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FIREFORCE – Rage of war (2021)

(6.803) Maik (9,0/10) Heavy Metal


Label: Rock of angels Records
VÖ: 15.01.2021
Stil: Heavy Metal

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Die belgische Metaltruppe FIREFORCE steht nun auch schon wieder mit dem vierten Album in den Startlöchern, doch bisher ist die Band noch nicht in meinen Dunstkreis geschlittert, was angesichts der Mucke eigentlich merkwürdig ist. Wahrscheinlich muß man immer noch aus bestimmten Ländern stammen, um auf dem Markt durchzustarten. Traurig.

Denn FIREFORCE zocken eine gelungene Mischung aus traditionellem Metal und neueren Power-Metal- Fahrwassern. Und ohne Schnörkelintro und gleich fett auf die zwölf legen die Belgier sofort mit treibend fettem Riffing los, und schmettern mit Schmackes den Titeltrack „Rage Of War“ ins Gelände. Dabei fällt vor allem der Gesang von Matt „Hawk“ Asselberghs angenehm auf, da er keine der im modernen Power Metal übliche Austauschstimme hat, sondern um einiges aggressiver rüberkommt. Teilweise erinnert er an John Bush, hat aber auch Halfordsche Screams auf der Pfanne, die er, oftmals als zweite Stimme, recht songdienlich einsetzt.

„March Or Die“ ist eine ebenfalls treibende, aber eher etwas episch wirkende Nummer. Mit heavy Riffing unterlegt, und durch melodischen Gesang getoppt, und einem wirklich geilen Chorus, der von selbst die Genickmuskeln in Wallung bringt. Und während dem furiosen Ende kann auch mal der Mattenhubschrauber zum Einsatz kommen. „Ram It“ zeigt dann schon regelrecht JUDAS PRIEST- Dramatik auf , treibendes Riffing, geile Gitarrensoli, pumpende Drums….das ist das richtige Futter für den geneigten Nischelschüttler. Und wo andere Bands nun mit der obligatorischen Halbballade das Tempo herausnehmen würden, schicken die Belgier den „Firepanzer“ ins Gefecht, der noch mal ein paar Granaten mehr auf das Schlachtfeld ballert. Da hilft nur noch Standhalten oder Wegrennen! Und demzufolge kommt mit „Running“ gleich der nächste Stampfer. Dieser Track kommt wieder etwas epischer daher, jedoch ohne schwülstig zu wirken. Und während man zuhört, kommt irgendwo der Wunsch in einem auf, IRON MAIDEN würden wieder mal so in die Saiten greifen.

Nach so viel Geballer haben sich aber auch FIREFORCE eine Ruhepause verdient, und stellen mit  „Forever In Time“ eine etwas balladeskere Nummer in die Botanik. Aber die Ruhepause ist bei „108-118“ schon wieder vorbei, denn da wird wieder heftig losgebrezelt. Der Song hat schon regelrecht Speed-Metal-Qualitäten. Okay, nach „Army Of Ghosts“ wird es dann ein wenig komplizierter. Denn das Album kommt sowohl auf CD als auch als Vinyl auf den Markt. Und beide Formate haben ab nun verschiedene Tracklists. Denn „Rats In A Mace“, „A Price To Pay“ und „Blood Judge“ kommen nur auf der CD, während der epische, an RAINBOW zu DIO-Zeiten erinnernde „Tale Of The Desert King“ nur auf der Vinylausgabe zu finden ist. Das hat natürlich jetzt den Nachteil für die Fans der Band, dass sie sich dann wohl beide Formate kaufen müssen, denn diese Songs sind ebenso von hoher Qualität und keinesfalls Lückenbüßer. Man kann natürlich eine Version kaufen, und sich die Bonusse legal herunterladen. Egal wie, es lohnt sich auf jeden Fall.

Bleibt mir nur noch abschließend festzustellen, dass hier ein wirklich geiles Metalalbum vorliegt, welches schon beim ersten Durchhören zündet, bei jedem weiteren Durchgang sogar noch wächst. Zum erstklassigen Songwriting kommt noch das musikalische Können und der echt geile Sänger dazu. Thematisch geht es größtenteils um Krieg und dergleichen. Wer jetzt meint: „also so ähnlich wie SABATON?“, dem kann ich guten Gewissens antworten: Könnte man sagen, nur eben in „gut“.

Anspieltipp: „Rage Of War“ und „Firepanzer“


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Rage of war
02. March or die
03. Ram it
04. Firepanzer
05. Running
06. Forever in time
07. 108-118
08. Army of ghosts
09. Rats in a maze (CD exclusive)
10. A price to pay (CD exclusive)
11. From scout to liberator
12. Blood judge (CD exclusive)
13. Tale of the desert king (Vinyl exclusive)




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