Das 20. Jubiläum des Summer Breeze Open Airs und ich war nicht dabei….! Persönliche Belange machten mir es kurzfristig unmöglich, nach Dinkelsbühl zu fahren. Somit war das Zephyrs Odem Team etwas dezimiert, weshalb der Bericht zum 20. Summer Breeze etwas reduzierter ausfällt. Das aber nur etwas, da freundlicherweise unser damaliger ZO-Neuzugang Peter dem Max vor Ort unter die Arme griff. Aber lest selbst! (Marky)

Anreise: 
Am Dienstagmorgen um ca. 4.30 Uhr standen wir in der Schlange vor dem Gelände – irgendwann gegen 6.30 wurden die ersten hineingelassen. Voller Vorfreude fuhren wir auf das bekannte Gelände. Dann jedoch Ernüchterung: Schlimmstes Sardinendosen-Camping, völlig überfüllt. Erst nach mehreren Diskussionen mit Ordnern hat meine vierköpfige Gruppe den Platz für ZWEI (!!!) Zelte und je ca. 2Meter davor bekommen. Alle, inklusive unseren Nachbarn, waren recht genervt von diesen Umständen. Man konnte sich jedoch damit arrangieren und ließ sich das Festival nicht verderben, auch wenn ich einen gewissen Groll gegen die Ordner, die sich nicht mit den Problemen der Besucher auseinandersetzen wollten, hegte.

Mittwoch:
Mein persönlicher Opener des Festivals waren Uada. Sehr überzeugend, und absolut on point – wäre aber sicherlich besser rübergekommen, wenn sie später gespielt hätten. Alles in allem dennoch ein sehr gelungenes Konzert mit zu wenigen Besuchern.

Kurz darauf Vital Remains. Viele der Zuschauer bei Uada blieben gleich, um Vital Remains zu sehen, so auch ich, obwohl es über eine Stunde Wartezeit gab. Begonnen wurde mit „Where is your God now“ und weiter ging es mit diverse Klassikern. Der Platz vor der Camel Stage füllte sich langsam, sodass die Amerikaner ca. 1000 Gäste zu verbuchen hatten. Gegen Ende des Sets kam doch tatsächlich Werner auf die Bühne, eine Pentagramm-Fahne in den Händen. Das Stagediven ließ er sich nicht nehmen. (Max)
Donnerstag:
Die erste Band die ich am Donnerstag gesehen habe, waren die mächtigen Obituary. Sehr, sehr geiles Konzert, sehr eingespielt und super sympathisch. Aus dem Fotograben konnte man kurz vor dem Konzert Gitarrist Trevor Peres „Holy shit, so many people“ sagen hören… Die Zuschauer ließen ordentlich die Matten kreisen, und zwar trotz brennend heißer Sonne. Auch die Band ließ sich nicht beirren und lieferte einwandfrei ab.

Dawn of Disease enttäuschten mich wie bereits auf dem Party.San Festival sehr. Echt schade – das dachten sich wohl auch nicht wenige der anderen Besucher: Viele verließen die Camel Stage nach 2-3 Liedern. Nile boten demgegenüber, wie gewohnt, ein technisch perfektes Set. Wie eigentlich immer wenn sie spielen, war ich beeindruckt von George Kollias‘ Drumming. Was die Jungs da ablieferten suchte seinesgleichen – sehr geil! (Max)

Auf der Summer Stage waren dann Megadeth zu erleben. Mit einer gewissen und ehrlich gesagt auch skeptischen Erwartung, legten Megadeth insgesamt technisch sauber los, nur fehlte mir persönlich der Enthusiasmus, der Spirit. Mal abgesehen von der beinahe lethargischen Bühnenperformance von Dave Mustaine, der seines Zeichens keine wirkliche Emotionsrakete ist, glänzte hier nur sein Gitarrenpartner Kiko Loureiro. Die Songs wurden meines Erachtens lediglich nur runter gespielt und der Funke sprang bei mir nicht wirklich über, trotz der zahlreichen Klassiker. Die ansprechende Bühnenkulisse entsprach somit leider nicht dem, was von der Bühne hätte kommen können. Mit etwas mehr an Lust (ausgenommen Kiko Loureiro), wäre es sicher ein geiler Auftritt von Megadeth geworden.

