Gottes schönste Gabe ist der Schwabe

Ein mächtiges Arbeitspensum legen die Schwaben von Revel in flesh an den Tag. 2011 erst aus der Taufe gehoben veröffentlichen die Todesmetaller am 05.12.2014 ihr neues und bereits drittes Album „Death Kult Legions“, welches bei mir schiere Begeisterungsstürme auslöste. Das war aber nicht vorhersehbar, denn das damalige Debüt „Deathevocation“ fiel bei mir anno Dutt komplett durchs Raster und veranlasste mich dazu, das Zweitwerk schnöde an Marcus weiterzugeben, der die Jungs dann kräftig abfeierte. Nun allerdings scheinen Revel in flesh da angekommen zu sein, wo sie eigentlich hinwollten und holten mich mit diesem Meisterwerk brutaler Musik komplett ab. Grund genug, mit Frontmann Haubersson ein wenig zu plauschen…
Haubersson…als erstes leiste ich mal Abbitte, dass ich Euer Debüt „Deathevocation“ ziemlich verrissen habe. Vielleicht hatte ich da meine Tage, doch ich stehe da immer noch zu, sehe aber auch von da bis zum neuen Album „Death Kult Legions“ eine riesige Steigerung bei Euch. Gehst Du da mit?

Reviews sind am Ende des Tages die Meinung einer individuellen Person! Jeder hat seine Meinung; was ich aus der Sicht einer Band jedoch wichtig finde, ist das Kritik auch Substanz haben sollte, d.h. Klar benannte Fakten, welche als „störend“ empfunden werden!

„Deatheavokation“ war für uns und für mich persönlich ein sehr wichtiger Release. Es beinhaltete Material, welches im Zeitraum zwischen 2006 und 2011 entstanden ist. Viele Parts gingen sogar noch auf meine Zeit in Immortal Rites zurück. „Deathevokation“ war das erste Mal, dass ich im Studio Gitarren mit eingespielt und den Gesang übernommen habe. Das war eine absolut inspirierende und unheimlich kreative Phase! Maggesson hat mir übelst in den Arsch getreten und hat bei den Aufnahmen sicherlich auch einiges an Nerv gelassen.

„Deathevokation“ war ein wichtiger Anfang und das dritte Werk „Death Kult Legions“ zeigt nun eine Band, welche konstant und mit Biss weiter am Songwriting und allen Elementen, die zu einer Band gehören, gearbeitet hat! Revel in flesh ist ein Arbeitstier und ich denk' man hört „Death Kult Legions“ an, dass wir mit gewaltig Feuer bei der Sache waren!!!

Ebenso muss ich mich dafür entschuldigen, dass ich in diesem Review Euer Benediction Cover nicht als solches erkannt habe. Warum hieß das Teil bei Euch eigentlich „Subconcious error“ statt „Terror“?

Hm, die Frage kannst Du so 1:1 an unser altes Label weiterleiten, welches sich beim Pressen des Albums wohl etwas Geld sparen wollte. ABER Titel hin oder her: Für UK Old School Death Metal Fanatiker gehört der Track zum absoluten Pflichtstoff...Kult Album, sogar noch mit Barney von
Napalm Death an den Vocals!

Beim zweiten Album „Manifested darkness“, welches ich meinem Kollegen Marcus aus Angst zum reviewen gab, war schon ein Schritt in die richtige Richtung, den Ihr scheinbar nun weitergegangen seid. War Euch beim recorden schon klar, was Ihr da für ein Monster entüten würdet?

Wir lassen den Metal fließen und ziehen unser Ding durch! Das ist kein Songmaterial, welches mit irgendeiner Intension am Reißbrett erstellt wird. „Death Kult Legions“ entstand über den Zeitraum von 2 Jahren! Sehr viele Sessions, sehr viel Energie, sehr viel Aderlass, sehr viele Biere....wir machen unser Ding auf die
Revel in flesh Art und Weise, wenn es jemanden gefällt ist das gut, wenn nicht, ist das dennoch kein Grund, der uns von unserem Weg abbringt!

2011 erst gegründet und 2014 nun schon das dritte Album. Ein schier kometenhaftes Arbeitspensum. Seid Ihr alle arbeitslos, habt keine Freundinnen oder woher kommt dieser schier unerschöpfliche Ideenreichtum?
Schwäbischer Fleiß mein Gutster, hahaha! Bei uns in der Band steht jeder Mitten im Leben, wir sind ALLE beruftstätig und ausgelastet! Revel in flesh ist keine verdammte Studentenband mit „Möchtegern Philosophen“. In der Band steckt einiges an ARBEIT (!!!) drin und Du ziehst das auf diese Art und Weise nur durch, wenn Du den Kram auch wirklich liebst!

Wir sind keine Band, die durch Hype oder andere Art & Weise Zucker in den Arsch geblasen bekommen hat. Hier gab' es auch schon sehr dünne Phasen und wir haben uns bisher nur auf die do-it-yourself Methode durchgeschlagen, was eindeutig mühsam, aber der ehrliche Weg ist! Gas geben heißt die Devise!

