CD-Reviews A-D

BILLY TALENT – Crisis of faith (2022)

(7.593) Olaf (4,5/10) Rock


Label: Atlantic WMG
VÖ: 21.01.2022
Stil: Rock

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Man erkennt bei einer überdurchschnittlich erfolgreichen Band den Erfolg meist daran, dass man sich zwischen den Alben immer mehr Zeit lassen kann und die Gewinne trotzdem weiter ungeniert auf das Bandkonto fließen. Innovation, Einfallsreichtum und Spontanität gehen dadurch meist verloren, was verschiedene Beispiele noch weitaus erfolgreicherer Bands zeigen.

Tja und auch Billy Talent scheinen dort angekommen zu sein, denn trotz eines in meinen Augen vollkommen unverdienten erste Platzes in den deutschen Verkaufscharts ist „Crisis of faith“ exakt das, was der Albumtitel bereits aussagt: Eine Glaubenskrise, denn ich glaube nicht, dass das noch einmal was wird.

Ja, ich finde bis heute gerade „II“ megagut und auch „Red flag“ oder „Fallen leaves“ sind aus einigen meiner Playlists nicht wegzudenken, doch die neuen Songs wirken lieblos zusammengekleistert und wenn nicht der charismatische Gesang von Benjamin Kowalewicz wäre, könnte man jeden x-beliebigen Bandnamen auf das Album packen, es würde nicht weiter auffallen.

Wie zur Hölle kann man beispielsweise das zweigeteilte „Forgiveness“ als Opener platzieren? Der erste Teil geht ja noch, aber das jammerlappige Herumgeseier im zweiten Abschnitt verursacht einen Trommelfell-Katarrh, der nur noch in der Notausnahme aufgedröselt werden kann. Punkrock? So gut wie Fehlanzeige, wenn man mal von „Reckless paradise“ und „Judged“ absieht, was bei zehn Songs insgesamt lediglich eine Quote von…naaaa?

Ich finde von daher meine viereinhalb Punkte noch recht hoch angesetzt, da man das wirklich hervorragende Coverartwork und die knackige Produktion durchaus mitberücksichtigen sollte, musikalisch hingegen klingt das Album mehr wie ein Abgesang auf frühere Tage. Richtig scheiße isses ja nicht, nur unfassbar langweilig und nichtssagend.


Bewertung: 4,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Forgiveness I + II
02. Reckless paradise
03. I beg to differ (This will get better)
04. The wolf
05. Reactor
06. Judged
07. Hanging out with the wrong people
08. End of mee
09. One less problem
10. For you



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