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HANTERNOZ - A hed an noz, a noz, a noz

(10.439) Robse (10/10) Folk/ Black Metal


Label: Antiq Records
VÖ: 03.08.2026
Stil: Folk/ Black Metal






MITTERNACHT – so die Übersetzung des Namens der französischen Band HANTERNOZ, die sich den Folklore Black Metal fett auf die Fahnen geschrieben hat. Das Album beginnt mit dem fast zwölfminütigen Opener „Sur le Chemin des Fées“ – „Auf dem Weg der Feen“, packt den Hörer sofort fest im Nacken und lässt ihn nicht mehr los.

Anhand der Songtitel lässt sich schnell feststellen, dass man sich hier lyrisch mit Sagen und Geschichten der französischen und bretonischen Folklore auseinandersetzt, musikalisch jedoch klar dem melodischen Black Metal zugewandt ist. Eine wunderschöne Gitarrenmelodie läutet das Spektakel ein und beginnt sofort, das Ohr zu erfreuen. Ab jetzt gibt es Feen, Feuergeister, Dämonen und Waldwesen.

Erhaben und erzählerisch gibt sich Sänger und Bandgründer HYVER und thront mit seinem Organ über diesem großartigen Opener. Schon bei Song Nummer zwei, „La Lessive des Trépassés“, wird klar, wohin die Reise geht: Es wird episch und melodisch. Es ist auch gerade dieser Song, der mich beim ersten Hören sofort in seinen Bann gezogen hat – die Wiederholungstaste wurde mehrfach gedrückt. Zu schön ist dieser Pagan-artige Refrain mit der gut platzierten Frauenstimme und dieser großartigen Melodie. Perfekt!

Mit einer wilden Raserei beginnt Song Nummer drei und zeigt das bemerkenswerte Schreiorgan des Sängers. Wenn ich einen Vergleich ziehen müsste, fallen mir sofort die seit den Neunzigern aktiven, übermächtigen SETH ein, die hier sicher ein wenig Pate gestanden haben. Das soll allerdings nicht heißen, dass sich hier irgendwo bedient wurde, denn HANTERNOZ kreieren ihre ganz eigene Welt und verstehen es gekonnt, dich mit hineinzuziehen. Aus dem Nichts überfallen dich Männerchöre, gepaart mit Blastbeats, und entführen dich in die französische Sagenwelt. Und hier und da ist Gänsehaut garantiert.

Mit einem rockigen DARKTHRONE-Riff beginnt Song Nummer vier und wandert schon im nächsten Moment in ein folkloristisches VINTERSORG-Gewand, um dann zu einem epischen Black-Metal-Inferno zu mutieren.

Ich ziehe meinen Hut vor diesem mächtigen Album und hoffe, dass es die Beachtung bekommt, die es verdient hat. Wer auf schwarzmetallische Hymnen abfährt, ist bei HANTERNOZ mehr als gut aufgehoben und wird diese Reise genießen. So und nicht anders muss folkloristischer Black Metal klingen – geil!

„A Hed an Noz, a Noz, a Noz“ – die ganze Nacht, Nacht für Nacht.

Absolute Robse-Empfehlung.


Bewertung: 10 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Sur le chemin des fées
02. La lessive des trépassés
03. Le diable de Quimper - Corentin
04. La peste à Limoges
05. Pe Trouz War an Douar
06. Jean-du-Feu
07. Quand j'ai tué le roi de la forêt


ROBSE



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