GRAND SLAM EUROPEAN TOUR 2018

PATHOLOGY | PYREXIA | KRAANIUM | EPICARDIECTOMY | SINAYA

16.11.2018 – Jena @ F-Haus


Nachdem das Konzert in Berlin, warum auch immer abgesagt wurde, war in Jena der einzige ostdeutsche Termin dieser Tour. Das Paket versprach Großes, auch weil PATHOLOGY und PYREXIA nicht alle Jahre in Europa unterwegs sind. Also gings mit Begleitung von Magdeburg aus nach Jena.

Leider verspäten wir uns wegen verzögertem Start und kniffeliger Parkplatzsituation etwas, wodurch wir nur den letzten Song der brasilianischen Opener SINAYA mitbekommen. Reine Frauenbands scheinen in Brasilien en vogue zu sein, zumindest fällt mir keine andere Nation ein, die bisher solche Bands hervorgebracht hat, die auch aktiv Europa betouren.

Wie dem auch sein, SINAYA finden im Publikum etwas Anklang, durchlaufen aber auch den Fluch der unbekannten ersten Band. Mit einem Mix aus Thrash und Oldschool Death wäre man in einem anderen Tourpaket vielleicht etwas besser aufgehoben gewesen andererseits kann es auch ganz nützlich sein, wenn man sich etwas mehr vom Rest abhebt.

Gegen 19 Uhr sind SINAYA mit ihrem Set durch und es wird schnell umgebaut, was an dem Tag generell recht schnell und reibungslos funktioniert. Als nächstes sind EPICARDIECTOMY an der Reihe. Kaum geht es los, ist der Pit eröffnet. Bei den geschätzt 150 bis 200 anwesenden Gästen ist im F-Haus genug Platz für so etwas. Im Gepäck haben die Tschechen mit "Compulsory Autophagous Lacerations" und “Prurience in Putrescence” zwei neue Songs ihrer bald erscheinenden Scheibe “Grotesque Monument of Paraperversive Transfixion”. Einige anwesende Deathcore-Kids rasten ordentlich aus, während der Großteil des Publikums in respektablem Abstand andächtig mit dem Kopf nickt. Ein bisschen vermisse ich legendäre Ansagen wie “zombie circle pit, show me show” die Ex-Sänger Tom früher noch vom Stapel gelassen hat, aber man kann eben nicht alles haben.

Jetzt ist es Zeit für KRAANIUM, die nach dem Tod von Martin Funderud einen neuen festen Sänger finden konnten und Jack Christensen macht als dieser eine verdammt gute Figur. KRAANIUM spielen neben Klassikern wie “Midget Fucker” und “Double Barrel Penetration” auch neue Songs wie “Blob of Inhuman Metamorphic Transfusion” und “Forced Rectal Exhumation” von der neuen Scheibe “Slamchosis”. Der Pit ist währenddessen größer geworden und die Stimmung ist nach einigen Hopfensoßen lockerer. Mats Funderud hat anfangs mit seinem Kabel zu kämpfen doch das Problem lässt sich sehr schnell beheben. Mitten im Konzert fällt mir ein, dass ich meinen aufblasbaren Hammer hätte mitnehmen sollen, um meinen Gefühlen mehr Ausdruck zu verleihen aber der Arm tuts auch. Nach dem Konzert nehme ich mir vor, stets einen im Auto neben meiner Warnweste bei mir zu führen.

Nach einer knappen halben Stunde sind KRAANIUM dann auch fertig und die Schrittziele bei einigen Gästen auch mehr als erfüllt. Nun kommen PYREXIA aus New York, wegen denen ein Großteil der Besucher hier sind. Wer PYREXIA nicht kennt, kann auch durch bloßes Hören deren Herkunftsort bestimmen. Die Parallelen zu SUFFOCATION oder INTERNAL BLEEDING sind unüberhörbar. Nach zwei Slam-Bands ist Brutal Death eine angenehme Abwechslung. Der Pit ist kleiner geworden, weil es sich bei monotoneren Songs leichter im Kreis laufen lässt, dass wusste schon Pythagoras. Dafür sind die Songs einfach reine Banger und abwechslungsreicher. Es ist also Zeit für die Frank Mullen-Hand! Zum Schluss bitten PYREXIA das Publikum auf die Bühne um sich und die Band noch einmal ordentlich zu feiern, was auch prompt in die Tat umgesetzt wird.

Nach knapp 40 Minuten ist die Show vorbei und PATHOLOGY betreten die Bühne. Ohne nochmal einen Linecheck zu machen wird nach dem Umbau direkt losgelegt. Das Album “Awaken To The Suffering” hat mich tiefer in Brutal Death und Slam eintauchen lassen und zu meiner Freude wird als Opener “Dissected by Righteousness” gespielt. Das Set beherbergt recht viele Songs der eben erwähnten Scheibe und damit auch eine Vielzahl messerscharfer Soli. Die Kreisläufer haben damit anfangs ihre Probleme aber im Laufe der Show entwickelt sich noch einmal ein amtlicher Kreis, aus dem einer der Beteiligten unglücklich zu Boden geht aber fürsorglich von seinen Kollegen zum verarzten gebracht wird. Zum Ende wird “Code Injection” geschmettert und der Abend ist gegen 22:30 Uhr zu Ende und ich bin befriedigt. Jetzt heißt es den betrunkenen Anhang, den einen Freund, der jeden von jeder Band kennt einzusammeln und nach Hause zu fahren.

Die Tour ist noch bis zum 24. November in Europa unterwegs, wer jetzt Bock bekommen hat kann die Chance also noch nutzen und nachsehen, ob sie in seiner Nähe hält. Cheers


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