Post vom schwedischen Anwalt?

Halleluja! Was für ein Jahr bislang im Bereich Death/Extrem Metal. Dazu trug auch das neue Album „Mask of malice“ von Lay down rotten bei, zu denen ich seit Jahren eine richtige Affinität entwickelt habe. Immer wieder schaffen es die Hessen, ihren eigenen Sound neu zu definieren und ein geiles Album nach dem anderen zu veröffentlichen. Diesmal allerdings unter den Vorzeichen des Weggangs des Gründungsmitgliedes Daniel Jacobi, doch scheinbar war diese Trennung mehr heilsam als alles andere. Also…Frontmann Jost Kleinert zum Gespräch bitte…
Meine erste Frage zielt natürlich auf die eigene Zufriedenheit mit diesem Koloss ab. Gab es überhaupt Dinge, die man an diesem Album hätte besser machen können?

Zuerst einmal muss man sagen, dass wir mit der Produktion und den Songs mehr als sehr zufrieden sind. Bei jeder Scheibe lernt man etwas dazu. Der Entstehungsprozess und die Albumaufnahmen waren eine großartige Erfahrung. „Mask Of Malice“ fühlt sich wie ein Neubeginn für Lay Down Rotten an. Und anscheinend ist es das auch. „Mask Of malice“ ist kein Konzeptalbum, aber Artwork, Lyrics und Musik greifen ineinander, beziehen sich aufeinander und bilden so eine starke Einheit. Das war unsere Zielsetzung und das ist uns gelungen.
Jost, das erste Album ohne den (ehemaligen) Mettgott. Ich finde „Mask of malice“ klingt sehr emanzipiert, frisch und kreativ, was mir bei „Ghospel of the wretched“ ein wenig fehlte. War der Split mit Daniel ein „notwendiges“ Übel, um wieder frei von der Leber weg solche Hammersongs zu komponieren?

„Gospel Of The Wretched“ war uns ist eine harte Scheibe, die auf verschiedenen Ebenen zündet. Mask Of Malice ist direkter und kommt ohne Umschweife auf den Punkt. Aber ganz ehrlich: es ist schwierig die Alben zu vergleichen, denn jedes Album in unserer Laufbahn spiegelt auch das Lebensgefühl zu jener Zeit wider.

War Daniels Weggang 2010 ein Schock?

Was ist denn schon ein Schock? Es kam ja nicht so überraschend. Man muss auch mal schwierige, unangenehme Entscheidungen treffen und damit leben. Wir sind Optimisten und die wichtigste Prämisse für eine Band ist zu ihrem besten zu entscheiden und zu handeln. Unser Fokus liegt auf der Realität und unserem aktuellen Album.

Nun hat er ja mit Milking the goatmachine ziemlich schnell Erfolg einheimsen können. Kommt da ein gewisser Neid auf, oder verbindet Euch nach 6 Jahren und 4 Alben immer noch eine Freundschaft?

Gleichgültig wie ich mich äußere, meine Statements werden auf die eine oder andere Weise interpretiert. Deswegen respektier bitte, wenn ich mich im Sinne der Band zu diesem Thema nicht mehr äußere. Es ist auch gar nicht relevant. Lay Down Rotten ist eine Einheit von fünf Individuen, die sich durch harte Musik ausdrücken.
Inwieweit war Euer neuer Sechssaiter Daniel Seifert am Entstehungsprozess des neuen Albums beteiligt? Konnte er bereits Akzente setzen und seine Ideen mit einbringen?

Daniel Seifert aka Kensington ist ein alter Bekannter von mir. Wir spielten zusammen in meiner ersten Band Sarx. Deswegen gab es keine Integrationsphase im eigentlichen Sinne. Kensington ist nicht nur ein begabter Musiker, sondern auch ein talentierter Songwriter. Zur ersten gemeinsamen Probe mit Lay Down Rotten kam er direkt mal mit acht fertigen Songs und haufenweise Ideen. Er gab dem typischen Lay Down Rotten Sound noch eine gewisse Note, und wir sind froh ihn bei uns zu haben.

Wer kam denn auf die Idee Toshihiro Egawa, der sich bereits mit Hammermotiven für Vomitory, Krisiun oder Suicided silence einen Namen gemacht hat, das Cover zeichnen zu lassen? War Dan Seagrave, nach dem dieses Hammerbild aussieht, zu teuer?

