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LACRIMAS PROFUNDRE– Let Me Down O Silent Fear (2026)

(10.454) Jano (10/10) Gothic Rock


Label: Steamhammer
VÖ: 25.09.2026
Stil: Gothic Rock






Es gibt Bands, bei denen wartet man einfach auf ein neues Album und LACRIMAS PROFUNDERE gehören für mich definitiv dazu. Die Band kenne und feiere ich schon länger und 2023 durfte ich sogar beim Metal Frenzy mit ihnen zusammenspielen. Dementsprechend war ich ziemlich gespannt, was nach dem bereits starken 2022er Album „How To Shroud Yourself With No Light“ nun kommen würde. 

Und was soll ich sagen? „Let Me Down O Silent Fear“ hat mich dann doch noch einmal deutlich mehr abgeholt. 

Schon die erste Single „Nevermore“ hatte bei mir direkt gezündet. Der Song hat eine ordentliche Härte und gerade beim Gesang musste ich nicht nur einmal an SLIPKNOT denken. Und genau diese Vibes ziehen sich tatsächlich durch das komplette Album. Dabei meine ich jetzt nicht, dass LACRIMAS PROFUNDERE plötzlich versuchen, SLIPKNOT zu kopieren. Vielmehr finden sich immer wieder diese düsteren, aggressiveren Momente, gerade im Gesang, die mich teilweise an die etwas ruhigeren und melodischeren SLIPKNOT-Songs erinnern.

Überhaupt ist das Album erstaunlich hart geworden. Damit hatte ich in dieser Form ehrlich gesagt absolut nicht gerechnet. Gleichzeitig verlieren LACRIMAS PROFUNDERE aber zu keiner Zeit ihre eigenen Wurzeln. Die Gothic-Einflüsse sind weiterhin deutlich vorhanden und werden hier verdammt gut mit modernen Metal-Elementen und teilweise sogar Melodic-Death-Metal-Anleihen kombiniert. 

Und genau diese Mischung funktioniert für mich richtig gut. 

Ein großer Pluspunkt ist dabei definitiv Sänger Julian. Was der Kerl auf diesem Album abliefert, ist schon eine Ansage. Gerade die aggressiveren Passagen zeigen noch einmal deutlich mehr, was in seiner Stimme steckt. Aber auch die ruhigeren Momente funktionieren hervorragend und sorgen dafür, dass die Platte nicht einfach nur stumpf nach vorne ballert. 

„Nevermore“ ist für mich natürlich eines der Highlights. Dazu gesellen sich „Faceless“, „Veil XV“ und der Titeltrack „O Silent Fear“, die bei mir ebenfalls besonders hängen geblieben sind. Gerade „O Silent Fear“ bringt für mich vieles zusammen, was das Album ausmacht: düstere Atmosphäre, Melodie, Härte und diese moderne Note, die sich durch die komplette Scheibe zieht. 

Was mir außerdem richtig gut gefällt, ist das Songwriting. „Let Me Down O Silent Fear“ wirkt zu keiner Zeit wie ein Album, auf dem einfach nur ein Song nach dem anderen runtergespielt wird. Die Songs unterscheiden sich voneinander, trotzdem passt alles zusammen und ergibt am Ende ein ziemlich rundes Gesamtbild. 

Auch die Produktion kann sich absolut hören lassen. Alles klingt druckvoll und modern, ohne dass dabei die Atmosphäre der Band verloren geht. Gerade bei einem Album, das so viele unterschiedliche Einflüsse miteinander verbindet, ist das keine Selbstverständlichkeit. 

Gothic Metal, moderner Metal, Melodic Death Metal und dazu immer wieder diese verdammten SLIPKNOT-Vibes – eigentlich eine ziemlich wilde Mischung. Bei LACRIMAS PROFUNDERE funktioniert sie aber erstaunlich gut. 

Für mich ist „Let Me Down O Silent Fear“ damit nicht einfach nur der nächste Schritt nach dem bereits starken Vorgänger. Das Album legt für mich sogar noch einmal eine ordentliche Schippe drauf. Härter, abwechslungsreicher und gleichzeitig melodisch und atmosphärisch genug, um klar als LACRIMAS PROFUNDERE erkennbar zu bleiben. 

Ich bin jedenfalls ziemlich begeistert von der Scheibe. Wenn das Album erst einmal läuft, möchte man eigentlich gar nicht mehr aufhören. Für mich schon jetzt eines der Alben, die 2026 definitiv öfter im Player landen werden. 

Anspieltipps:
🐦 Nevermore
💀 Faceless 


Bewertung: 10 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Days Of Doom 
02. Nevermore 
03. Heart I Will Break You Before You Break Me 
04. O Silent Fear 
05. Agony ( In Dread And Dust) 
06. Faceless 
07. Arcane Promises 
08. A Sinful Desire 
09. Veil XV 
10. At The End Of A Dream Lies The Hope You Once Killed 



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