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ANCIENT SETTLERS – Our Last Eclipse–The Settlers Saga Pt. 1 (2022)

(7.728) Maik (7,2 /10) Melodic Death Metal


Label: Crusader Records
VÖ: 01.04.2022
Stil: Melodic Death Metal






Die Welt des Internets macht es möglich, dass mal eben sechs Typen aus fünf Ländern, eben Finnland, Spanien, Portugal, Venezuela und den USA eine Band gründen können, wie es bei ANCIENT SETTLERS der Fall ist. Die Combo hat sich dem melodischen Death Metal verschrieben, und dabei einen modernen, fast progressiven Weg gewählt. Das zeigt sich vor allem in weiten Melodiebögen und dem stets omnipräsenten Tastenbrett, mit denen die Grenzen des Death Metals überschritten werden.

Wie der Albumtitel vermuten lässt, ist „Our Last Eclipse – The Settlers Saga Part 1“ wohl ein Konzeptalbum, welches Fortsetzungen vermuten lässt. Ob es eine gute Idee ist, gleich mit einem Albumkonzept durchzustarten, wird sich allerdings zeigen.

Auf „Our Last Eclipse“ treffen treibende Riffs, verträumte Melodien und ein Haufen interessante Ideen zusammen, mit denen sich die alten Siedler breit aufstellen. Der Gesang ist eher genreuntypisch und präsentiert sich eher gepresst bellend, und erinnert ein ums andere Mal an Johnny Hedlund von UNLEASHED. Gerade der Opener „Into The Depths I Ride“ erinnert nicht nur vom Titel her ein wenig an die schwedische Death Metal- Legende. Oder würde erinnern, wenn nicht die omnipräsenten Synth-Teppiche und der proggy Ambient- Part zu Beginn des letzten Viertels wären.

Der Song zeigt schon einmal das Potenzial dieses internationalen Konglomerats auf, wenngleich hier auch nicht wirklich etwas Neues zelebriert wird. Und so ambitioniert das Album auch ist, fehlt letztlich eben doch der Kick, der es aus der Konkurrenz herauszuheben vermag. Das liegt vor allem daran, dass die Gesangslinien doch ziemlich gleichförmig erscheinen, wodurch die Songs, trotz vielschichtiger Ideen, alle nach demselben Muster gestrickt wirken.

Und so ergibt sich eben das eigenartige Phänomen, daß die Musik, so breit gefächert sie auch konzipiert ist, nicht wirklich zündet, und das Album mit fortlaufender Spielzeit ein wenig plätschert. Was ziemlich schade ist. Denn obwohl die Band die meisten Parallelen zu den gängigen Melodeathern zu vermeiden sucht, gelingt es ihr nicht wirklich, auf ganzer Strecke, aka Spielzeit, zu überzeugen. Das sieht man auch schon daran, dass es mir kaum möglich war, nach drei Hördurchgängen einen Song zum Favoriten zu küren.

Wir haben hier also ein recht ambitioniertes Album von sehr talentierten Musikern, welches allerdings irgendwie nicht das erstrebte Klassenziel erreicht, und trotz angedachter Vielseitigkeit im Gleichklangsumpf herumdümpelt. Da muss in Zukunft noch ein wenig Kohle aufgelegt werden. Die Produktion wirkt teilweise auch ein wenig verwaschen, was allerdings an den vielen verschiedenen Aufnahmeorten liegen kann.

Dennoch sollten Die Hard Fans der Melodentötermucke, die sich sicher mehr mit den Feinheiten dieses Genres identifizieren können, hier einmal reinhören.

Anspieltipp: „Into The Depths I Ride“ und „Our Last Eclipse“


Bewertung: 7,2 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Into The Depths I Ride
02. Cast In Gold
03. Our Last Eclipse
04. Cerements
05. Jotnar Magick
06. Library Of Tears
07. Silent December
08. Memories
09. The Black Rainbow
10. Peregrination



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