CD-Reviews Q-S

STIRIAH – …Of Light (2022)

(7.812) Maik (8,3/10) Black Metal


Label: DIY | All Noir
VÖ: 27.05.2022
Stil: Black Metal

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Da hatten die ostdeutschen Schwarzmetaller STIRIAH ihr letztes Album passenderweise noch im tiefsten Winter veröffentlicht, was mir beim Rezensieren sehr geholfen hat, da die frostige Atmosphäre ihres Black Metals so stärker zum Tragen kam, und ich mich besser in die richtige Stimmung versetzen konnte.

Nun haben STIRIAH sich entschlossen, mit ihrem neuesten Werk „…Of Light“ die Welt im angehenden Sommer zu beglücken, was es schwerer macht, sich auf diese Art Musik einzulassen, wenn von draußen die Sonne zu Freibad und Biergarten einlädt. Aber vielleicht ist dies gerade die Absicht der Band. Sechs Songs sind auf dem Album, die wieder extraordinär lang, keiner unter sechs Minuten, geraten sind. Wie schon auf dem Vorgänger verbinden STIRIAH rasende Riffs, treibendes Drumming mit atmosphärischen, teils melancholischen Melodien, was besonders durch den gequält/verzweifelt wirkenden Gesang noch verstärkt wird.

Teilweise wirken die Songstrukturen etwas dissonant und offenbaren einen leicht progressiven Einschlag, was mich schon beim Review zum Vorgängeralbum „Into The Dephts“ zum Vergleich mit frühen EMPEROR verleitet hat. Dies wird durch die gelegentlichen verspielten Melodien, die sich neben dem Riffing und den zumeist im Blastmodus agierenden Drums einherschlängeln, noch hervorgehoben.

Dies alles ergibt eine ziemlich gewaltige Soundwand, die sich aber durch die klassische höhenlastige Black Metal- Produktion nicht wie ein Panzer durch das Unterholz wühlt, sondern eher frostig kalt wie die weißen Wanderer aus „Game Of Thrones“ bedrohlich im Finstern lauert. Auch das Zusammenspiel simpler und vertrackter Parts wirkt in dieser Hinsicht düster und kalt.

Und obwohl die Songs alle recht lang sind, kommt keine Langeweile auf, da doch recht viel passiert in den Tracks. Und da STIRIAH offensichtlich auf die Erschaffung einer gewissen Atmosphäre Wert legen, macht dies dann auch Sinn. Atmosphäre erreicht man nicht mit zweieinhalb-Minuten-Gemetzel.

Also. So wie es aussieht, funktioniert der Black Metal von STIRIAH auch im Frühsommer. Experiment geglückt. Oder….Ähhh… bilde ich mir das jetzt ein, oder wird das tatsächlich gerade etwas kühler….Ich ziehe mir jetzt mal Socken über…

Anspieltipp: „Threatening Shadows“


Bewertung: 8,3 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. The Emergence Of Being
02. Drifting In The Sea Of Flames
03. Companion Of Light
04. Threatening Shadows
05. Lonely The Moon Is Enthroned
06. My Burden The Last Crown



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