Dan Seagrave stand gar nicht auf unserer Liste. Unser Gitarrist Nils hat uns Toshihiro vorgeschlagen. Nachdem wir gesehen hatten, was für geile Sachen er erschafft, wussten wir, dass er der richtige Mann ist, um das Cover zu realisieren. In dem Cover sind verschiedene Elemente enthalten, die das lyrische Konzept von „Mask of Malice“ widerspiegeln. Es fängt sowohl die düstere und bedrohliche Stimmung, die auf dem Album herrscht, als auch die Brachialität der Songs ein. Toshihiro hat das genial umgesetzt. Wir sind sehr zufrieden.

Produziert habt Ihr „Mask of malice“ wie immer im Desert Inn Studio mit Thilo Krieger (u.a.Milking the goatmachine…wie passend). Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Ist Thilo mittlerweile das sechste Mitglied bei LDR?

Ja wir fühlen uns im Desert Inn sehr wohl! Thilo weiß genau, was
LDR braucht, das hat er schon am Anfang, als wir das erste Album aufgenommen haben schon bewiesen. Er gibt immer 100% und ist immer bemüht das Beste aus uns und den Songs rauszuholen. Zudem besteht eine gewisse Vertrautheit und Vertrauen zwischen uns. Never change a winning team!
Erzähl mir ein bisschen mehr über die textlichen Hintergründe auf „Mask of malice“. Bei „Hades resurrected“ ist die Ausrichtung ja klar.

Mein Bruder Elmar und ich haben die Texte für die letzten 4 Alben geschrieben und hinter jedem Text steckt ein Abend mit Diskussionen und Auseinandersetzungen, bis wir zufrieden waren! Die Texte basieren auf unserer anti-christlichen Einstellung und behandeln hauptsächlich Themenschwerpunkte wie Anarchie, Kriegstreiberei, Korruption, Umweltzerstörung und die Macht der Politik im Kontext der Auswirkungen auf die Erfahrung jedes einzelnen Individuums. Wir sind alle Teil einer riesigen Maschinerie, einer Industrie und einer Gesellschaft, die außer Kontrolle geraten zu sein scheint. Deshalb haben wir die Untersuchung der Natur der menschlichen Niedertracht als Grundlage für die Texte des neuen Albums genommen.

Welches sind Deine Favoriten auf dem Album und warum?

Das ist eine schwierige Frage! Jeder Song ist eine Livegranate. No fillers! Just killers! Jeder Song hat das Potential ins Liveset zu passen. Darauf kommt es an! „Hades Resurrected“ mit seinem Intro und der bedrohlichen Atmosphäre wie auch den diabolischen Lyrics sticht an sich heraus. Jeder Song ist mir sehr nah. Noch fehlt mir die nötige Distanz, denn das Album ist ja brandneu.

Die Scheibe ist ja ziemlich passend zur anstehenden Festivalsaison auf den Markt gekommen. Kalkül, Absicht, Zufall? Wie sieht es denn mit Festivalaufritten Lay down Rottens 2012 aus?

Da ist einiges in Planung! Schaut am besten mal immer wieder auf www.laydownrotten.comvorbei. Da erfahrt ihr alles!
Im Sommer dann die kleine Tour mit Cannibal Corpse und Aborted…ein solches Hammerbilling, dass ich sogar nach Rostock fahre, um dieses live erleben zu dürfen. Das ist doch schon ein kleiner Traum, oder?

Cannibal Corpse
und Aborted! Was ein Billing! Wir freuen uns sehr darauf mit ihnen zu spielen und all die Death Metal Maniacs zu treffen.

Wie sieht es denn mit einer eigenen Tour aus? So langsam sollte ja mal eine flächendeckende Rundreise bei sechs Alben drin sein, oder?

Definitiv! Da muss man halt schauen, was realisierbar und auch durchführbar ist. Zeitpunkt und Locations müssen stimmen. Aber über ungelegte Eier sollte man bekanntlich nicht reden. Da kommt auf jeden Fall noch was!

Ich muss auf jeden Fall noch mal nach dem Hammershirt mit dem abgewandelten Unleashed Logo fragen. Gab es irgendwelche Reaktionen aus Schweden oder Androhung von Rechtsmitteln?

Hahaha... Nein wir haben nur eine sehr geringe Auflage von den Shirts machen lassen und Ärger seitens den Schweden haben und werden wir wohl nicht bekommen.

Die herzliche Umarmung und die Flasche Pfeffi (wie in meinem Review angekündigt) habt Ihr Euch mit „Mask of malice“ jedenfalls redlich verdient. Deine letzten Worte und warum MUSSman das Album unbedingt im Regal stehen haben?

We are
Lay Down Rotten! 10 years of Extreme Metal! And now…the beginning of a new era!See you all on tour! Cheers, Jost

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