Dan Swäno hat alle Eure drei Alben gemischt und gemastert, dazu auf „Graveyard procession“ noch ein Gitarrensolo beigesteuert. Hat er Euch schon die Adoption angeboten oder erwägt Ihr, gleich im Unisound Studio einzuziehen?

Nein, er kennt uns ja noch nicht in Person, sonst hätte er sicher Angst vor weiterer Zusammenarbeit, hahaha. Im Ernst, Swanö ist für uns ein absolut professioneller Geschäftspartner. Er hatte über die Jahre hinweg unheimlichen Input auf die Qualität unserer Produktionen und uns so manchen Tipp mit auf den Weg gegeben. Er versucht stets die Limits des abgegeben Materials auszureizen und was uns sehr wichtig ist, er hat eine objektive Art, was in einem hitzigen Produktionsprozess von Vorteil ist! Cheerz to Swanö!

Erkläre mir doch mal den Titel „Death Kult Legions“. Steckt da nen tieferer Sinn hinter, oder habt Ihr den Titel lediglich deshalb gewählt, weil er brutal klingt?

„Death Kult Legions“ steht für mich für die absolute Passion für diese Art von klassischem Death Metal. Genau das was wir mit
Revel in flesh verkörpern – wir sind „To the bone“ Fans und Revel in flesh ist KEINE Band, die durch Hype, Label oder Push durch irgendwelche „Schreiberlinge“ oder sonstige Booker Zucker in den Arsch geblasen bekommen hat! Die „Death Kult Legions“ schlachten sich ihren eigenen Weg durchs Getümmel!!! Die Lyrics zum Titelsong stehen hierzu stellvertretend und ganz klar: Der Brutalo – Fakor muss stimmen!!! With us or against us!!!

Euch ist aber schon bewusst, dass Ihr mit „In the name of the flesh“ DEN Todesblei Ohrwurm der letzten Monate abgeliefert habt, oder?

Wir haben den Track bisher erst 3 bis 4 x live gespielt; wo die Resonanz bisher jedoch sehr cool war! Ich bin mal gespannt, wie das Feedback auf den Track nun nach dem Video- und Albumrelease ausfallen wird. Wir freuen uns auf bevorstehende Gigs in 2015 und vor allem auf eine neue Live Setlist und jede Menge Madness!!!
Wie bereits weiter oben erwähnt hattet Ihr ja auf dem Debüt besagtes Benediction Cover, auf „Manifested“ den Autopsy Klassiker „Twisted mass of burnt decay“ und nun Manilla Roads „Necropolis“. Da liegt doch eigentlich die Konsequent drin, mal ein komplettes Cover Album aufzunehmen, oder?

Nein! Der Markt schwimmt heute in Releases, so dass definitiv keine Cover Alben benötigt werden. Covertracks haben für uns einen Bonus Charakter und wir wollen damit auch zum Ausdruck bringen, dass wir selbst absolute Fans sind! Das Ziel war dabei auch stets den Tracks einen gewissen „eigenen
Revel Stempel“ zu geben! Manilla Road war hierbei eine klare Herausforderung, da sich hier nicht jede DM Band heran traut!

Welche Songs würdest Du denn gerne noch covern, hast Dich aber noch nicht ran getraut? Mir würden da spontan Dismember oder alte Entombed einfallen…

Definitiv keine Bands der frühen Sunlight Studio Ära, weil man besagte Releases in diesem Soundgewand einfach nicht besser machen kann, als sie im Original ohnehin schon sind! Keine Bange, wir haben noch so einige Ideen im Hinterkopf, welche gerade reifen und „sooner or later“ in Tat und Ton folgen werden!

Fleshcrawl untergetaucht, der VfB Stuttgart Tabellenletzter. Momentan keine gute Zeit, um Schwabe zu sein…oder?

Ach, dass aus der Berliner Ecke ein kleiner Seitenhieb Richtung uns Schwaben kommen muss, war ja klar! Aber keine Bange – NIX kann das „Ländle“ erschüttern!!! Gottes schönste Gabe bleibt der Schwabe, denk' dran! Hahaha…By the way Gerüchten zu Folge haben Fleshcrawl bereits neue Songs fertig und es wird wohl ein neues Album geben und der VFB spielt bis jetzt immerhin noch in der 1. Bundesliga! Alles wird gut!!!

Obligatorisch sollen Dir die letzten Worte gehören zum anpreisen, warum man sich nun unbedingt ab dem 05.12.2014 „Death Kult Legions“ ins Regal stellen MUSS!

Danke Olaf und werte Zephyr’s Odem Leserschaft für das Interview & den Support! Ich brauch keine Anpreisungen machen, sondern lest Euch einfach den Review zu „Death Kult Legions“ hier durch, dieser spricht Bände! Fans von klassischem Death Metal: Ärsche hoch und „Death Kult Legions“ supporten! Ach ja, vor kurzem erschien auch ein Tribute Album zu Ehren der brasilianischen Death Metal Heroen Headhunter DC. Revel in flesh haben hierfür den Track „Deny the light“ gecovert. Desweiteren erschien via Selfmadegod Records Anfang November nun endlich die lange angekündigte Revel in flesh / The dead goats Split 7“EP. Für mehr Infos, Konzerte, Merchandise etc. checkt unsere Facebook Seite:

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