CD-Reviews Q-S

RHAPSODY OF FIRE – Glory For Salvation (2021)

(7.460) Maik (6,7/10) Symphonic Metal


Label: AFM RECORDS
VÖ: 26.11.2021

Stil: Symphonic Metal

 

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Wie durch die Appetizer- EP „I’ll Be Your Hero“ im März bereits angedroht…äh, angedeutet, steht nun das nächste Studioalbum der italienischen Symphonic Rocker RHAPSODY OF FIRE in den Startlöchern.

Das Album fängt auch gleich gewohnt bombastisch an, mit orchestralen Keyboardexzessen und gefälligem Gesang, wie man es von den Herren ja kennt und auch nicht anders erwartet. Das hat wieder Sandalenschinken-Moviesoundtrack- Charakter. Nur die Gitarren höre ich nicht. Sind da welche?

Dann haben sich RHAPSODY OF FIRE auf den kommenden Winter eingestellt, und besingen „The Kingdom Of Ice“. Und siehe da, man hat unter dem Kostümfundus der italienischen Oper tatsächlich die Gitarren gefunden, welche aber nur die zweite Geige nach dem  Synthesizer übernehmen dürfen. Auch hier dominiren wieder die Keyboards und der Gesang, die beides natürlich erstklassig dargeboten werden.

Auch der Titelsong brilliert mit bombastischer Orchestralik, epischen Chören und minimalster Gitarrenpräsenz. Wird der Axtmann nach Spielminuten bezahlt?

Nach derart hitziger „Eisenmucke“ muß natürlich wieder etwas Abkühlung her, wobei der „Eternal Snow“ mittels Spracheinlage und Folk-Klängen das passende Wetter herbeizaubert.

Da die Folkklänge gerade so nett waren machen wir da gleich weiter. Schön ruhig und besinnlich, an schottisch/irische Volksmusik angelehnt, geht es los, bevor „Terial The Hawk“ seine Flügel ausbreitet und zu Dudelsackklängen über die italienischen Highlands (?!?) gleitet. Da Luftfracht teuer ist, hat er auch hier die Gitarren größtenteils zu Hause gelassen.

Die wurden dann per Schiff nachgeliefert und dürfen bei „Maid Of The Secret Sand“ direkt mal ein wenig in die Saiten greifen. Aber nicht gleich übertreiben! Die könnten ja kaputt gehen.

Und jetzt kommt mit „Abyss Of Pain II“ ein langer Riemen, der seine über zehn Minuten auch recht opulent ausfüllt. Hier hört man auch mal kurz das eine oder andere heftige Riff. Der Rest läßt eine gewisse Affinität zu Orffs „Camina Burana“ und insgesamt zur italienischen Oper nicht völlig verleugnen, besonders, wenn der Vokalsozialist dann ab und an zur italienischen Sprache wechselt.

Naja, ich könnte das jetzt noch weiter führen und die restlichenSongs ebenso ansprechen, aber allzuviel Andersartiges ereignet sich nicht mehr. Zu erwähnen wäre noch die Ballade „Magic Signs“ und die vorab schon als Single ausgekoppelte Nummer „I’ll Be Your Hero“. Am Ende gibt es dann wieder einen Song in doppelter Ausführung. Einmal auf Italienisch, einmal auf Spanisch. Da es sich dabei wieder um so einen Schmachtfetzen, wie ihn die Band schon auf der „I’ll Be Your Hero“- EP in vierfacher Sprachvariation dargeboten hat, handelt, lasse ich das mal unkommentiert.

Insgesamt bieten RHAPSODY OF FIRE auf diesem Album noch mehr Bombast, noch mehr Melodie, noch mehr Chöre und noch mehr Orchestralität…und noch weniger Gitarren. So langsam muss sich die Band die Frage stellen lassen, ob sie das „Metal“ nicht langsam in „Rock“ umbenennen sollten, denn da haben letztes Jahr SUZI QUATRO und STATUS QUO härteren Gitarreneinsatz dargeboten.

Angenehmer, etwas überladener Bombastrock mit viel Melodie, der Fans des Genres sicher gut reinläuft, echten Stromgitarrenfanatikern aber Zuckerkristalle in den Gehörgängen wachsen lässt und Ohrendiabetiker in den Schockzustand versetzt. MEAT LOAF plus MANOWAR minus Gitarren.

Anspieltipp:  „Son Of Vengeance“ und „I’ll Be Your Hero“


Bewertung: 6,7 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Son Of Vengeance
02. The Kingdom Of Ice
03. Glory For Salvation
04. Eternal Snow
05. Terial The Hawk
06. Maid Of The Secret Sand
07. Abyss Of Pain II
08. Infinitae Gloriae
09. Magic Signs
10. I’ll Be Your Hero
11. Chains Of Destiny
12. Un‘ Ode Per L’Eoe
13. La Esencia De Un Rey



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