Auf der Woge des Erfolgs begingen Amon Amarth ihren zweiten Gig auf dem SBOA. Das Wikinger-Schiff glitt dabei zielsicher über die Heerscharen der Fans. Es ist in der Tat eine Augenweide den Herren zu zusehen. Mit welcher Freude, Überzeugung und Sympathie es ein ums andere Mal gelingt, die Meute zu lenken. Der zweite Auftritt binnen weniger Stunden schadete keines Wegs und zeigte deutlich auf, welche Professionalität die Skandinavier an den Tag legen. (Peter)

Revel in Flesh, wiederum auf der Camel Stage, habe ich ebenfalls schon stärker gesehen, und zwar auf dem Chronical Moshers 2016. Vor allem der Gesang konnte mich heute gar nicht überzeugen – aber dem Großteil des Publikums schien es zu gefallen, und somit wurde vor der Bühne ordentlich Party gemacht. (Max)
Freitag:
Für mich ging es los um 11.00 Uhr mit Aversions Crown. Der absolute Wahnsinn. Sogar für mich als eingefleischten Death Metaller eine unglaublich geile Show. Schnelligkeit und Brutalität mussten sich vor keiner anderen Band verstecken, super sympathisch waren die Jungs auch noch. Was ich an eigenem Leib erfahren durfte war, dass trotz sehr regem Moshpit bei jedem der fiel sofort mindestens 3 Menschen dort waren, um ihm/ihr wieder aufzuhelfen. So macht das Spaß! (Max)

Gewohnt spielsicher und motiviert gingen Sacred Reich von der T-Stage aus auf die Meute los. Das Schöne an dieser Band ist, dass die Erwartungen eigentlich immer erfüllt werden. Ohne großes Bla Bla Bla und kompromisslos auf die 12. Ein Klassiker nach dem anderen und die Nackenmuskulatur schreit nach Hilfe. Sympathisch, erfrischend und zeitlos. So könnte man Sacred Reich auch heute noch beschreiben. Eine wahre Freude. (Peter)
Die Malaysier von Humilation machten ihrem guten Ruf alle Ehre, sie haben ja ohnehin bereits eine recht große Fanbase in Deutschland, dementsprechend groß viel auch das Publikum aus. Sehr „tight“ bis zum letzten Ton, sehr energetisch und voll in die Fresse, sehr schön!

Trotz Unwetterwarnung spielten Crowbar im strömenden Regen auf der T-Stage. Ein Bilderbuchkonzert, echt. Die Setlist hielt einen geilen Song nach dem anderen bereit – all meine Lieblingslieder wurden gespielt. Von schnellem wie „I am the Storm“ und „Cemetery Angels“ über langsames wie „Walk with knowledge wisely“ lieferten die Jungs aus New Orleans sowohl neue als auch alte Songs ab. Unglaublich geiles Konzert, dafür bin ich gern bis auf die Knochen nass geworden! 

Insomnium spielten eine Weile später, ebenfalls auf der gut gefüllten T-Stage. Nicht ganz on-point, aber dennoch ein gelungenes Konzert. Auch der Sound war sehr gut – Die regenbedingten Monitorsoundprobleme, die bei Crowbar auftraten, schienen behoben worden zu sein. Die Band und die Zuschauer hatten sichtlich Spaß. (Max)

Kreator sind ein würdiger Headliner, im Moment derzeit wohl zu Recht auf diesem Level. Was Kreator hier ablieferte war in der Tat klasse. Alleine die Songs des aktuellen Albums wurden auch Live perfekt dargeboten. Dem einen mögen die neuen Nummern missfallen haben, letztlich aber haben sich Kreator mit dieser Weiterentwicklung jedoch aus den gewollten Zwängen alter Tage sehr zum Positiven befreien können. Geschmackssache eben. Ich fand das Gesamtpaket sehr ansprechend und auch das bisherige Verständnis von Kreator lässt mit der neuen Identität dieser Band gut vereinbaren. (Peter)
Samstag: 
Zu Benighted kam ich leider zu spät, sodass ich nur die letzten zwei Songs sehen konnte. Die Franzosen boten alles andere als leichte Kost, was ich gesehen habe war unglaublich brutal und ging voll ins Maul. Schade, dass ich nicht mehr gesehen habe!

Der Weg einer Freiheit spielten zum ersten Mal Songs ihres neuen Albums „Finisterre“. Der Gesamteindruck war sehr gut – auch wenn die Drums sehr offensichtlich und aggressiv getriggert waren. Das Schild mit der Aufschrift „Der Weg Vong 1 Freiheit“ kann man lustig finden oder auch nicht – gesehen dürfte es allerdings so gut wie jeder haben. Insgesamt machte die Bühnenshow einen recht sterilen Eindruck, was der Qualität des Konzertes jedoch keinen Abbruch tat.

