Die haben Ozzy, ich muss das alleine machen

Damals als Geheimtipp abgetan, haben sich Grand Magus mittlerweile zur absoluten Speerspitze im Bereich des traditionell angehauchten und rundum modernisierten Heavy Metals empor geschwungen und begeistern mittlerweile in einem fast regelmäßigen Rhythmus von 2 Jahren ihre Anhängerschaft mit herrlichen akustischen Keulen. „Triumph and power“ heißt der siebte Rundling und bietet erneut all das, was die Fans an den Schweden seit 14 Jahren zu schätzen wissen: Brillantes Riffing, mitreißende Songs mit Ohrwurmcharakter und die großartige Stimme von Frontmann JB Christoffersson, den ich mir unter tatkräftiger Mithilfe von Flori Milz (Nuclear Blast) griff, ans Telefon zerrte und ihm ein paar Informationen aus der Nase zog.
JB, alles gut?

Ja prima. Mir geht’s klasse. Und selbst?

Hervorragend, wobei ich mir gerade Gedanken mache, ob Du ein großer Manowar Fan bist…

Wie kommst Du darauf?

Na „Triumph and power“ klingt doch sehr nach den Leatherboys…

Hahaha, aber Du vermutest richtig, ich war schon immer ein großer
Manowar Fan, doch der Titel hat damit wenig zu tun, obwohl man offensichtliche Parallelen ableiten könnte…was soll ich sonst dazu sagen, um meine Haut zu retten? (lacht)

Am 31.01.2014 kommt ja nun endlich Euer neues Album in die Läden. Macht sich da ein wenig Nervosität breit, was die breite Masse zu der Scheibe sagen wird?

Nervös bin ich eigentlich nicht, doch zum ersten Mal hatte ich nach den Recordings dieses komische Gefühl, ob das Album nun gut oder schlecht aufgenommen werden wird. Keine Ahnung warum, denn so eine Vorahnung hatte ich bis Dato noch nicht. Doch mittlerweile bin ich mehr als zuversichtlich, dass die Leute „Triumph and power“ mögen werden.

Ihr habt erneut mit Nico Elgstrand und Arch Enemy Produzent Staffan Karlsson zusammengearbeitet. Ich gehe mal von einem produktiven und überaus entspannten Arbeitsklima aus…

Womit Du vollkommen Recht hast. Mit Nico arbeiten wir bereits seit „Hammer of the north“ zusammen, was sich bislang als äußerst fruchtbar herausgestellt hat. Man kann durchaus sagen, dass wir eine sehr gute Arbeitsbeziehung haben (lacht). Es gab keinerlei Überraschungen, da wir Nico nun auch schon seit 10 Jahren kennen und auch Staffan weiß ganz genau, wie man das Mysterium aus unseren Songs herauskitzelt und perfekt umsetzt. Sie kennen alle Tricks, wissen exakt, welches Equipment wir für unseren Sound brauchen und stellen sich perfekt darauf ein.
Erzähl mir mal bitte mit Deinen eigenen Worten, worin sich der Vorgänger „The hunt“, den ich einen Tick besser fand, zu „Triumph and power“ unterscheidet?

Ach, fandest Du wirklich? Nagut…“The hunt“ hatte einige echte Hardrock Stempel auf seinen Songs, wie beispielsweise auf „Starlight slaughter“ oder „Silver moon“, was darin begründet war, dass auf „Hammer of the north“ der „echte“ Heavy Metal komplett im Vordergrund stand und wir uns nicht selber kopieren wollten. Außerdem hatte ich zu dem Zeitpunkt so ein wenig meine
AC/DC Phase, von denen ich immer Fan war und daher waren die Songs ziemlich rockig und weniger metallisch (was ich so nun auch nicht unterschreiben möchte-Olaf) Mit „Triumph and power“ wollten wir nun wieder ein richtig majestätisches, episches Heavy Metal Album eintüten, welches einfach…ääääh…wie soll ich sagen…besser ist, als der Vorgänger. (lacht)

Was für einen Gedanken hattet Ihr eigentlich dabei, „On hooves of gold“ als Opener auszuwählen? In meinen Augen habt Ihr auf dem Album weitaus bessere und Grand Magus typischere Songs im Repertoire wie beispielsweise „Fight“…

Als wir mit den Aufnahmen begannen hatten wir alle den gleichen Gedanken und kamen überein, dass „On hooves…“ der stärkste Song des Albums sei. Als wir dann allerdings zum Ende der Aufnahmen gelangten, die Running Order erstellten dachte ich ebenso, dass vielleicht „Fight“ doch der bessere Opener sei. Am Ende jedoch blieben wir bei der ersten Entscheidung und ich meine, dass diese richtig war, auch wenn Du da anderer Meinung bist (lacht).
„The hammer will bite“ ist in meinen Augen der wohl beste und epischste Song, den Grand Magus je aufgenommen haben. Woher kam Dir die Inspiration für dieses Meisterwerk?

