CD-Reviews E-G

EVERTURE – Emerge (2021)

(6.925) Marky (8,0/10) Modern Metal


Label: Inverse Records
VÖ: 19.03.2021
Stil: Modern Metal

Facebook | Webseite | Kaufen | Instagram | Spotify





Also, es kann ja schon mal Spaß machen, eine Band ohne weitere Infos zu entdecken, aber Falle von EVERTURE halte ich das für einen kleinen Marketing Fauxpas. Die fünf Jungs aus Kokkola/Finnland gibt es immerhin schon seit 2015, veröffentlichten bisher drei Singles/Demos und bringen es damit, bzw. noch mit einigen Konzerten vor der Corona Pandemie, schon auf über 40.000 monatliche Hörer auf Spotify. Gepaart mit ihrem modernen und sehr radiotauglichen Sound, verstehe ich halt nicht, dass man sich nicht noch mehr darum kümmert. Aber vielleicht ändert das ja ihr Debüt Album, welches ich nun rezensiere.

EVERTURE haben sich dem Modern Metal Sound verschrieben, der sehr melodiös daherkommt, aber gewisse Metal-Riffs und -Drumming nicht vermissen lässt. Den Anfang macht „In Between“ der diese Trademarks von EVERTURE unterstreicht. Sänger Jere Kuokkanen singt nicht nur melodiös, sondern beherrscht auch gut die gekreischten Scream Anteile. In diese Kerbe hauen auch „For Tomorrow“ und „Undersky“, die mit gewissen Keyboard Unterlagen noch eingängiger klingen. Bei „The River Flows“ passt dann alles zusammen. Ein Refrain, der sich sofort im Hirn festsetzt und eine flüssige Songstruktur, die auch harte Akzente und coole Grooveparts beinhaltet, so dass nicht alles zu seicht klingt. Bester Song der Platte und im Youtube Link ist das Video dazu zu sehen.

Promises“ fängt doch glatt so an, dass der Song auch von Nightwish stammen könnte. Ein Keyboard Teppich und eine sehr melancholisch melodische Gesangslinie bestimmen den etwas gemäßigteren Song. Trotzdem wieder ein sehr eingänglicher Song, der auch sehr gut ins Radio passen würde. Mit „Ivory Tower“ und „The Unfortunate End” wird zwar nach dem gleichen Strickmuster wie zum Anfang der Platte musiziert, jedoch haben die Songs nicht mehr die Gesangslinien, die gleich hängen bleiben wollen. „White Lies, Black Skies“ sticht nochmal etwas heraus, da sich die Gesangsparts wieder gut mit Scream Anteilen mischen und der Song dadurch mehr Groove hat.

Den Abschluss der rund 42 Minuten langen Platte bilden „My 52 Shades“ und „Closure“. Ersterer glänzt mit einem sehr atmosphärischen Einstieg, mit schönen Gesangslinien, bis es etwa zu Hälfte des Songs metallischer wird und somit ein Gegensatz zum ruhigen Anfang bildet. Hier werden auch die handwerklichen Fähigkeiten der Gitarristen zur Schau gestellt. „Closure“ ist ein weniger eindrücklicher Abschluss gegenüber den Höhepunkten der Platte, die insgesamt sehr homogen und modern druckvoll produziert klingt.

EVERTURE veröffentlichen mit „Emerge“ ihren ersten Longplayer und werden damit sicherlich noch mehr Staub aufwirbeln, als wie sie es schon zuvor machten. Meist recht radiotaugliche Songs, die sich irgendwo zwischen DEAD BY APRIL und BRING ME THE HORIZON verorten, dürften dem gemeinen Metal Lunatic zwar zu glattgebügelt und zu überproduziert klingen. Wer aber den besagten Vergleichen was abgewinnen kann, sollte EVERTURE eine Chance geben. Für eine Debüt Platte ist „Emerge“ mehr als nur ein erstes Hallo!

Anspieltipps: „The River Flows“, „For Tomorrow“, „Promises” und “My 52 Shades”


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. In Between
02. For Tomorrow
03. Undersky
04. The River Flows
05. Promises
06. Ivory Tower
07. The Unfortunate End
08. White Lies, Black Skies
09. My 52 Shades
10. Closure




Social Media

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

P P P

Z.O.F.F. 2020

alter Z.O.F.F.

On Tour

VERLOSUNGEN

ZO SONGCHECK

V.I.P.

Schrod's...

wo wir sind

Der Patch

Join the Army

Damit das klar ist