CD-Reviews N-P

NICKELBACK – Get rollin` (2022)

(8.084) Olaf (5,5/10) Hard Rock


Label: BMG
VÖ: 18.11.2022
Stil: Hard Rock

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Ich kenne keine andere Band auf diesem Planeten, die so mit Häme überzogen wird wie die Kanadier, denen das aber geflissentlich am Arsch vorbeigehen kann, vor allem dann, wenn sie einen Blick auf ihre Kontoauszüge werfen. Ich finde das ja eh teilweise schon arg überzogen, denn Chad Kroeger und seine Mannen befinden sich bereits seit 27 Jahren auf der Überholspur und verkaufen Platten ohne Ende, was definitiv auch an der Qualität ihres Songmaterials liegt, was sie auf ihrem nunmehr zehnten Album „Get rollin`“ neuerlich phasenweise unter Beweis stellen.

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt, doch Nickelback vereinen all das auf ihrer neuen, sicherlich bald in Platin gegossenen Scheibe, was die Fans von der Band erwarten, wobei allerdings diesmal auch Songs mit drauf sind, bei denen auch das etwas härter orientierte Klientel durchaus seinen Gefallen dran finden könnte. Allein der Opener „San Quentin“ hätte Metallica durchaus zur Ehre gereicht oder auch das herrlich rockende und sich sofort ins Ohr festsetzende „Skinny little missy“ ließen darauf hoffen, dass man nun 11 Songs lang eins mit dem Stullenbrett verpeilt bekommen könnte, was allerdings dann doch nicht der Fall war.

Im Gegenteil, denn bereits nach der noch erträglichen Halbballade „Those days“ und dem schön bluesig rockenden „Vegas bomb“ gibt es dem üblich halbgaren und vor Schmalz triefenden Tralala Poprock, für den sich Nickelback halt immer wieder der Schelte ausgesetzt sehen. Ganze vier Songs lang und sogar noch mit „Horizon“ gibt es exakt die Schonkost, für die alle Nickelback Fans den Grund darstellen, für sämtliche Devotionalien Haus und Hof zu verhökern.

Meine Fresse, der Anfang war so dermaßen vielversprechend und ich freute mich richtig über ein schickes, hart rockendes Album, doch das war nach den ersten 5 Songs bereits Schnee von gestern. Wenn man von Vinyl ausgeht kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Seite A definitiv eine starke 8,5 gewesen wäre, wenn nicht dieser unerträgliche Radio-Rock das Gesamtwerk für mein Empfinden zunichte gemacht hätte.

Nickelback können rocken, davon durfte ich mich auch schon live überzeugen, und tun dies auch bei einigen Stücken auf „Get rollin‘“ richtig formidabel, doch der Rest des Albums ist ein Grund dafür, warum die Kanadier immer wieder mit Mist beworfen werden. Ein Nummer-Sicher-Album, welches den Marktwert der Band nicht unbedingt steigern, aber auch nicht stagnieren lassen wird. Die Leute werden es kaufen und die Hater haben erneut Minimum 6 Gründe, Nickelback zum Teufel zu jagen. Verdammt schade…


Bewertung: 5,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. San Quentin
02. Skinny little missy
03. Those days
04. High time
05. Vegas Bomb
06. Tidal waves
07. Does heaven even know you’re missing?
08. Steel still rusts
09. Horizon
10. Standing in the dark
11. Just one more



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