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NERVOSA – Perpetual chaos (2021)

(6.780) Olaf (8,9/10) Thrash Metal


Label: Napalm Records
VÖ: 22.01.2021
Stil: Thrash Metal

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So richtig weiß ich bis heute nicht, warum nach dem überragenden „Downfall of mankind“ im Hause Nervosa so ein extremes Stühlerücken begann, bei dem am Ende der Reise nach Jerusalem lediglich Prika Amaral übrigblieb, wo hingegen der Rest in Bälde mit Crypta auf sich aufmerksam machen werden. Doch das soll hier nicht das Thema sein, sondern der nunmehr vierte vollständige Longplayer der in Brasilien beheimateten Thrasherinnen namens „Perpetual chaos“, welcher im Vergleich zum grandiosen Vorgänger etwas hinterherhinkt, dennoch immer noch besser ist als das Gros der in den letzten Monaten veröffentlichten Scheiben.

Erneut knüppelhart produziert riffen sich die Mädels gekonnt durch 13 handverlesene Thrash Granaten, die mal hyperschnell, mal groovend und immer abwechslungsreich aus den Boxen ballern und den Neuzugängen Eleni Nota an den Kesseln, die nach einem unwürdigen Abgang seitens Abbath nunmehr am Amazonas gelandete Mia Wallace am Viersaiter und natürlich der neuen Frontfrau Diva Satanica, trotz des wirklich albernen Pseudonyms viel Raum zur Entfaltung bieten. Dennoch müssen sich die hartgesottenen Die-hard Fans von Nervosa auf ein paar Neuerungen einstellen, denn man hört an vielen Stellen auch mal im Ohr hängenbleibende Melodien, die man so nicht erwarten konnte.

Dazu gesellen sich auch wieder eine ganze Schar illustrer Gäste auf dem Album, bei denen Entombed A.D. Gitarrist Guilherme Miranda mit seinen Soli den Anfang macht. Natürlich darf auch mein alter Freund und Intimus der Mädels, Schmier, nicht fehlen, der zusammen mit der satanischen Diva bei ”Genocidal command” seine immer hoch glockenhellen Stimmbänder zum Schwingen bringt und somit dem Teil einen fetten Wiedererkennungswert verleiht. Für mich persönlich einer der stärksten Songs des Albums.

Doch nicht nur der Destruction Mainman gibt hier seine Visitenkarte ab, auch Flotsam and Jetsam Frontröhre Erik AK darf mal ran und veredelt mit seinem Gesang das ebenfalls großartige “Rebel Soul”, der neben ”Time to fight” der eingängigste Hit des Albums. Diese beiden Granaten bestechen durch ihre Einfachheit und haben dadurch schon fast Hardcore Charakter, gehen tierisch ab und schrauben einem in insgesamt gerade einmal fünfeinhalb Minuten komplett die Birne von der Windung. Hier bewahrheitet sich einmal mehr eine von mir erworbene Weisheit, dass manchmal weniger mehr sein kann.

Perpetual chaos“ klingt wie ein Befreiungsschlag, eine Abrechnung, ist abwechslungsreich, knallhart, ist für die Thrash-Fraktion ein gefundenes Fressen und definitiv eine gute Investition, denn wofür soll man seine sauer verdienten Kröten denn ausgeben, wenn nicht für gute Musik? Richtig und dennoch hoffe ich inständig, Nervosa mit diesem Brett irgendwann mal wieder live bewundern zu dürfen.


Bewertung: 8,9 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Venomous
02. Guided by evil
03. People of the abyss
04. Perpetual chaos
05. Until the very end
06. Genocidal command
07. Kings of domination
08. Time to fight
09. Godless prisoner
10. Blood eagle
11. Rebel soul
12. Pursued by judgement
13. Under ruins





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Tja...wohl doch erst wieder 2022...



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