SONIC SYNDICATE | MAY THE SILENCE FALL | FERIUM | DEATH VALLEY HIGH

24.10.2014 - Bochum @ Matrix

Es ist zwar schon ein paar Tage her, einen kurzen Einblick wollte ich dennoch schildern.

Ende Oktober war es dann endlich soweit, an einem dieser Freitage, wo man sich nichts ahnend aber mit großer Vorfreude im Gepäck auf Reisen begibt, um den Abend mit reichlich Gerstensaft und einer hart dosierten Portion Metal vernünftig ausklingen zu lassen. In Bochum, im Matrix angekommen, wen wundert es, finde ich eine überschaubare Anzahl an Besuchern vor.

Von einem Publikum mag ich kaum sprechen, als um kurz nach 19:15 Uhr Death Valley High die Bühne betreten und mit ihrem Set beginnen. Der erste von 3! Support Acts aus San Francisco hatte dann auch geschlagene 25 Minuten mit den miserablen Soundverhältnissen zu kämpfen. Wenn man zwischen Bass, Gitarre und Gesang keinerlei Unterschiede heraushören kann, dann scheint grundlegend etwas falsch gelaufen zu sein. Eigentlich eignet sich der im Keller befindliche „Schlauch“ in der Matrix bestens, um den Sound unverfälscht in die Menge zu transportieren. Das war an diesem Abend bis auf den Sound des Hauptacts Sonic Syndicate leider nicht so. Trotzdem haben sich die Jungs ordentlich ins Zeug gelegt und versucht, mit ihrem sogenannten Doom Pop das Maximum herauszuholen. Nicht unbedingt geglückt, Reaktionen aus dem Publikum gab es jedenfalls nicht großartig zu beobachten.

In der äußerst kurz gehaltenen Umbauphase gab es dann kaum Zeit um sich Gedanken über das Gewesene oder das was da hoffentlich noch kommen mag zu machen. So stand kurze Zeit später mit Ferium auch schon die zweite Band des Abends auf der Bühne. Die Jungs aus Israel haben mit „Reflections“ in diesem Jahr ein durchweg überzeugendes Debütalbum präsentiert. Die volle Death Metal Breitseite gab es also für die nun zusehends gewachsene Zuschauermenge und erste Lebenszeichen in Form von unkontrolliertem Headbanging wurden erwidert. Die Menge geriet zusehends in Wallungen, auch wenn hier die Soundverhältnisse ebenfalls nicht überzeugen konnten. Die brutal und mit viel Tempo geschredderten Riffs sorgten allerdings für den nötigen Richtungswechsel, und so steigerte sich die Stimmung von Minute zu Minute. Nach einer knappen halben Stunde wurde Ferium mit größeren Beifallsbekundungen wieder verabschiedet.

In der Zwischenzeit habe ich dem Merch-Stand einen Besuch abgestattet und mir die Goodies ein wenig näher angesehen. Feinstes Vinyl konnte ich nicht entdecken, eher nur das übliche Gedönse. Kein Grund also, um sich länger mit möglichen Kaufgelüsten zu beschäftigen, denn mit May the silence fail kloppfte schon die nächste Band an das Bühnentor.

Die Stuttgarter Melodic Deather um die beiden Frontfrauen Janina und Sarina heizten dem Publikum zu Beginn mit „Come alive“ dann ordentlich ein. Genau das war es, was die Zuschauer sich erhofft haben, jetzt wurde die Moshparty so richtig eröffnet. Soundtechnisch gab es hier zwar auch einiges zu bemängeln, wobei vor allem die clean gesungenen Parts deutlich untergingen, was in erster Linie aber ein rein technisches Problem zu sein schien. Mit „Of hope and aspirtion“ (Review weiter unten) lieferte die Band dieses Jahr jedenfalls ein herausragendes Album ab, und so ging es für meine Begleitung Tristan nach dem Song „Lost for words“ direkt zurück zum Merch-Stand. Grinsend kam er zurück und hielt stolz besagtes Album in Händen. May the silence fail haben an diesem Abend also beste Eigenwerbung betrieben und konnten mit ihrer Performance sehr zufrieden sein. Das Publikum war jedenfalls nach dem Auftritt in bester Laune.
Gute Voraussetzungen für den Headliner des Abends also, der um kurz nach 21:25 Uhr Ortszeit die Bühne nach und nach betritt. Bassistin Karin Axellson war an diesem Abend jedoch nicht präsent, wurde von einem Freund der Band aber bestens vertreten. Nathan J. Biggs holte von Beginn an alles aus sich heraus und konnte das Publikum durch seine energische Bühnenpräsenz förmlich mitreißen, besonders bei „Black hole halo“ , „Before you finally break“ oder „Aftermath“ geriet der mittlerweile gut gefüllte Schlauch ordentlich ins vibrieren. Der Sound passte jetzt, die Stimmung pulverisierte, und so wurde der ein oder andere Circle Pit ausgiebig zelebriert. Eine gelungene Show der Schweden von Sonic Synicate, die nach 90 Minuten ein Ende fand und für alle Beteiligten ein bewegendes Erlebnis darstellte.

Setlist:
01. Day of the dead
02. Black hole halo
03. Beauty and the freak
04. Jailbreak
05. Catching fire
06. Before you finally break
07. Unbreakable
08. Revolution, baby!
09. Denied
10. Long road home
11. See what i see
12. Aftermath
13. Burn this city
14. Jack of diamonds
15. Diabolical work of art

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