Was ein Geburtstagsgeschenk für meinen Bruder sein sollte, ihr kennt ihn als Luke aus der Zephyr‘s Odem Redaktion, entwickelte sich zu einer Art Roadtrip mit nem voll besetzten Astra. Fünf Verrückte auf dem Weg in den Ruhrpott und endlich wird die gute Kutte auch mal wieder ausgeführt.

Arbeitsbedingt verzögerte sich die Abreise auf ca 13 Uhr und Dank der obligatorischen Blechlawinen an einem Freitagabend auf Deutschlands Autobahnen begann unser Metal Meeting leider nicht Punkt 17:30. Da allerdings mit UNEARTH, KATAKLYSM, ENSIFERUM und ICED EARTH die Headbangers Ball Tour zu Gast sind war entsprechende Eile geboten. Die Headbangers Ball Tour hat auch bereits Unser Chefredakteur Ende April angepriesen und das aus gutem Grund. Eine sehr namenhafte Zusammenstellung.

Unser Metalmeeting begann also leider nicht mit IZEGRIM und NAILED TO OBSURITY, ich bin untröstlich. So erreichten wir die Turbinenhalle dann zu UNEARTH. Hier hab ich schon mit ner vollen Hütte gerechnet und sollte auch recht behalten. Mit den Jungs ist ja grundsätzlich immer sofort Alarm auf und vor der Bühne. Auch wenn mir der Stil von UNEARTH etwas zu viel Core ist, so macht es echt Spaß die Truppe beim Zerstören der Bühne zu beobachten.

Jeder hat doch diese eine Band, die man schon immer mal sehen wollte aber irgendwie ständig verpasst… Mit KATAKLYSM hat‘s bei mir auch nur 6 Anläufe gebraucht, aber nun war es soweit. Ganz solider Auftritt, hat Spaß gemacht. Allerdings wollte die Energie nicht so wirklich auf das Publikum übergreifen. Weiter vorne sind die einen oder anderen Köpfe hin und her gesprungen, um uns herum jedoch wurde derweilen Beton angerührt. Wobei ich sagen muss, dass mir erst jetzt eines so richtig bewusst wurde: der Sound war ein einziges Gepolter, Lautstärke auf Anschlag und nicht wirklich sauber. Nicht sehr angenehm auf die Dauer. Das sollte sich leider auch bis in Tag zwei hineinziehen.

Nun waren ENSIFERUM an der Reihe. Wobei die Pause zwischen den Bands nicht gereicht hat für Bierchen, Zigarettchen und Klo-Gang. Auf dem Rückweg war das Intro schon durch und „From Afar“ scheppert durch die Halle. Endlich mal wieder ENSIFERUM wie ich sie kenne, nachdem ich dieses Jahr auf dem PSOA doch recht enttäuscht war. Es kam auch endlich wieder Bewegung auf und bei Luke und mir lies sich ein breites Grinsen nicht verbergen. Wir mögen die Truppe einfach. Spätestens bei „Twilight Tavern“ stand dann aber so gar niemand mehr still, außer vielleicht auf den Rängen, seitlich und am hinterem Ende der Halle, der Statik zur Liebe.

Den Abschluss des Abends gab es dann mit ICED EARTH, somit war die Headbangers Ball Tour dann komplett. Auch hier wurde es soundtechnisch leider nicht besser. Im Gegenteil, teilweise setzte der Gesang auch wortweise aus. Das blieb in meinem Umfeld auch nicht unbemerkt. Dennoch, tolle Stimmung vor der Bühne und viele glückliche Gesichter. Dies lag auch bestimmt nicht zu letzt an „Watching over me“ zum Ende ihres Auftritts. Zwischen den Gigs habe ich mich natürlich auch vor Ort umgesehen.

Drei Bons kam ein kleines Bier, das sind umgerechnet Drei ganze Euro, hier hat man vorher sein Geld in kleine blaue Scheine getauscht was, wie ich finde, eine sehr gute Lösung ist. So gibst du einmal Geld aus, wechselst es in die gültige “Währung“ und behältst einen besseren Überblick über die Ausgaben. Ausnahmen bestätigen die Regel . Preislich war alles schon mal sehr besucherfreundlich. Auch die Anzahl an Theken und Essständen waren für den Freitag mehr als ausreichend.

In einer gesonderten Halle, die durch einen Bereich mit 100en Schließfächern (beispielhafter Service!!!) erreichbar war, konnte man sich dann auch mit neuen Shirts, Patches und der Gleichen eindecken. Die Auswahl dahingehend war doch sehr riesig, auch wenn man teilweise zweimal prüfen musste welche Qualität bei den Patches vorliegt. In der gleichen Halle wurden Bierbänke in großer Zahl platziert. Damit kam auch das gute Sitzfleisch nicht zu kurz. Weiteres Highlight: Pinball Automaten! Aber so richtig oldschool, da war das Interesse gleich mal geweckt. Hier wurde für den guten Zweck geflippert, doch für große Rekorde bin ich definitiv nicht geschaffen. Damit endet Tag Eins.

TAG 2

Am Samstag beginnt die Veranstaltung dann schon um 14:30 mit HOPELEZZ auf der Flöz Stage. Die Jungs waren quasi der „Geheimtipp“ von einem aus unserer Gruppe und er sollte Recht behalten. Bereits jetzt waren schon ordentlich Leute vor Ort und zum Frühshoppen haben HOPELEZZ genau den richtigen Takt gespielt um den Motor zu starten.

