KAMIKAZE KINGS | ADDICTION | NAGRACH

06.10.2012 - Schwerin @ Dr.K

Die Kamikaze Kings riefen, wir kamen…und zwar am 06.10. und das mal nicht in Berlin, sondern in Mecklenburg Vorpommerns Landeshauptstadt, wo der Headbangers HRC zum Tanztee geladen hatte und die extravaganten Berliner zusammen mit den Blackies von Nagrach und den Lübecker Deathern von Addiction auf die Meute loslassen wollten. Leider konnten die angekündigten Hamburger vonOphis nicht, auf die ich mich im Vorfeld mächtig gefreut hatte, aber sei’s drum. Also Klamotten gepackt, Frontmann Elmo am Orwohaus eingeladen und ab in Richtung Schwerin, wo wir ohne relevante Zwischenfälle gegen 18 Uhr eintrudelten. Naja, einen kleinen Vorfall gab es doch. Gute Gastgeber wie meine Freundin Jette und ich sind, brieten wir einen ganzen Sack voller Buletten, die allerdings aufgrund Elmos veganer Einstellung bis heute überdauerten. Schade…ich kann jedenfalls keine Fleischpflanzerl mehr sehen, nachdem ich mich jetzt nun bereits den vierten tag davon ernähre…
In Ermangelung eines Merchers und der doch ziemlich umfangreichen Kollektion der Kings, die natürlich nicht spielen und gleichzeitig den geneigten Fan mit Devotionalien versorgen konnten, übernahmen Jette und ich den Stand und erzielten zum Abschluss des Tages einen ziemlich bemerkenswerten Umsatz, der durch Biergläser, Feuerzeuge, Poster und natürlich Shirts zustande kam. Hat jedenfalls tierisch Spaß gemacht. Die Band war zufrieden, wir hatten unser Amüsement, vor allem mit Hannelore dem Partypony und seinem etwas merkwürdig anmutenden Besitzer, der später am Abend im „Headbangers“, der Kneipe des HRC, dem Stoffviech permanent die Mähne striegelte und vorher dem Huftier sogar ein Shirt der Jungs kaufte und überstreifte. Strange!
Für mich persönlich überraschend füllte sich der Laden zusehends und während wir ein delikates, veganes Curry genossen (obwohl mir Fleisch immer noch lieber ist), machte sich die erste Band des Abends bereits, die Bühne zu entern, um den Leuten kräftig einzuheizen. Wobei…Band wäre vielleicht zu viel gesagt, denn die Lokalmatadore von Nagrach bestehen lediglich aus einem Gitarristen, der ebenfalls in Personalunion auch Sänger ist und einem Schlagzeuger.
Musikalisch gab es einen ziemlich brachialen und rasenden Black Metal, der komischerweise als Duo wunderbar funktionierte und sich wie ein apokalyptischer Hummelschwarm ins Gehirn brannte. Der Sound war ebenfalls fett und das partywütige Volk sog die gekeiften Volksweisen auf wie ein nasser Schwamm. Ok, kompositorisch sind die Jungs etwas limitiert, was allerdings in Hinblick auf das scheinbar gewollt Diabolische in keinster Weise ins Gewicht fiel und somit war der Abend ziemlich erfolgreich eingeleitet.
Dass aus Lübeck nicht nur Marzipan kommt, sondern auch eine ordentlich brachiale Todesblei Keule bewiesen uns danach Addiction, die zwar bislang lediglich ein Demo namens „Hate in my mind“ aufweisen können, dennoch auf der Bühne wie alte Hasen agierten. Die Mischung stimmte, die Publikumsreaktionen und der Sound sowieso. Der Junge am Mischpult jedenfalls verstand es formidabel, jedem an diesem Abend beteiligten Musiker einen guten Ton hinzuschustern. Großes Handgeklapper dafür. Addiction jedenfalls gefielen mir ausgesprochen gut und mit solchen Brettern wie beispielsweise „Way to the cemetary“ sollten einem Album und einer dadurch verbundenen, größeren Aufmerksamkeit eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Auch hier Daumen nach oben!
Nun sollten aber die Kamikaze Kings für richtig Stimmung sorgen, was nicht nur den großartigen Songs ihres Debüts „The law“, sondern auch der unwiderstehlichen Bühnenperformance von Elmo, Rais, Randy und Kev geschuldet ist. Vor und auf der Bühne ging nun die Post ab und die Zuschauer bejubelten jeden Song der Jungs frenetisch. Dadurch angestachelt bolzte sich der Vierer fulminant durch seinen gut neunzig minütigen Set und präsentierte neben den bekannten auch noch unveröffentlichte Songs, die auf eine ebenfalls famose zweite Scheibe hoffen lassen.
Aufgrund der Nähe zum Publikum war die Interaktion des prächtig aufgelegten Frontmanns mit den Supportern in den ersten Reihen gespickt von kleinen Anzüglichkeiten und einer schweißtreibenden Performance, die durch großen Applaus und gute Shirtverkäufe hinterher manifestiert wurde. Eines wurde hier mehr als überdeutlich: Schwerin liebt die Kamikaze Kings, was später in der Kneipe des HRC durch ein großes, eingerahmtes Bandfoto direkt unter dem Clublogo mehr als deutlich bestätigt wurde. Songs wie „Boneshaker boogie“, „Burn“, „Boys’n’men“ oder „Saturday night hero“ (wie passend) wurden textsicher mitgesungen und ausgiebig von den Fans zelebriert. Spiel, Satz und Sieg für die Haupstädter und mit Sicherheit eine ganze Menge neuer Freunde. Oft, sehr oft an diesem Abend konnte man folgenden Satz vernehmen: „Die werden mit Sicherheit noch mal ganz groß.“ Richtig, also rauf auf den Zug, mitfahren und eine unvergleichliche Band auf ihrem Weg nach oben begleiten. Danke noch mal ausdrücklich an Thor für die Bereitstellung der Fotos!!!

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