SPIDERS – Crystal Eyes (2026)
(10.458) Maik (7,8/10) Hard Rock
Label: Wild Kingdom
VÖ: 25.09.2026
Stil: Hard Rock
SPIDERS ist eine Band aus Göteborg in Schweden und sie spielen keinen Death Metal. Ich würde sogar sagen, dass es sich nicht mal wirklich um Metal handelt. Eher steht die Combo für eine Mixtur aus Hard Rock und Garagenpunk. Auch wenn der flotte Opener „Creature Of The Night“ teilweise ein paar frühe MOTÖRHEAD- Vibes aufweist.
Aber ich bin schon etwas weit vorgeprescht, denn eigentlich sollte zunächst das Album genannt werden. Dies nennt sich „Crystal Eyes“ und könnte für Verwirrung bei der Netzsuche sorgen, gibt es doch auch eine Band namens CRYSTAL EYES, und auch der Bandname SPIDERS ist sicher auch nicht ohne Doppelgänger unterwegs.
Aber genug dazu, kommen wir zur Musik auf dem bereits fünften Studioalbum der Schweden. Beim Anhören hatte ich teilweise auch Assoziationen zu SUZI QUATRO, vor allem, weil die Sängerin Ann-Sophie Hoyles, die ab und an die Rockikone erinnert. Leichte Anklänge an ROXETTE kommen im zweiten Song „Flying To High“ zum Vorschein, während der Song doch leicht in den Southern Rock tendiert. Alles mit einer leicht punkigen Note im Riffing.
Etwas frühes AC/DC- Riffing wieder mit QUATRO- Vibes kann man auch in „Quit You“ erkennen, auch „Do You Think About Me“ ist ein schön treibender Hardrocker. „(Doomed To A) Life Of Misery“ fällt nun etwas ab, entpuppt sich als Schmalzballade, die im Duett vorgetragen wird und bei dem gerade der männliche Gesang doch arg schräg und nervig wirkt. Ein sicherer Anwärter für die Skip-Taste, was ich als Rezensent natürlich nicht machen darf, dem Hörer aber stets erlaubt sein sollte.
Nun ist es Zeit, sich den Zuckerguss wieder aus den Gehörgängen zu schaben, wobei der nun folgende Rocker „Heart Of Stone“ gut geeignet ist. Schöne Mischung aus Seventies Hard Rock, Garagenrock und Southern Rock, mit einer leicht an AC/DC erinnernden Riffgitarre.
Das Titelstück geht dann wieder in die Richtung ROXETTE, zeigt sich als entspannende Soft Rock Nummer, die auch normal im Radio laufen könnte. Leicht verträumt und gefällig. „Playing With Fire“ kommt wieder etwas rockiger daher, wieder stark in den siebziger Schwerfelsenroots gelagert.
Dafür bietet der Song „Loser“ wieder mehr eine Mischung aus Country und Southern Rock, sher gefällig und vielleicht etwas austauschbar, wenn nicht sogar belanglos. SPIDERS beenden das Album mit einer weiteren Ballade namens „A Little Too Late“, die teilweise leichte Folk- Anleihen aufweist, aber auch eher in die Country-Ecke geht, woran auch die leicht im Hintergrund agierende Slide Guitar Schuld hat.
Wer sich für eine Mischung aus SUZI QUATRO und ROXETTE oder vielleicht für die Australier von THE NEPTUNE POWER FEDERATION interessiert, kann hier gern mal reinhören. Ist vielleicht auch die perfekte Mucke, wenn man mal Gäste beherbergt, die nicht auf Metal stehen, man aber keine Lust auf Schlager oder Pop hat. Mit „Crystal Eyes“ bieten SPIDERS zeitlose Rockmusik, die keinem wehtut, aber auch nicht permanent im Schmalztopf herumrudert.
Anspieltipps:
🦇 Creature Of The Night
🍷 Quit You
Bewertung: 7,8 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Creature Of The Night
02. Flying Too High
03. Quit You
04. Do You Think About Me
05. (Doomed To A) Life Of Misery
06. Heart Of Stone
07. Crystal Eyes
08. Playing With Fire
09. Loser
10. A Little Too Late

