FLAME – Ignis Draconis Daemonicus (2026)
(10.457) Maik (8,1/10) Blackened Death Metal
Label: Primitive Reaction
VÖ: 25.09.2026
Stil: Blackened Death Metal
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Wenn eine Band den simplen Namen FLAME trägt, legt das nahe, dass sie schon eine ganze Weile unterwegs ist. Und damit liegt man richtig, denn die Band gibt es schon seit 1998, wenngleich wohl mit längeren Pausen. Deshalb stehen wohl auch nur drei Langspielplatten zu Buche, und vom Vorgänger bis zum aktuellen Album hat die Band ganze 15 Jahre verstreichen lassen.
Zu Gründerzeiten der Formation war allerdings noch nicht jeder naheliegende Begriff für Metalbands schon vergeben, und man sollte hier auch weder an IN FLAMES oder die Griechen von FLAMES denken, denn die Finnen, um die es hier geht, drehen an einem ganz anderen Bratspieß.
Und der wird mit dem Feuer des dämonischen Drachen beheizt, denn das ist der übersetzte Titel des aktuellen Albums „Ignis Draconis Daemonicus“. Und selbiges Schuppentier leitet dann auch mit infernalischem Gebrüll den Opener ein, mit dem uns FLAME in die „Kaosphere“ entführen.
nd das wird keine gemütliche Kreuzfahrt, sondern ein rasender Ritt im Speedboot durch tückische Stromschnellen. Das Riff sägt ordentliche Rillen ins Gebirge, brachial wie sonst was. Eine etwas aggressivere Variante von DESTRÖYER 666, versehen mit ein paar unverkennbaren BLASPHEMY- Vibes und einer Spur von Mike Brownings INCUBUS und im Gitarrensolo frühe MORBID ANGEL im Demo-Status. Wenn das kein leckeres Gemisch ist!
Und wenn man sich nun auf einen Höllenritt im Dauerfeuermodus wähnt, schmeißen FLAME nun eine Bremse rein, und kontern mit einem wuchtigen Midtempomonsterriff, welches kurz darauf auch Fahrt aufnimmt, allerdings nicht zur Raserei. Für mich mischen sich hier DESTRÖYER 666 mit ACHERON, letzteres größtenteils durch die Vocals. Hier kommen dann auch sogar Melodien vor, die allerdings keine Gemütlichkeit ausstrahlen, sondern tiefböse durch die Venen jagen.
Auch sonst walzen sich FLAME durch die finsteren Areale des Black und Death Metals, teilweise mit leichten Thrash- Anklängen, aber insgesamt immer schwarztriefend und höllisch. „Black Flame‘s Divination“ bringt dann noch eine doomige Note ins Spiel, und das Zwischenstück „Rising Crimson Desert Storm“ hat eine ähnliche Ausstrahlung wie BLASPHEMYs „Ross Bay“-Intros. Das akustikgitarrenbasierte Instrumentalstück „The Void“ hat stellt dann eine weitere Ruhepause dar, bevor FLAME mit dem Titelstück den Sack zumachen.
Und das hat es noch mal gewaltig in sich. Hier wird noch mal alles aufgeboten, von stampfendem Death Metal, fiesem Back Metal und doomiger Wucht. Hier kommt auch eine leicht epische Note auf, was den Song zu einem erhabenen Finale macht. Gerade in der zweiten Hälfte wird das regelrecht hymnisch, inklusive Hohoho- Gesängen, die hier aber gar nicht peinlich wirken, sondern dem Fass noch das Ei aufs Gesäß drücken. Und zum Schluss dieses achteinhalb-Minuten-Monsters darf der olle Drache noch mal brüllen.
„Ignis Draconis Daemonicus“ ist ein gewaltiger Höllenritt, der wild durchs Dickicht brezelt, Asche und Ruinen zurücklässt und den Freunden satanischen Gebrülls wie glühendes Blei in die Adern sickern dürfte. Nicht wirklich neu, aber brachial. Der Soundtrack zur Apokalypse hat eine neue Zutat gewonnen.
Anspieltipp:
😱Kaosphere
🐲 Ignis Draconis Daemonicus
Bewertung: 8,1 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Kaosphere
02. Spellfire
03. Black Flames Divination
04. Mystical Voice Of My Demon Master
05. Rising Crimson Desert Storm
06. Sethanic Sorcery
07. Deification (The Serpent’s Promise)
08. Pure Damnation’s Ecstasy
09. The Void
10. Ignis Draconis Daemonicus