Das Set von Knorkator war gespickt mit allem was man von den Berlinern so kennt – Mit der Überraschung, dass die Damenkapelle aus Berlin sowie Doro auf die Bühne kamen (Von Stumpen mit „Viele Brüste auf der Bühne“ kommentiert), und dort für klangliche Abwechslung sorgten. Es war sehr offensichtlich, dass es sich bei allen Beteiligten um sehr, sehr professionelle Musiker handelt. (Max)

Für mich seit Jahrzehnten eigentlich die Thrash-Band schlechthin. Schon deshalb war meine Freude überschwänglich, Overkill auf dem SBOA erleben zu dürfen. Ich habe diese Band noch nie schlecht oder lustlos agierend gesehen, so auch dieses Mal nicht. Egal, was da von der Bühne herab schallte, es war einfach ein Brett. Ein Blitz in Höchstform, gut gelaunt und motiviert bis in die Haarspitzen. Eine Augenweide. Genießen sollte man Overkill in der Dämmerung oder wenn es dunkel ist, dann kommt die Atmosphäre noch besser rüber. Das schwindende Tageslicht konnte den Thrash-Göttern jedoch nichts anhaben. Und zu guter Letzt verabschiedete sich Blitz ganz höflich und respektvoll mit den Worten: „verpisst euch, ihr Luschen“. Bums, aus, hervorragend. (Peter)

Das Korn mal auf dem Summer Breeze spielen würden, hatte ich lange nicht für möglich gehalten. Mit diesem Schmankerl hat sich das SB-Team selbst ein Geschenk gemacht. Nach einem Countdown-Intro, fiel der Vorhang und offenbarte eine imposante Bühne mit Videoleinwänden und einer fetten Lightshow. Die Band legte unumwunden los mit „Rotting in Vain“ und Mr. Davis tänzelte gewohnt in seinem Schottenrock und feuerte die Massen vor sich an. Fulminanter Start, der viel versprach für die kommenden 90 min. Auch bei Korn muss ich gestehen, dass ich sie zur Zeit der aufkeimenden Nu Metal Szene , Mitte der 90er Jahre, zunächst gedisst hatte. Heute für mich unverständlich, den Korn zündeten ein brachial-musikalisches Feuerwerk nach dem anderen ab. Sie boten erwartungsgemäß einen Querschnitt vom ihrem Schaffen, wobei es auch drei Songs von der „The Serenity of Suffering“ Platte ins Set schafften. Am meisten ab ging es erwartungsmäßig zu den Hits wie „Got the Life“ oder als Jonathan Davis seinen Dudelsack rausholte zu „Shoots and Ladders“. Der sprichwörtliche Funke zum Überspringen brachte jedoch der Zugabeblock mit: „4 U“, „Blind“ und „Freak on a Leash“. Keiner stand mehr still und alles hüpfte oder bangte, sofern dies noch möglich war, nach 4 Tagen Vollbedienung auf dem Summer Breeze Festival. Ich hatte jedenfalls nach Korn fertig! (Peter)

Die letzte Überraschung des Festivals waren für mich Endseeker – So haben die Hamburger Jungs auf dem In Flammen Open Air 2016 noch das Prädikat „ganz cool“ erhalten, haben sich bis jetzt aber noch einmal extrem gesteigert. Ein geniales Konzert für Fans des Schweden-Deaths! (Max)

Fazit zum Festival an sich: 

Für meinen Geschmack zuweilen recht teuer (Gleich oder teurer als Wacken), allerdings stimmte meist die Qualität. Es war manchmal so überlaufen, dass man über eine Vergrößerung des Geländes nachdenken könnte und sollte, wie ich finde. Das Prinzip der Hauptbühne mit 5-10minütigen Umbaupausen, durch einen drehbaren Boden, war eine klasse Idee, die in der Praxis auch sehr gut funktionierte. Der Einlass hätte etwas größer ausfallen dürfen, dafür waren die Ordner hier aber in der Regel freundlich. Allgemein war das Personal meistens freundlich und hat bei Problemen gern weitergeholfen – und wenn es nur die Frage nach dem nächsten Klo war. Erstaunt war ich über die Masse an Krankenwagen vor Ort – Den Hauptweg aus dem Festivalgelände hinaus benutzten die Sanitäter gefühlt alle 5Minuten. Die Polizei war ebenso sehr präsent, ließ den normalen Festivalgänger aber in der Regel unbehelligt. (Max)

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