Meine sehr verehrten Damen und Herren. Wir begrüßen Sie aufs herzlichste zu unserer aktuellen Ausgabe unserer CDs des Monats im Monat Mai und möchten sogleich Ihre Aufmerksamkeit auf unsere etwas erneuerte Grafik lenken.

Wie Sie vielleicht erkennen können, wird unsere CD des Monats, in diesem Fall die neue Sorcerer, zukünftig mit einem unübersehbaren Stempel versehen, damit von vornherein die Grenzen klar abgesteckt sind. Der monatliche Restmüll wurde bereits im Monat zuvor durch einen ebensolchen kenntlich gemacht, wie Sie ebenfalls in dieser Rubrik deutlich erkennen können. Als neue Rubrik bitten wir Sie, unserem Tip des Monats Beachtung zu schenken, die Jungs von Entorx freuen sich sicherlich sehr darüber. Vielen Dank.

Der sogenannte Wonnemonat hatte aber auch andere großartige Musik zu bieten, welche in Gänze hier den Rahmen sprengen würde. Es sei aber gesagt, dass sich mit Grave Digger, Destruction, Paradise Lost, Sinister, sowie mit Tyrant und Shok Paris absolute Veteranen der Szene diese Rubrik zu eigen gemacht haben und viele Nachwuchskünstler in ihre Schranken verwiesen. Dennoch konnte sich mit Mnemocide eine frische neue Band präsentieren, von der wir in Zukunft noch viele wunderschöne Melodien geboten werden bekommen, so viel ist sicher.

Für die ganz harten unter Ihnen bieten wir Ihnen in diesem Monat mit Tristwood, Naglfar, Sabiendas und Afsky ebenfalls vorzügliche Ware, ohne dabei Mountaineer, Havok und die herausragende Langspielplatte von In Extremo unter den Tisch fallen zu lassen.

Wie Sie sehen und vor allem hören können, meine sehr verehrten Damen und Herren, im Mai boten Ihnen die Herren und Damen Musiker einen abwechslungsreichen Strauß an bunten Melodien, die wir gerne an Sie, werte Leserschaft, weiterreichen und uns mit den salbungsvollen Worten bis nächsten Monat verabschieden: Das Leben ist bunt und granatenstark!

TOP 15 - MAI 2020


SORCERER – Lamenting of the innocent (2020) - 10 Punkte

Sorcerer ist mit „Lamenting of the innocent“ das ultimative Epic Doom Album gelungen. Ein die Zeiten überdauerndes Manifest der brillanten Musik, eine Scheibe, die noch in 20 Jahren Legendenstatus haben wird und an der man sich einfach nicht satthören kann. Für mich persönlich einer DER Anwärter auf den Thron 2020. Das ist Champions League Niveau und darüber hinaus. Unbedingte Kaufpflicht!

IN EXTREMO – Kompass zur Sonne (2020) - 10 Punkte

Ich haderte lange mit der Punktevergabe, denn bis zum heutigen Datum war das besagte „Mein rasend Herz“ das höchste der Gefühle und ich hätte Haus und Hof bei der Wette verloren, ob es In Extremo jemals schaffen würden, mich noch einmal so dermaßen abzuholen. „Kompass zur Sonne“ schafft es spielend, ist eindringlich, macht Spaß, regt zum nachdenken an und ist die Quintessenz des Schaffens einer Band, der in Deutschland kaum einer das Wasser reichen kann. Jetzt erst recht nicht mehr.

SABIENDAS – Repulsive transgression (2020) - 10 Punkte

Sabiendas haben mit „Repulsive transgression“ ihr persönliches „Altars of madness“ eingezimmert und lassen einige Genregrößen vor Neid und Ehrfurcht erblassen. Die alten Fans wird es freuen und ich glaube recht in der Annahme zu gehen, dass sich viele neue Freunde, und Unterstützer für diese großartige Band finden werden, die mit einer ebensolchen Begeisterung bei diesem Monster ihr Haupthaar in Schwingung versetzen werden. Ich erwarte einen sofortigen Bestellvorgang von Euch!

AFSKY – Ofte Jeg Drømmer Mig Død (2020) - 10 Punkte

Wenn man weiß, dass AFSKY eigentlich Ole’s Nebenprojekt neben seiner Hauptband SOLBRUD ist, finde ich es umso bemerkenswerter, was der Kerl mit „Ofte Jeg Drømmer Mig Død“ für ein tolles Album geschaffen hat. Etwas qualitativ Hochwertigeres solchen Kalibers wird man 2020 in diesem Bereich kaum finden.

DESTRUCTION – Born to thrash (Live in Germany) (2020) - 9,5 Punkte

Nun habe ich mit Gig-Mitschnitten zuweilen meine Probleme, denn meist können die Bands ihren auf Platte hervorragenden Sound nur bruchstückhaft wiedergeben und dementsprechend gelangweilt lassen mich viele Produktionen zurück. Im Falle des sich im gefühlt zweihundertsechsundsiebzigsten Frühling befindlichen und nunmehr auf Quartett-Stärke angewachsenen Badischen Thrash-Express verhält es sich komplett anders.

MOUNTAINEER – Bloodletting (2020) - 9,5 Punkte

Selbstredend ist es unmöglich, einen einzelnen Song hervorzuheben. Die Wirkung dieses Edelsteines von einem Album entfaltet sich an Besten und komplett in seiner Gänze. Äußerst bemerkenswert ist auch das schlichte, aber für mich wunderschöne Coverartwork.

