PAIN | MOONSPELL | SWALLOW THE SUN | LAKE OF TEARS | SCAR OF THE SUN

19.11.2012 - Berlin @ C-Club

Wir spielen mal „Ich sehe was, was du nicht siehst…und das ist komplett schwarz“. Der Typ da links? Nein. Die daneben? Nein. Die 30 da vorne. Nö…mein lieber Herr Gesangsverein, mit so vielen Gothic Jüngern hatte ich an diesem Abend nicht gerechnet und doch der C-Club quoll vor Schwarzgewandelten nur so über. Dementsprechend fand ich die Atmosphäre beim Berlin Abstecher der „Into darkness“ Tour ziemlich düster und irgendwie gar nicht einem Konzert entsprechend fröhlich…und für einen Pain Gig reichlich merkwürdig. Sei’s drum, auf zur Mucke, die es an diesem Abend reichlich geben sollte.

Fast pünktlich gegen 18:40 eröffneten die Griechen von Scar of the sun den Reigen und konnten musikalisch mit den Songs ihres Debüts „A series of unfortunate concurrences“durchaus überzeugen…wenn da nicht der grauselige Gesang von Frontmann Terry wäre, der mit seinem Gekrähe nicht nur meine, sondern auch die Nerven vieler Anderen ziemlich arg strapazierte. Stageacting gleich Null, Sound ok und vielerorts etwas ratlose Gesichter aufgrund des hier Dargebotenen. Ich jedenfalls zog es vor, mit einem Hefeweizen bewaffnet die Flucht in den Biergaten anzutreten, der trotz einsetzendem Nieselregens immer noch ein besserer Ort war, als in der Halle oder sogar noch direkt vor der Bühne. Der spärliche Applaus unterstrich meine Auffassung noch einmal deutlich.

Das sollte bei Lake of tears völlig anders werden, denn wann waren die Schweden letztmalig in der Hauptstadt? Ich weiß es nicht und dementsprechend voll wurde es jetzt auch vor der Bühne. Anfänglich mit ziemlichen Soundproblemenn behafftet, stiegen die Jungs mit „Taste of hell“ von ihrem aktuell Album „Illwill“ ziemlich groovend ein, bevor es mit dem Titeltrack weiterging. Frontmann Daniel Brennare ziemlich stilsicher mit einemPossessed Shirt gekleidet schien gute Laune zu haben, obwohl man das seiner verkniffenen Miene kaum ansehen konnte, doch da nach jedem Song großer Applaus aufbrandete konnte auch er sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Die Setlist war ja auch dufte: „Boogie bubble“ vom 97er „A crimson cosmos“, „So fell autumn rain“ von dem nicht minder geilen „Forever autumn“ Scheibchen und natürlich das vielumjubelte „Raven land“. Das war stark, auch wenn meine Freundin damit nicht allzu viel anfangen konnte. Wurscht, ich jedenfalls sah eine ganze menge zufriedener Gesichter.

Setlist:

Taste of hell
Illwill
Demon you/Lily Anne
Raven land
The greymen
Boogie bubble
So fell autumn rain
House of the setting sun
Crazyman

Ich freute mich jetzt jedenfalls auf die Finnen von Swallow the sun, die ich lange nicht mehr live gesehen hatte und die ziemlich doomig mit dem Titeltrack ihres neuen Albums einstiegen. Fetter Sound und ein Mikko Kotamäki am Mikro in Höchstform waren ein Garant für eine tolle und energiegeladene Show. Mein vorheriger Interviewpartner Juha bangte sich durch den Set, der mit dem neuen „Labyrinth of London“ und „Descending winters“ auch ziemlich schnelle Tracks zu bieten hatte. Naja, schnell im Sinne von STS, die wahrlich einer der absoluten Gewinner an diesem Abend waren. Gefreut habe ich mich über „Night will forgive us“, einen meiner absoluten Lieblingssongs der Finnen. Jungs, das war großer Sport und ein toller Gig!

Setlist:

Emerald forest and the blackbird
Out of this gloomy light
Labyrinth of London (Horror Pt.IV)
Cathedral walls
Descending winters
Night will forgive us

Ich war, bin und werde niemals ein großer Moonspell Fan, da ich die Portugiesen einfach extrem langweilig finde. Mit der Meinung stand ich allerdings ziemlich allein da, denn Fernando Ribeiro und seine Mannen wurden frenetisch begrüßt. Die Setlist war ok. Einiges Neues, etwas Älteres und die unverzichtbaren „Alma mater“ und natürlich „Full moon madness“ wurden bejubelt und das Volk brodelte. Wie gesagt, ich fand’s extrem langweilig und ich hatte meine liebe Müh, mich bis zum Auftritt des Headliners wach zu halten.

Setlist:

Axis mundi
Alpha noir
Opium
Awake
Wolfshade (A werewolf masquerade)
Lickanthrope
Em nome do medo
Vampiria
Alma mater
Full moon madness

Als Meister Tätgren dann allerdings mit “Same old song” fulminant einstieg, war meine Müdigkeit wie weggeblasen. Saufett, tight und mit viel Spielwitz fegten die Schweden über die Bretter und bewiesen eindrucksvoll, warumPain seit Jahren nicht nur mehr als einfaches Projekt angesehen werden darf. „Zombie slam“, „Dirty woman“ und „Monkey business“ hintereinander…wow!!! Großartig. Der Sound passte und im Gegensatz zum diesjährigen Auftritt beim Rock harz packten mich die Jungs diesmal sofort an den Eiern. Bei „It’s only them“ schwang ich sogar ein wenig das Tanzbein. Richtig geil war dann natürlich das liebgewonnene „Shut your mouth“ zum Ende hin, ein Monsterhit und eine Message an alle, die neben mir ein wenig herum nörgelten. Ey Ihr Untoten: Wenn’s Euch nicht gefällt / gefallen hat: Geht nachMoonspell einfach nach Hause und nervt nicht rum…wie die Dame im mittleren Alter neben mir, die permanent Red bull in sich reinkippte und auf deren Haupthaar sich eine ganze Kolonie an Schwalben wohlgefühlt hätten. „Shut your mouth“…Fuckers. Das war ein feiner Abschluss eines teilweise recht zähen Abends.

Setlist:

Same old song
I’m going in
Walking on glass
Zombie slam
Dirty woman
Monkey business
End of the line
The great pretender
Dark fields of pain
It’s only them
Let me out
On and on
Shut your mouth
Bye/Die

Social Media

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

P P P

Z.O.F.F. 2020

alter Z.O.F.F.

On Tour

VERLOSUNGEN

ZO SONGCHECK

V.I.P.

Schrod's...

wo wir sind

Der Patch

Join the Army

Damit das klar ist