K-M

MALADIE – The grand aversion (2020)

(6.577) Olaf (8,9/10) Extreme Metal


Label: Apostasy Records
VÖ: 16.10.2020
Stil: Extreme / Black Metal

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So ein kompletter Seiten Relaunch hat mehrere Seiten. Natürlich die negativen, denn man investiert ein Haufen Zeit, Kohle und vor allem Nerven, wenn man (ungelogen) 10.378 Datensätze nochmal manuell anfassen muss, doch es gibt auch positive Aspekte. Beispielsweise findet man verborgene Schätze, Interviews und Konzerte, an die man sich schon gar nicht mehr erinnert hat. Ebenso fallen einem ein paar Dinge auf, wie hier beim besten Beispiel Maladie, denn jedes der bereits veröffentlichten drei Alben, nebst der „…Symptoms 2…“ EP wurde entweder von Siggi oder mir gnadenlos abgefeiert und selbst 3 Interviews fanden den Weg in unser Magazin. Es wird also man Zeit, vielleicht ein wenig kritischer an das neue Scheibchen „…the grand aversion…“ heranzugehen. Vor allem auch deshalb, weil sich die Multi-Kulti-Instrumentalisten hier mal von einer vollkommen anderen Seite präsentieren.

Keine Sorge…es gibt noch genügend Raserei, aber auf einem anderen Level. Auf dem gesamten Album schwingen gewisse orientalische Einflüsse mit und Hauke Peters darf sein Saxofon diesmal ziemlich weit in der vorderen Reihe parken. Außerdem ist der längste Track der Scheibe mit 7:16 Minuten in etwas so lang, wie früher ein Intro oder Zwischenpart Maladies. Was ist da los, Herr Köppler? Altersmilde? Zu faul gewesen? Nun gut, der zweite Punkt trifft ganz sicher nicht zu, denn die Arrangements strotzen einmal mehr mit solch einem Facettenreichtum, dass einem manchmal schwindelig wird. Und da liegt diesmal ein wenig die Krux drin, denn trotz toller Elemente wie massig vorhandener Atmosphäre, ein wenig Hammond Georgel („Lux et umbra“), ein paar Ska Elementen („Source doloris“) und den bereits weiter oben beschriebenen Einflüssen ist es zuweilen schwierig, all den musikalischen Gedanken des Ludwigsburgers aufmerksam zu folgen. Der Witz ist allerdings im Umkehrschluss, dass trotz des für den ungeübten Hörer vorherrschenden musikalischen Chaos oft auf eine gerade Linie zurückgefahren wird und man zuweilen tatsächlich bei einigen Passagen von Maladie rhythmisch mit den Gehwarzen mitwippen kann, ohne sich, wie bei früheren Werken, einen Knoten in die unteren Extremitäten machen zu müssen.

„…The grand aversion…“ ist natürlich immer noch Maladie in Reinkultur, wobei mir manchmal das extreme der älteren Scheiben fehlt und die Produktion gerne noch ein wenig mehr Druck hätte vertragen können. Dafür brillieren die beiden Sänger Alex und Deha und überraschen mit der einen oder anderen cleanen Einlage, so dass die nunmehr vierte Scheibe ebenfalls ein Ausbund an akustischem Wahnsinn bietet und eingefleischte Fans nicht enttäuschen, aber auf eine Probe stellen wird. Also eigentlich nichts Neues...


Bewertung: 8,9 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Obtestatio
02. Distentio
03. Odium
04. Detractatio
05. Source doloris
06. Fastidium
07. Lux et umbra
08. Murmur
09. Seditio
10. Aequamentum
11. Corona
12. Non omnis mori
13. Rex vulnere
14. Anastasis




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