TYRANT – Hereafter (2020) - 9,5 Punkte

No fillers, just killers! Was ist das nur für ein Jahr für die Altvorderen: Cirith Ungol, Cloven Hoof und nun auch Tyrant. Mein Herz hüpft im Takt von „Hereafter“, welches bereits jetzt in meiner Liste der Alben des Jahres 2020 einen Platz gefunden hat. Absolute Oberpflicht, aufdrehen, Haare schütteln, saufen, das ist ein Befehl!

SHOK PARIS – Full Metal Jacket (2020) - 9,5 Punkte

Dabei liegt uns hier eine ausgezeichnete Scheibe vor, die ich dafür auch reich mit verdienten Punkten belohne. Das Album ist durchweg ein richtig feines Stück klassischer Heavy Metal, der weder mit Rohheit des Hardrock und der Power und der Melodie des traditionellen US Metal geizt. „Full Metal Jacket“ knüpft dabei wunderbar an die 80er Werke von Shok Paris an, profitiert von der Möglickeit eines druckvolleren Sound der Gegenwart.

TRISTWOOD – Blackcrowned majesty (2020) - 9,5 Punkte

Ihr steht auf extremsten Metal, auf grenzenlose, musikalische Brutalität, auf horizonterweiternde Mucke? Dann müsst Ihr Euch Tristwood unbedingt ins Regal wuchten. Brutaler kann es im Jahre 2020 echt nicht mehr werden. Ein Keulenschlag zur rechten Zeit bringt dem Olaf Heiterkeit. Überragendes Album!

GRAVE DIGGER – Fields Of Blood (2020) - 9,2 Punkte

Die Reaper-Jungs haben wieder ein rundes, mitreißendes, episches Heavy Metal Album rausgehauen, welches kaum Wünsche offen lässt. Alles in allem ein gelungener Abschluss der Schottlandsaga. Doch ein Gedanke bleibt: ist es wirklich ein Abschluss? Oder packt es irgendwann wieder einmal den Clan um Chris McBoltendahl, dem Reaper ein weiteres Mal die Bagpipes umzuhängen.

MNEMOCIDE – Feeding the vultures (2020) - 9,1 Punkte

auch der Rest ist so herrlich brutal, dass die Jungs schon jetzt zu DEN Entdeckungen in diesem Jahr zählen. Ich glaube, da sollte man mal über einen Gig beim 2021er ZOFF nachdenken, denn mit Schweizer Newcomern hatten mir bislang nur gute Erfahrungen. Großartige Truppe, die man unbedingt unterstützen und im Augen behalten muss.

SINISTER – Deformation of the holy realm (2020) - 9,0 Punkte

Ja, Sinister anno 2020 haben sich ein wenig verändert, doch angepasst sind sie deswegen noch lange nicht. Im Gegenteil, denn besagte Neuerungen tragen sehr dazu bei, die Spannung hochzuhalten und Sinister einer Frischzellenkur zu unterziehen, die sie vielleicht nicht nötig gehabt hätten, ihnen aber mehr als gut zu Gesicht steht. Wie gewohnt haben die Niederländer abgeliefert und viele von uns in der Redaktion in blanke Verzückung versetzt.

HAVOK – V (2020) - 9,0 Punkte

Das ist amerikanischer first class Thrash, wie er sein sollte, muss und von mir immer wieder zu Gehör gebracht wird. Ganz starkes Album, welches fast komplett seinen Platz in meiner Playlist fand und schon mehrfach die Membranen meiner Anlage zum Schwingen brachte.

PARADISE LOST – Obsidian (2020) - 9,0 Punkte

Paradise Lost ist hier ein recht großer Wurf gelungen. Die Scheibe macht auch noch nach mehreren Durchläufen richtig Laune. Von daher….Kauftipp! Viel Spaß beim antesten.

NAGLFAR – Cerecloth (2020) - 8,9 Punkte

Alle neun Songs bilden eine undurchdringbare Wand und auch wenn mir die Produktion ein wenig zu drucklos entgegenrollte, so musste ich mir nach dem ersten Durchhören erstmal die Schmauchspuren aus dem Gesicht wischen. Das 7 von 9 Songs in meiner Playlist landeten sprich eine ebensolch eindeutige Sprache und somit bleibt mir nur zu sagen: Welcome back und ich hoffe, dass das noch lange nicht das Ende war.

TIP DES MONATS


ENTORX – Faceless insanity (2020)

Wer in seinem Intro herrliches Trump-Bashing betreibt, hat von der ersten Sekunde an meine vollste Aufmerksamkeit. Wenn danach dann noch fettes Riffing betrieben wird, gerät sogar meine Nackenmuskulatur in Schwingung und die Augenbrauen werden interessiert gen Norden gezogen.

RESTMÜLL DES MONATS


ANCIENT BURIAL – Beyond the Watchtowers (2020)

37 Minuten meines Lebens wurden 2-3 Mal mit purem Hass übersäht und meine Ohren dabei mit Fiepen, Quietschen, Kreischen und Co, nennen wir es einfach mal Krach, förmlich gequält. Raw Black Metal ist eine Sache für sich und neben dem so schon teilweise düsteren und minimalistischen Underground Black Metal spezieller denn je.


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