Q-S

SYLVAINE – Nova (2022)

(7.720) Niclas (7,0/10) Post Black Metal


Label: Season of Mist
VÖ: 04.03.2022

Stil: Post Black Metal

 

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Viele musikalische Trends brennen irgendwann aus. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern als die französische „Blackgaze“-Szene um Bands wie ALCEST und LESDISCRETS frischen Wind in den Black Metal-Untergund brachten und so einige mehr oder weniger erfolgreiche Nachahmer fanden. Mittlerweile ist von diesen Nachahmern aber kaum noch jemand übrig und die Pioniere des Sounds stehen weitgehend allein da. Nun, abgesehen von SYLVAINE, die ihre Einflüsse kaum offensichtlicher zur Schau stellen könnten. „Nova“, das neue Album des Soloprojekts der Norwegerin Kathrine Shepard strotzt nur so vor Titeln, die auch aus Neiges Feder hätten stammen können.

Trotzdem, die musikalische Qualitäten der Songs sind trotz einer gewissen Ähnlichkeit mit den französischen Blackgaze-Pioniere nicht von der Hand zu weisen. Vor allem die längeren Titel „Mono No Aware“ und „Fortapt“ machen ziemlich Dampf und bieten von ruhigen melodischen Passagen bis hin zu furiosen Blastbeats alles, was das Herz sich wünscht. Dazwischen bekommt man mit „Nowhere, Still Somewhere“ und „I Close My Eyes So I Can See“ ein paar rockigere und geradlinigere Stücke serviert, die gerade deshalb aber zu den eingängigsten Passagen des Albums gehören. Die Performance ist auf allen Ebenen ziemlich gut, auch wenn sich leider recht wenige wirklich herausragende Riffs auf dem Album finden lassen.

Ganz mit nimmt „Nova“ aber auch nach mehreren Durchläufen trotz aller musikalischer Brillianz nicht. Dafür reicht der Wiedererkennungswert der Musik einfach nicht weit genug über „ALCEST, aber mit einer Frontfrau“ hinaus. Punktabzug gibt es außerdem für die Struktur des Albums. Neben einem fünfminütigen A cappella – Intro und der fast achtminütigen Akustik-Ballade „Everything Must Come To An End“ fehlt mir als Fan der härteren Töne einfach das „Fleisch“ auf „Nova“. Am Ende jedes Durchlaufs bleibt man einfach noch zu hungrig zurück. SYLVAINE haben sicher noch einige Qualitätsreserven und viel Potenzial für zukünftige Meisterwerke, mit „Nova“ bleibt dieses Ziel aber noch unerreicht. Trotzdem ist das Album durchaus ein paar Durchlaufe wert. Vor allem eingefleischte Blackgaze-Fans werden hier sicher ihre Freude haben.


Bewertung: 7,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Nova
02. Mono No Aware
03. Nowhere, Still Somewhere
04. Fortapt
05. I Close My Eyes So I Can See
06. Everything Must Come To An End
07. Dissolution (Bonus)



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