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VULTURE LORD – Dessecration Rite (2021)

(7.147) Patrick (9,5/10) Black Deaththrashing Metal


Label: Odium Records
VÖ: 20.06.2021

Stil: Black Deaththrashing Metal

 

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Satte 18 Jahre musste die Black Metal Welt auf ein neues Album aus dem Hause VULTURE LORD warten, doch nun endlich verdunkelt sich der Horizont erneut. Die satanische Black / Thrash Horde, bestehend aus Mitgliedern von URGEHAL, BEASTCRAFT, CARPATHIANFOREST und ENDEZZMA bläst zum alles vernichtenden Sturm, zelebriert eine schwarze Messe in Reinform und lässt mit ihrer blutigen Opfergabe „Dessecration Rite“ den Gehörnten freudig im Kreis tanzen.

Nach einem kurzen…..die Existenz Gottes in Frage stellenden Intro nimmt der nordisch schwarzmetallische Reigen mit „Bloodbound Militia“ seinen rasenden Anfang. Eine Sologitarre geleitet uns, von Blastbeats begleitet in den ersten Song, welcher in typisch norwegischer Black Metal Manier nichts als verbrannte Erde hinterlässt und ebnet somit den Weg für den nun folgenden „Stillborn Messiah“. Spätestens ab jetzt ist zu jeder Zeit die unverkennbare Handschrift einer der einflussreichsten Gestalten der Black Metal Szene auszumachen. Kein Wunder, immerhin stammt ein Großteil des Songwritings für diese pechschwarze, diabolische Perle aus der Feder des KVIST / URGEHAL / VULTURE LORD Mastermind´s „Trondr Nefas“, der tragischerweise am 13. Mai im Jahre 2012 aus dem Leben gerissen wurde.

Der Geist „Trondr´s“ scheint auf „Dessecration Rite“ absolut allgegenwärtig und überhaupt habe ich während der gesamten Spielzeit das Gefühl, dass es sich bei der vorliegenden Platte um ein waschechtes URGEHAL Album handeln könnte. Die martialisch anmutende Truppe sägt, blastet, keift und wütet sich durch die acht Songs, verfällt dabei aber niemals in stumpfe, blinde Raserei, stellt den schwarzen Thrash im Vergleich zum Debut etwas hinten an und lässt damit in fast jeden Song die für URGEHAL so typischen Heavy / Black´n´Roll Elemente einfließen. Was für ein fest für schwarze Seelen!

Mit diesem eindrucksvollen Manifest, welches ja in gewisser Form schon fast einem Nachruf gleichkommt, zeigt die Band eindrucksvoll auf, welch herben Verlust die gesamte Szene seit jenem dunklen Tag in 2012 zu beklagen hat.

Songs wie „Diabolical Intervention“ oder der grandiose und mit dezenten „Nekromisanthrop“ Anleihen versehene Überhit „Burning The Kingdom Of God“ hätten auch auf der 2006er Götterscheibe „Goatcraft Torment“ eine extrem gute Figur abgegeben.

Demgegenüber stehen Songs wie die namensgebende Bandhymne „The Vulture Lord“. Hier wird einfach so dermaßen locker aus der teuflischen Hüfte gerockt, dass es eine wahre Freude ist. Dieser rituelle Lobgesang ist, bis auf die Verwendung einiger weniger Blastbeats in der Songmitte, nichts weiter als purer, traditionell gespielter, angeschwärzter Heavy Metal mit hassdurchtränkten Vocals. Völlig genial.

Es ist natürlich selbstverständlich, dass nicht jeder Song mit dieser enormen Güteklasse der genannten Beispiele mithalten kann. Vielmehr lebt das Album, welches absolut keinen Ausfall zu verzeichnen hat von dieser imposanten Mischung aus höchster Black Metal Kunst in Verbindung mit diesen Ureigenen Black´n´Roll Einflüssen und vermag dabei den ein oder anderen grandiosen Hit zu offenbaren. VULTURE LORD haben mit „Dessecration Rite“ ein extrem abwechslungsreiches, wirklich kurzweiliges und qualitativ überaus herausragendes Ritual aus tiefschwarzem Stahl geschmiedet. Ich bin schwer begeistert!

Der Sound knallt ordentlich druckvoll und außerordentlich beachtlich aus den Boxen, lässt dabei aber trotzdem, die für diese Art Musik so wichtige rohe Urgewalt und die nötige Portion Dreck nicht missen. Organische Drums, abartig sägende Gitarren, angepisste, von Hass zerfressene Vocals und die immer wieder auftauchenden kurzen Gitarrensoli werten dieses Gesamtkunstwerk zusätzlich auf.

Letztendlich bleibt mir eigentlich nur noch zu erwähnen, dass all denjenigen welche URGEHAL ebenfalls so schmerzlich vermissen, dieses Album dringlichst ans Herz gelegt sei. Alle anderen Black Metal Maniacs sollten „Dessecration Rite“ ebenfalls nicht verpassen und bei dieser Gelegenheit auch gleich mal den gesamten Backkatalog beider Bands checken.

Ein wahrhaft großartiges Black Metal Juwel, welches mich in vielen Momenten in totaler Nostalgie schwelgen lässt. Extrem starkes Teil!

In diesem Sinne: Hail VULTURE LORD – Hail Trondr Nefas – Hail Satan!

Anspieltipps: „Burning The Kingdom Of God“ und „The Vulture Lord“


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Glorification Of The Dethronation
02. Bloodbound Militia
03. Stillborn Messiah
04. The Vulture Lord
05. Diabolical Intervention
06. Prepare The Coffin
07. Beneficial Martyrdom
08. Burning The Kingdom Of God
09. Perverting The Bible




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