auf den Konzerten gespielt hat, da die Jungs schon was drauf hatten, aber sich nie wirklich einig waren, in welche Richtung genau die Band und ihre Musik gehen soll. Das hat zwar dennoch gezündet, da es technisch okay war und hier und da wirklich gute Ideen mit sich brachte, aber die Truppe existiert nicht mehr und deren Name fällt mir auch nicht mehr ein, nur eben dieses Gefühl.
Und genau das triggert „Til The End“ in mir und ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. So sehr es einem gefallen mag oder zumindest könnte, desto öfter eckt man aber auch an so vielen Stellen an und denkt sich nur „Warum?“. Weshalb ich hier zur, am Anfang aufgestellten, These zurückkommen möchte, die Soundqualität reißt hier einfach alles ein. Die Riffs sind teilweise nämlich echt cool und eingängig („Im Falling Apart“). Allgemein die Ideen und Songstrukturen, es ist schon, wenn auch leicht wirr, abwechslungsreich und interessant geschrieben, krepiert aber einfach sofort, sofern es aus den Boxen ertönt.
Sehr sehr schade, aber in meinen Augen, oder viel mehr Ohren ein richtiger und an dieser Stelle auch leider ein trauriger Rohrkrepierer, dessen Titel und Ideen das nicht verdient haben. Ich bleibe dabei und halte daran fest, dass die „Jungs“ was können, eventuell ist es auch von der Band alles genau so gewollt und kommt bei mir einfach nur falsch an, die Möglichkeit besteht am Ende natürlich auch, aber entscheidet dabei natürlich gerne selbst!
Bewertung: 3,5 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. From The Beginning (Genesis)
02. Lava
03. Dismal Paradise
04. These Little Voices
05. Im Falling Apart
06. Awakening
07. Hybrid Fragments
08. Cemetery Trees
09. Higher And Beyond
10. Until The End

