POSTMORTEM

28.09.2012 - Berlin @ Daily Hero Studio

Tja, doof, wenn es in Berlin mehrere Köpenicker Straßen gibt und man am Zielort angelangt feststellen muss, dass zwar ein großes Areal vorhanden, aber nirgendwo ein Studio zu finden ist. Nur gut, dass Postmortem Gitarrist Marcus Marth auf einmal erschien und mich und einen weiteren Kollegen der schreibenden Zunft in die heiligen Hallen des Daily Hero Studios brachte, in dem bereits mit Frontmann Putz, Drummer Max und Basser Tilo zusammen mit Toningenieur Marc Wüstenhagen auf die Meute wartete, um dieser ihr neues Album „Bloodground messiah“ vorzuspielen, welches am 16.November herauskommen soll und, dass darf ich bereits jetzt schon verraten, die deutsche Todesblei Szene ziemlich aufmischen wird. Bei leckeren Schnittchen, kaltem Bier, den typischen Brutz & Brakel Shots und allerlei nettem Smalltalk war es dann soweit und im Tonstudio drückte Herr Wüstenhagen den Knopf, um erstmals das neue Album den Außenstehenden zu Gehör zu bringen.
01. Under attack Nach einem kurzen, fremdsprachigen Intro, bei dem ich mal grob auf Russisch tippe, kracht der Opener brachial aus den Boxen und führt die Behauptung der Band im Vorfeld ad absurdum, bei der sie mehrfach betonten, dass es sich lediglich um den fertigen Mix, nicht aber um die gemasterte Version handelt. Hallo? Das Teil ist dermaßen saufett, dass es mich fast aus dem Stuhl wuchtete. Die Produktion ist glasklar, differenziert und was Max gleich beim Opener für ein Doublebass Teppich auslegt, ist brachial. Eine tolle Bridge im Mittelteil verpasst dem Song einen riesigen Widererkennungswert. Hammer!
02. Down for the count Ohne jegliche Verschnaufpause wuchtet sich dann auch der zweite Song aus den Boxen, wobei ebenfalls die doppelte Bassmaschine zum Vorschein kommt und einen mächtigen Bumms verbeitet. Marcus‘ Riffs sind messerscharf und teilweise kann man auch wohltuend eine Menge oldschooliger Thrash Elemente heraushören. Satt! 03. Santa muerte DER Monsterhit auf „Bloodground messiah“, soviel steht jetzt schon einmal fest. Ein irrer Moshpart am Anfang, nicht ganz so schnell wie die beiden vorangegangenen, dafür aber umso wuchtiger und fetter. Ein grandioser Headbanger, beim dem Putz‘ Stimme mit leichtem Hall unterlegt mächtig zündet. Auch was die Flexibilität in seinem Gesang angelangt, so hat der sympathische Brüllwürfel eine riesige Schippe draufgelegt und variiert viel mit seinem Organ. Das etwas atmosphärische Ende mit einem tollen Basslauf von Tilo untermauert meine Vermutung, dass „Santa muerte“ zu einem absoluten Livehit der Band werden wird. 04. Machinegun preacher Für mich persönlich bis dahin der schwächste Song, was allerdings bei dem unglaublich überragenden Wert des bislang Gehörten Jammern auf allerhöchsten Niveau ist. Ein bisschen olle Sodom hab ich rausgehört. Was allerdings auch hier mächtig reinhaut ist der Refrain, der wie in allen Songs sofort zum mitgröhlen animiert. Hervorragend.
05. Calling the undead Tolles Lead gleich zu Beginn, doch danach wird mächtig getrümmert. Auch hier verrichtet Max Schwerstarbeit an den Drums. Drückend ohne Ende und im Mittelteil eine schöne Glocke reingemischt wie zu guten, alten Undertaker Zeiten im Wrestling. Saftig! 06. Black flame Komischerweise schoss mir bei diesem Song sofort Motörhead in den Kopf, ich kann allerdings nicht unbedingt genau sagen, warum. Hier kommt die mächtige organische Produktion noch einmal richtig voll zur Geltung und treibt den Song voran. Allerdings ist „Black flame“ etwas verschachtelter als der Rest der Songs, was dennoch keinerlei Auswirkung auf den mehr als positiven Gesamteindruck hat. 07. White raven black sun Der etwas langsamere Song des Albums, doch gerade wenn Postmortemdas Tempo etwas drosseln, klingen sie noch brachialer. Im Mittelpart dann ein feiner und treibender Moshpart. Klasse! 08. Falling from hell Hier variiert Putz ganz besonders mit seiner Stimme, was Vielen vielleicht sauer aufstoßen wird, mich allerdings vollends begeisterte. Interessant, abwechslungsreich…Moment mal…Postmortem und der Begriff „Abwechslungsreichtum“ in einem Satz? Jawoll liebe Gemeinde, die Jungs haben sich mächtig ins Zeug gelegt und viel Facettenreichtum in das Album eingebaut. Richtig cool ist allerdings, dass der Refrain ein klein wenig nach „Martyr“ von Fear Factory klingt, was keineswegs schlimm ist, da ich diesen Song bis heute abgöttisch liebe.
09. Drowned in black Midtempo Beginn und danach schleppend und sauheavy. Ein absolutes Highlight und wo andere Bands zum Ende hin etwas abbauen, hauen die Berliner nochmal ein mächtiges Pfund Hack raus. Diesen Song kann ich mir zukünftig sehr gut als Rausschmeißer bei den Konzerten vorstellen. 10. Can’t wait to eliminate Quasi die Zusammenfassung des gesamten Albums, ein zünftiges Death Metal Brett, bei dem keinerlei Gefangene gemacht werden. Brutales Riffing, eine tighte Rhytmussektion und ein mächtig angepisst klingender Putz hauen auf den Selbigen. Alles, was das Death Metal Herz begehrt. Freunde der Nacht, da bahnt sich tatsächlich Sensationelles an, denn „Bloodground messiah“ ist ein solch fetter Brocken geworden, dass es mir beim Hören die Flöhe aus dem Pelz brannte. Auf dieses Album könnenPostmortem mehr als stolz sein und obwohl die Band während des Abspielend mit teils grimmiger, teils etwas ängstlicher Miene dastand, brauchen sie sich keine Gedanken zu machen, denn mit diesem Scheibchen werden die Charts von hinten aufgerollt. Ich frage mich bloß, wie die gemasterte Version klingen wird? „Mit janz viel Eier…und noch mehr Eier“ versicherte mir Max. Ick bin jespannt wie’n Flitzebogen!

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