CD-Reviews H-J

IMMORTAL GUARDIAN – Psychosomatic (2021)

(6.874) Maik (8,8/10) Melodic Prog Metal


Label: M-Theory Audio/Asher Media Relation
VÖ: 12.02.2021
Stil: Melodic Prog Metal

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Bei dem Impact, den die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auch auf die Metalszene hat, war es wohl nur eine Frage der Zeit, dass sich eine Band dieses Themas annimmt. Die multinationale Band IMMORTAL GUARDIAN hat dieses Thema nun gleich in ein Konzeptalbum verwandelt, welches sich besonders mit den mentalen Auswirkungen der Pandemie befasst. Kurz vor einer Tournee stehend, sozusagen auf gepackten Koffern, mit fertig produziertem Merchandising im Gepäck, grätschte der Band der internationale Konzertstop voll rein, und alle Bandmitglieder mussten sich in ihre Heimatländer begeben: USA, Brasilien, Kanada.

Die Ideen für ein neues Album wurden nun verworfen, stattdessen arbeitete die Gruppe nun „auf Distanz“ an „Psychosomatic“. Und nun liegt das Ergebnis vor. Und das ist mal eben recht geil geworden. Normalerweise bin ich dem Progressiven und auch dem Melodic Metal nicht gerade verfallen, aber was dem Vierer hier gelungen ist, konnte auch mich begeistern.

Die Band hat eine perfekte Mischung aus Melodic Metal, progressiven Elementen und Heavyness in, trotz aller Frickelei, recht eingängige Songs gepackt. Exzellente Gitarrenarbeit, die so einige Male in den Fundus klassischer Musik greift, besonders am Anfang von „Read Between The Lines“, der an Johann Sebastian Bach erinnert, paart sich mit dem vielseitigen Gesang von Carlos Zema. Gerade der Gesang lässt die Songs doch recht eingängig erscheinen, obwohl da schon ziemlich technisch einhergegangen wird. Richtiggehende Hitqualitäten haben „Lockdown“, oder das treibende „Goodbye To Farewells“, welches zwar recht technisch mit an Vivaldi gemahnenden Gitarrenklängen beginnt, dann aber zu einer treibenden Metalnummer wird, welche ein wenig an HELLOWEEN zu „Keepers“- Zeiten erinnert.

Ebenso mit Anleihen klassischer Musik wartet „Phobia“ auf, dessen Strophe recht aggressiv vorgetragen wird, während der Chorus dann schon fast radiotaugliche Elemente aufweist, was jetzt nicht schlecht gemeint ist. Auch das balladeske „Candlelight“ kommt recht gut daher.

Man sieht also, die Band hat zwar schon die progressive Schiene drauf, ist aber weit davon entfernt, den unbedarften Hörer zu überfordern, denn trotz allem sind die Arrangements songdienlich angelegt, und die einzelnen Stücke haben teilweise sogar Mitsingcharakter und bleiben auch im Ohr hängen.

Melodic Metal- Fans kann ich dieses Album nur empfehlen, insbesondere, wenn sie auch der progressiven Schiene nicht abgeneigt sind.  Die 52 Minuten vergehen wie im Fluge, und werden in keiner Sekunde langweilig.

Anspieltipp: „Lockdown“ und „Goodbye To Farewells“


Bewertung: 8,8 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Psychosomatic
02. Read Between The Lines
03. Lockdown
04. Phobia
05. Clocks
06. Self-Isolation
07. Goodbye To Farewells
08. Candlelight
09. Find A Reason
10. New Day Rising




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