N-P

PHALLAX– Lex Concordia (2021)

(6.912) Maik (7,5/10) Heavy Metal


Label: Metalopolis
VÖ: 12.03.2021

Stil: Heavy Metal

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Nun, der Name PHALLAX erinnert natürlich an das Wort Phalanx, und der eine oder andere hat wohl auch den Phallus im Gedanken. Allerdings sind beide Deutungen falsch, denn PHALLAX soll ein völlig neues Wort darstellen, womit die Band schon mal irgendwelchen Namensgleichheiten clever aus dem Weg geht.

Stilistisch haben sich die Schwaben dem Power Metal verschrieben, zumindest größtenteils. In diesem Sinne ist schon der Opener „Here We Stand“ eine leicht ins Ohr gehende Metalweise, die ihren Reiz hat, allerdings auch noch etwas mehr Druck gebrauchen könnte. Den baut die Band mit dem folgenden „Scratch App“ etwas mehr auf, wenngleich der Gesang dann doch vielleicht etwas brav daherkommt. Auch mit „I Shit On Your Parade“ wird noch mal eine Kohle nachgelegt, sowohl riffingmäßig als auch beim Gesang. Da fühlt man sich sogar ein klein wenig an ARMORED SAINT erinnert.

Der Song mit dem merkwürdigen Titel „Jornsack Newton“ lebt durch seine Wechsel und seine, ja, äh, Tanzbarkeit. So merkwürdig, wie das klingt. Nette Partymucke eben. Dann scheint die Band etwas den Faden zu verlieren, denn das in deutscher Sprache intonierte „Sei Du Das Licht“ würde eher zu einer dieser Mittelalter/Piraten-Bands passen, und verläßt mir den Pfad des Power Metals doch etwas zu schroff. Fängt zwar mit thrashigem Riffing an, wandelt sich aber dann eher in eine gothikmäßige Richtung, was besonders durch den Gesang zum Tragen kommt.

Mit „Echoes“ wird das Gaspedal noch weiter zurückgenommen, denn diese Ballade hat schon fast schnulzenhafte Anklänge. Glücklicherweise wird mit „Hey You“ wieder etwas auf die Tube gedrückt, hier kommen mir gesanglich wieder leichte Anklänge an ARMORED SAINT zum Vorschein, wenngleich die Gesangslinien doch ab und an etwas schräg klingen.

Irgendwie scheint das allerdings insgesamt das Problem bei PHALLAX zu sein, denn obwohl die Axtfraktion ordentliche Riffs ins Gehölz hackt, nivelliert der Gesang die ganze Sache dann wieder, sodaß das ganze Album irgendwie wie eine Ansammlung von Single-B-Seiten klingt. Also Songs, die zwar gut sind, aber es dennoch nicht auf eine reguläre LP geschafft haben.

Das klingt jetzt alles recht böse von mir, aber was Power Metal angeht, haben WIZARD dieses Jahr die Meßlatte recht hoch gehängt, während mir bei PHALLAX alles noch etwas zu sehr nach Stilfindung klingt, welche beim dritten Album eigentlich so langsam vollzogen sein müßte. Die Scheibe ist nicht schlecht, da gibt es ganz coole Riffs und Songideen, aber insgesamt weiß mich das Gesamtwerk nicht richtig zu fesseln. Da ist auf jeden Fall noch etlich viel Platz nach oben.


Anspieltipps:„I Shit On Your Parade“ und „Hey You“


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Here We Stand
02. Scratch App
03. I Shit On Your Parade
04. Jornsack Newton
05. Sei Du Das Licht
06. Echoes
07. Hey You
08. Roots Of Bitterness
09. Inside Us
10. Silent Tragedy
11. Rocksolution




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