EINE KATHARTISCHE REISE



Auf dem starken Undergroundlabel Transcending Obscurity, ist mit dem Debut der portugiesischen Sepulcros„Vazio“ ein wiederum sehr starkes Album einer jungen Band erschienen. Der tiefschwarze Funeral Death/Doom zeigt sich von brachial schleppender, sowie infernalisch rasender Fahrtrichtung, der Anhänger beide Genres recht gelungen zu einer Einheit verschmilzt. Unser beliebtes New Breed Format war dafür wie gemacht, das Anliegen von Sepulcros mal etwas näher zu beleuchten. Drummer JS stand mir dafür für ein kurzes Gespräch bereit...

Bitte stellt Euch kurz vor. Wer seid Ihr, woher kommt Ihr und was für Musik kann man erwarten, wenn man Eure Platte kauft?

Mein Name ist JS, ich bin Drummer bei der portugiesischen Funeral Death Doom Horde Sepulcros, die sich 2018 gründeten. Wir spielen sehr langsamen Death Doom, voller Melancholie und Tragik. Einen guten musikalischen Kontrast bilden bei uns explosive, pechschwarze Death Metal Riffs, die wir mit unserer extremen doomigen Ausrichtung verflochten haben. 

Wie seid Ihr auf Euren Bandnamen gekommen?

Der Bandname ergänzt sich perfekt mit dem Albumtitel unseres Debut`s namens „Vazio“. Das bedeutet so viel wie „Leere“. Sepulcros heisst übersetzt „Gräber“, was metaphorisch ebenso dafür steht. Denn das menschliche Gefäß ohne einen Geist ist ebenso leer. So ergeben Bandname und der Albumtitel eine passende Einheit.

Wer sind Eure Vorbilder?

Wir haben keine konkreten Vorbilder, denn wir schätzen Musiker, Schriftsteller und Filmemacher, die ihre eigenen Visionen nicht durch externe Faktoren beinträchtigen lassen. Man sollte keine Angst davor haben seine eigene Essenz zu erforschen, statt sich zu sehr von äußeren Faktoren beeinflussen zu lassen.

Erzählt mal bitte ein wenig von Eurer neuen Platte und warum muss man diese unbedingt kaufen?

Unser aktuelles Album „Vazio“ ist eine ergreifende Reise, die alle Sinne fordert. Sie fordert den Geist und das Gehör eines Jeden. Es erzählt eine vollständige Geschichte darüber, wie sich die menschliche Existenz in einer illusorischen Ebene bewegt.

Wie entstehen eure Songs? Auf was legt ihr dabei besonderen Wert?

Die Songs entwickeln sich bei uns völlig organisch und sind völlig spontan entstanden. Wir müssen nur das Gefühl haben, dass es etwas ist, das wir selbst gerne hören würden. Jedes Lied ist wichtig und jeder Text auch. Es ist eine kathartische Erfahrung für jeden, zu den inneren verdrängten Konflikten und Emotionen.

Wo war bislang Euer bester Auftritt und wo würdet Ihr gerne mal spielen? Gibt es eine besondere Location oder ein bestimmtes Festival?

Wir haben noch nie live gespielt, weil das Album während der Covid-Pandemie veröffentlicht wurde, aber wir haben alle schon einmal live mit unseren anderen Bands. Ich persönlich schätze das SWR Metalfest hier in Portugal sehr.

Bevorzugt Ihr kleine Club Konzerte oder doch lieber Festivals?

Ich finde das kleine Clubshows sich natürlich viel intimer und persönlicher anfühlen, aber Live Festivals geben dir mehr Spielraum für eine intensivere oder auch größere Show. Es hat beides positive Aspekte, die ich gut finde.

Mit welchen 3 Bands würdet Ihr gerne mal auf Tour gehen oder zusammen spielen und warum?

Das ist schwer zu sagen. Es gibt viele Bands, denen ich den Vorzug geben würde um mit ihnen auf Tour zu gehen. Derzeit favorisiere ich die Musik von Convocation, Grave Miasma und Eremit, das ist deswegen so, weil ich gerade ihre Alben aufgelegt habe. Und ich sie wirklich gut finde.

Wie sieht es mit der Metal Szene in Eurer Heimat aus? Was für Clubs oder Bands gibt es bei Euch, die man sich unbedingt merken sollte?

Die Metalszene hier hat ihre Höhen und Tiefen, es gibt Vorzüge und Dinge, die eben nicht so gut laufen. Aber Promoter und auch Bands haben in den letzten Jahren immer wieder Wege gefunden die Situation zu verbessern, und eben auch Shows zu veranstalten. Das ist wirklich die beste Sache dabei. Eine gute portugiesische Band, in der ich auch spiele, sind Monte Penumbra, sie zelebrieren doomigen Avantgarde Black Metal und haben gerade ihr zweites Album „As Blades In The Firmament“ auf End all Life veröffentlicht.

Was halten Eure Eltern von Eurer Band und der Musik?

Unsere Eltern bevorzugen natürlich völlig andere Musik, aber das ist wohl eine Generationsfrage. Dennoch unterstützen uns in der Entscheidung und in dem was wir machen. Das ist dabei das Wichtigste.

Was bevorzugt ihr zu trinken? Bier oder eher Whiskey? Welche Sorte und warum?

Wir lieben deutsches Bier, für uns ist Franziskaner Bier das absolut Beste.

Nach der Veröffentlichung dieses großartigen Albums, was sind eure Pläne?

Wir wollen so viel möglich live spielen und natürlich sehr bald auf Tour gehen. Man muss allerdings in der jetzigen Situation sehen was möglich ist. Auch wollen wir an neuen Songs basteln und den Nachfolger unseres aktuellen Albums aufnehmen. Das sind unsere derzeitigen Pläne.

Zum Abschluss, ihr könnt ein paar abschließende Worte an unsere Leser richten.

Wir möchten uns bei Euch bedanken und den Lesern vom Zephyr`s Odem. Sich über neue und unbekannte Bands zu informieren und darüber zu berichten ist nicht selbstverständlich, auch das sich jemand mit unbekannten Bands beschäftigt, ohne daran Geld zu verdienen. Wir schätzen diese Art von Plattform, es ist schön unsere Kreativität hier ausleben zu können und dabei unterstützt zu werden. Das schätzen wir sehr.


TIMO

Gesprächspartner: JS (Drums)


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