Doch ein frühes Highlight des Tages sollte TEUTONIC SLAUGHTER werden. Noch nie von den Jungs vorher gehört aber die Einflüsse von KREATOR und SODOM sind deutlich zu hören und daraus entsteht eine richtig gute Grundlage. Hat richtig Spaß gemacht, unsere Truppe war völlig von den Socken. Da wurde sich gleich mal mit neuem Merch eingedeckt und Sänger Philip nach dem Gig ein Ohr abgekaut. Wahnsinnig sympathische Jungs und sehr nah bei den Fans. Großartig!

Ich habe es kurz erwähnt, für den heutigen Tag gab es eine zweite Bühne (Flöz Stage) auf der später auch DARKNESS und RAGE VS. REFUGE spielten. Der Sound war allerdings auch hier wieder extrem… naja unsauber und laut. Ich mag es laut aber das klang als hätte man den Regler auf Anschlag gedreht und dann noch wieder viel weiter. Erneut nicht ganz angenehm auf die Dauer.

Auch bei der Ruhrpott Stage (Hauptbühne) gab es eine doch größere Änderung. Hier wurde ein Raumteiler entfernt, anscheinend rechnete man mit einer deutlich größeren Zahl an Fans als am Vortag, was im Hinblick auf SAXON und BLIND GUARDIAN, zu späterer Stunde, durchaus verständlich ist. Aber auch, trotz der neuen Räumlichkeiten, waren auch heute alle Einrichtungen für das leibliche Wohl bequem erreichbar. Ausgezeichnete Aufteilung der Halle(n).

Nach einer kurzen Verschnaufpause für unsere Reisegruppe und einem Shoppingausraster („endlich“ wieder neue Shirts^^) hämmerten LEGION OF THE DAMNED mit voller Kraft los und vor der Bühne war wieder einmal richtig Bewegung. Das „Gepolter“ durch die Akustik ging hier völlig unter, das war auch ganz gut so. Ein gelungener Auftritt. Der Nacken wird es danken. Da zeitgleich allerdings auch RAGE spielten gab es für mich von beiden nur 50%, aber die hatten es in sich. Mit nem entspannten Bierchen ging dann auch der letzte Gig auf der Flöz Stage zu Ende.

Na dann, jetzt aber her mit den Klassikern! SAXON brachten die Fans in der Haupthalle dann noch richtig zum kochen. Der Saal ist zum bersten gefüllt, auch auf den Rängen ist keine Lücke ersichtlich. Ich habe mich dann doch eher im hinteren Bereich aufgehalten und soundtechnisch gab’s für mich, siehe da, dieses Mal nichts zu bemängeln. Ein Höhepunkt war in meinen Augen/Ohren „Ace of Spades“ – ein Tribut für Lemmy (auch wenn ich hier den einen oder anderen bemerkt habe, der mit den Augen rollte, ich ahne nur dunkel warum – ich finde es noch immer eine super Geste!) Jetzt aber nahte mein absolutes Highlight. Der Grund, warum diese Reise eigentlich erst zustande kam.

BLIND GUARDIAN
betreten die Bühne und nun mussten Plätze weiter vorne her (was kein Problem war, bei keinem Konzert hatte ich hier den Eindruck es würde richtig eng). Luke und ich waren kurz vorher auch schon sichtlich nervös, ist man doch wenige Minuten davor ganz knapp an seinen Idolen vorbei gelaufen. Einmal hatte ich sie bereits sehen können und auch dieses Mal war es für mich wieder ein Erlebnis. Als dann noch während des Auftritts verkündet wurde das ganze Imaginations – Album zu spielen war ich dem Wahnsinn nahe. Auch die Klassiker waren selbstverständlich dabei. Sei es „Nigthfall“, „Valhalla“ oder natürlich „The Bard’s Song“. Als krönende Zugabe gab es dann noch „Majesty“ auf die Ohren, welch ein Abend! Begeistert, fertig, überglücklich! Die Jungs kann und werde ich mir, nach Möglichkeit, immer wieder angucken und empfehle es jedem der noch nie in den Genuss kam.

Die Reise hat sich gelohnt, in allen Belangen. Die Location ist wirklich beeindruckend und sehr effektiv genutzt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, wobei es qualitativ beim Essen Unterschiede gab, was sich deutlich auf die Wartezeit an dem vermeintlich besseren Stand auswirkte. Dies zeichnete sich für mich hauptsächlich darin ab, dass Schweine- und Hähnchenschnitzel verkauft wurden (ich liebe Schnitzel), allerdings kalt. Ok, als Teller mit Pommes und Co hab ich jetzt nicht gerechnet aber dennoch. Kalt? Schade. Wie bereits erwähnt ließ der Sound etwas zu wünschen übrig und wirkte teilweise sehr holprig und übersteuert. Das örtliche Personal begegnete uns ausnahmslos freundlich und hatte auch sichtlich Spaß an jeder einzelnen Aufgabe.

Auch ein Wort zur örtlichen Parkplatz Situation, alles problemlos gelaufen dank der Jungs, die in dieser Eiseskälte dort draußen standen um uns einzuweisen. Platz war mehr als genügend vorhanden. Zu den faszinierenden Konzerten kommt hinzu, dass ich während dieser Tage auch viele interessante Menschen treffen konnte. Auch einen guten Bekannten aus einem unserer Provinzstädtchen in direkter Nachbarschaft… Die Welt ist ein Dorf.

Sehr empfehlenswerte Veranstaltung und nicht unwahrscheinlich, dass ich nächstes Jahr wieder dort sein werde.

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