CD-Reviews H-J

INDIGO RAVEN – Looking For Transcendence (2021)

(7.419) Baka (9,0/10) Doom Metal


Label: Argonauta Records
VÖ: 22.10.2021
Stil: Doom Metal

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„Our Sacred Soil“ gibt gleich den Werdegang der Platte an. Stimmlich beginnt der Song im Zwiespalt. Eine recht verstörende, Indianer-artige Gesangsdarbietung und im Hintergrund eine zarte und schöne, gerade weibliche Stimme, die eine weiche Melodie mit sich trägt. Der Kontrast Beider Stile lässt den Hörer verwirren. Besteht noch Hoffnung im Schmerz oder ist es eher andersherum?

Hier sei nur vom Intro die Rede gewesen. Was die eine Stimme einleitet, mit ihren, traurigen, verzerrtem Bild, macht im Endeffekt eine Gitarre weiter. Die Band bleibt dem Schema treu, verziert diese aber mit neuen Stilmitteln und das wirkt sich ganz anders auf das Klangbild aus. Da an sich nicht viel passiert, ist das genau die richtige Herangehensweise. Indigo Raven schaffen es mit ganz wenig etwas Großes zu schaffen.

In „Palin Genesis“ geht es stilistisch genau so weiter. Der Track lässt sich Zeit und beginnt mit einem Drum Intro, welches auch erstmal Leitthema ist. Später löst sich dieser auf und geht in doomigere Gefilden weiter, um am Ende doch wieder in Intro zu gelangen. Leichte Songstruktur, die mit einer gut ausbalancierten Melodie im Hintergrund, kleben bleibt. Zu Beginn ist die Soundqualität bemerkenswert. Hier wird nicht einfach stumpf vor sich her gespielt, sondern spielt mit der Balance.

Die beiden Künstler schaffen einen sehr beklemmenden und äußerst eigenwilligen Doom Metal, der eine Atmosphäre schafft, den man nur den beiden zuschreiben kann. Hohe Kunst und an keiner Ecke langweilig.

Klar spiegelt sich die Art und Weise immer wieder, aber wenn man seinen Stil gefunden hat, ist das unabdingbar. Es geht auch mal eine Schippe aggressiver. „Small-Hearted Blind“ geht anfangs gut ab, ohne sein Ziel zu verlieren. Zum Ende gleicht sich alles wieder aus und sumpft weiter.

Zum Abschluss möchte ich noch auf die Stimme von Julie Docteur hinweisen. Selten hört man eine Leidenschaft und Verzweiflung heraus, die man als ehrlich betiteln kann. Sich der Musik zu öffnen, ob sie einem gefällt oder nicht, und dann noch eine gewisse Mystik miteinzubeziehen, ist große Kunst und macht einen guten Sänger/-in aus.

Anspieltipps: „Our Sacred Soil“ und „Palin Genesis“


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Our Sacred Soil
02. Palin Genesis
03. Small-Hearted Blind
04. The White Knight Syndrome
05. Nightshade Winds
06. Where Lies Our Heart
07. Into Dust (Mazzy Star Cover)



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