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ENDEZZMA – The Archer, Fjord and the Thunder (2021)

(6.804) Jezebel (8,5/10) Black Metal


Label: Dark Essence Records
VÖ: 22.01.2021
Stil: Black Metal

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Endezzma, das jüngste Kind aus der Hønefoss-Sippe (der u.a. Kvist, Urgehal und Beastcraft angehörten), führen auf ihrem kürzlich erschienenen 3. Longplayer mit dem etwas sperrigen Namen „The Archer, Fjord and the Thunder“ genau den Weg fort, den sie 2017 mit „The Arcane Abyss“ eingeschlagen hatten. Soll heißen: giftiger Black Metal, der auf seltsame Weise eingängig ist.

Das geht mit dem ersten Song nach dem Intro „The Name of the Night is a Strong Tower“ gleich richtig gut nach vorne los, der Fuß wippt quasi von alleine, die Faust ballt sich und die Laune wird sofort besser. Direkt modern wirkt die Musik nicht, aber auch nicht altbacken (aka betont old school), eher zeitlos. Simpel, aber effektiv und dann doch mit mehr dahinter als beim ersten Durchlauf vermutet. Mag sein, dass man vieles schon so ähnlich gehört hat, aber dennoch gibt es immer wieder Aha-Momente, bei denen einem das schwarze Herz aufgeht.

Der Titeltrack erinnert zu Beginn sehr an Satyricon, wird aber immer wilder und spielt dann eher in der Liga von Watain. In der Mitte des Albums gibt es ein paar Filler, die es zumindest bis jetzt noch nicht geschafft haben, meine Aufmerksamkeit zu fesseln, bevor „Open Your Eyes and Stab The Sight“ mit dem speziellen Refrain und die überraschend melodiöse Hymne „Arrows of Equilibrium” nochmal zeigen, dass doch noch nicht alles Pulver bzw. alle Pfeile verschossen waren (the Archer) auf dem Weg (Fjord) zu Energie und Finsternis (the Thunder). Der Gesang hat sich noch weiter vom Krächzen weg- und zu einem heiseren, beschwörenden Rufen hin-entwickelt. Das kann auf Dauer etwas nerven, ist aber variabel genug, um auch diese Klippe zu umschiffen.

Eingespielt wurde das Album im bandeigenen Malpherno Studio und bekam den Feinschliff von Watains Haus- und Hofmixer Tore Stjerna, der u.a. auch Mayhems letztes Studioalbum veredelt hatte. Der Sound ist vielleicht einen kleinen Ticken zu sauber, aber dafür schön differenziert. Insgesamt ein schönes Ding, das mit jedem Durchlauf immer besser wird und nur auf eine Darbietung auf den Bühnen der Welt wartet.  

Anspieltipps:  „The Name of the Night is a Strong Tower“ und „Arrows of Equilibrium”


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


Tracklist:
01. The Awakening
02. The Name of the Night is a Strong Tower
03. Anomalious Abomination
04. The Archer, Fjord and the Thunder
05. Formless and Void
06. Garden ov Heathen
07. Wild Glorior Death
08. Open Your Eyes and Stab the Sight
09. Arrows of Equilibrium
10. Closure




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