Wow, erstmal Danke für das tolle Kompliment. Wir hatten zu Beginn nur das Riff, was Du auch am Anfang hören kannst und darum herum entwickelte sich der Song nach und nach. Es war also kein Plan oder eine Blaupause vorhanden, so ein Stück zu schreiben, das war vielmehr ein langsamer Prozess, den wir nur indirekt beeinflusst haben. Wir hatten da noch einen anderes Stück, welches wir „The black metal song“ getauft hatten (lacht)…da haben wir dann einige Teile draus genommen und sie in „The hammer…“ mit integriert. Auch textlich wollten wir eigentlich kein großes Tamtam machen, sind dann aber doch wieder in der nordischen Mythologie gelandet. Das war aber eher ein Zufall (lacht).

Was glaubst Du, wie erfolgreich „Triumph and power“ werden wird? Ich würde ja fast wetten, dass Ihr damit die deutschen Top 30 knacken werdet…

Das wäre natürlich mehr als großartig und die Wette würde ich fast annehmen, denn „The hunt“ und „Hammer…“ waren beide bei Euch auf 42 platziert und da wäre mal echt eine Steigerung drin. Und wenn das klappt, besaufe ich mich mal richtig…hahaha. Ich habe große Hoffnungen in das Album, denn es ist wirklich großartig und stark ausgefallen.

Wenn ich Euch live sehe fällt mir immer wieder auf, dass Ihr zu Dritt meist einen besseren Sound habt, als Combos mit einer Stärke von fünf Mann. Wie macht Ihr das?
(lacht) Weil wir einfach besser sind, hahaha. Gute Frage…guck dir mal Black Sabbath an, dass sind auch nur drei Musiker und die sind auch ultraheavy. Es kommt also wirklich nicht auf die Bandstärke an, sondern eher darauf, wie man miteinander agiert. Und der einzige Unterschied zwischen Black Sabbath und uns, wenn ich das mal respektvoll sagen darf, ist…

Das Alter?

Hahahaha, ja klar, das auch. Die haben mit Ozzy noch einen Sänger, während ich das zusätzlich auch noch stemme. Für viele Mixer ist es live eh einfacher eine Band zu mischen, die nur mit einer Gitarre arbeitet. Das kommen halt keine persönlichen Befindlichkeiten beim Sound dazu, ein sich gegeneinander hochschaukelndes Ego oder ähnliches.

Im März werdet Ihr zusammen mit Audrey Horne, The Vintage Caravan und Zodiac die Bühnen in Deutschland unsicher machen. Ein fantastisches Line Up…

Yeah, auf jeden Fall und da freue ich mich auch schon tierisch drauf. Vor allem, da auf dieser Tour wirklich musikalisch für Jeden etwas dabei ist und man sich um Abwechslung keine Gedanken machen braucht. Wir werden eine richtig gute Zeit auf Tour haben.

Was hältst Du eigentlich vom aktuellen Album Spiuritual Beggars Album „Earth blues“, bei dem Du ja erstmalig nicht als Sänger mit von der Partie bist, sondern von Apollo Papathanasio ersetzt wurdest…

Ich liebe es! Ludwig, unser Drummer, ist ja noch bei den Beggars und er spielte mir als erstes „Wise as a serpent“ vor, der mich komplett umgehauen hat. Ich mag es wirklich sehr!

Gibt es denn ein Hintertürchen, dass Du irgendwann mal wieder bei den Beggars mitmischst?

Sag niemals nie, hahaha. Sie haben ja jetzt Apollo und werden auch mit ihm ihren Weg gehen. Ich weiß es ehrlich nicht.

Sag mal…von Album zu Album wachsen Deine Haare immer mehr. Können wir davon ausgehen, dass Du bei der nächsten Scheibe haartechnisch Warrel Dane von Nevermore Konkurenz machen wirst?

Hahahaha, also vom Bart her wahrscheinlich nicht. Auf dem Kopf wachsen die eh mehr aus verschiedenen Partien (lacht). Von daher glaube ich das eher nicht. Ich hatte einfach keinen Bock mehr, mir jeden Tag den Schädel zu rasieren.

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