WIR DACHTEN, IRGENDWAS TOPPEN ZU MÜSSEN

Bereits mit ihrem Debüt „As We Create The Hope From Above“ konnten die Berliner MAAT für Aufsehen sorgen. Umso heißer wird nun die Veröffentlichung ihres neuen Schlages „Monuments Will Enslave“ erwartet, der bei unserer Redaktion bereits mächtig Eindruck schinden konnte.

Bevor wir uns der neuen Scheibe widmen, berichtet uns doch bitte erst noch kurz von den Reaktionen auf euren Erstling „As We Create The Hope From Above“. Seit der Veröffentlichung eures ersten Albums ist etwas Zeit vergangen. Wie wurde dieses aufgenommen? Was habt ihr an Feedback erhalten und was davon war wiederum bereichernd bei der Entstehung von „Monuments Will Enslave“?

Hallo, freut uns sehr, dass euch unsere neue Scheibe gefällt! 
Wir selbst hatten Anfangs null Erwartungen oder Vorstellungen an „As we create...“. Wir sind damals einfach mit unseren Songs arglos ins Studio gegangen und haben geschaut was passiert. Die Reaktionen, als die Platte über Aural Attack endlich rauskam, haben uns selbst extrem positiv überrascht. Anscheinend gibt es da draußen eine ganze Menge Leute, denen gefällt was wir so treiben. Auffällig war auch, dass binnen kürzester Zeit Leute quer über den Globus CDs von uns bestellt haben. Und dazu gab es – ebenfalls weltweit – überwiegend positive Reviews.

Das hat uns einerseits sehr motiviert, aber zugegebenermaßen auch zeitweilig ziemlich unter Druck gesetzt, so dass wir dachten, da irgendwas toppen oder irgendwelche Erwartungen erfüllen zu müssen. Was wir in jedem Fall mitgenommen haben, ist, unser Konzept zu behalten und auszubauen.

Drei Jahre hat es gedauert, bis ihr den Fans nun neuen Stoff präsentieren werdet. Auch wenn dies eine noch recht erträgliche Zeit ist, sei die Frage erlaubt, warum sie in diesem Maß vonnöten war. Hing es u.a. auch noch mit der Promo zum ersten Werk zusammen oder geht bei MAAT nichts unter 100% raus?
Natürlich würden wir gern die Frage zu den 100% mit „Ja“ beantworten. Aber das wäre leider nicht die ganze Wahrheit. Aufgenommen haben wir „Monuments...“ ja schon im November 2015, mit dem Plan, es im Frühjahr oder Sommer 2016 zu veröffentlichen. Diverse organisatorische Punkte im Zusammenhang mit der Scheibe haben dann aber doch mehr Zeit in Anspruch genommen, als wir erwartet haben. Man lernt halt nie aus. Dass mit der Promo ist natürlich auch ein Punkt. Im ersten Jahr nach der Veröffentlichung von „As we create...“ haben wir uns fast ausschließlich darauf fokussiert, die Scheibe auf die Bühne zu bringen. Das hat Spaß gemacht, aber dafür haben wir wenig an neuem Material gearbeitet. „Monuments...“ ist größtenteils in einem sehr konzentrierten Prozess dann ab Februar 2015 entstanden.

Nachdem ihr bereits auf eurem Debüt den Song „Sobek“ neu aufgelegt hattet, wird auch auf „Monuments Will Enslave“ ein Re-Recording eines Demosongs zu finden sein. Diesmal fiel die Wahl auf „End This Empire“. Gab es für diese Entscheidung bestimmte Gründe? Und wird auf dem nächsten MAAT-Album dann mit einer Neuauflage des letzten verbliebenen Titels des „Born In Sand“-Demos zu rechnen sein?

Wir haben „End this Empire“ als „Bonus“-Track hinzugefügt, weil wir tatsächlich einfach Bock darauf hatten, ihn nochmal in neuerem Soundgewand aufzunehmen. Wir hatten bis zum Schluss auch überlegt, ihn bspw. nur in der Limited Box mit auf die CD zu packen, aber zum einen sorgt das für unnötigen Aufwand, weil 2 verschiedene CDs gepresst werden müssen, und zum anderen fanden wir es unsinnig, einem Teil der Leute den Track vorzuenthalten. Warum wir nicht „Disciple ov Ma'at“ aufgenommen haben? Bauchentscheidung. Wir haben abgestimmt, und den meisten von uns gefiel „End this Empire“ einfach besser. 
Ob auf dem nächsten Album dann „Disciple...“ zu hören ist, werden wir sehen. Wir haben auch schon darüber gewitzelt. Schauen wir mal.

Nicht nur in Sachen Texten, sondern auch klanglich und optisch geht ihr von Anfang an den Weg durchs „Alte Reich“. Gibt es eine spezielle Verbindung zum alten Ägypten? Beruht es auf persönlichem Interesse oder war es Mittel zum Zweck um sich vom Gros der Bands in einer Millionenstadt wie Berlin abzuheben?
Es ist in jedem Fall auch ein persönliches Interesse. Vor allem aber ist das alte Ägypten nach wie vor eine Inspiration. Dass wir uns damit aus der Masse von Metalbands abheben, ist natürlich ein schöner Nebeneffekt. Denn als Künstler will man nie wie die anderen sein! Aber Scherz beiseite. So ein Konzept sorgt einfach auch für Kreativität, man hat einen Aufhänger. Und es macht auch Spaß, das ganze bis zum Artwork und Bühnenoutfit durchzuziehen. Es gibt Instrumental-Intros einen Sinn, und man läuft nicht Gefahr, sich für die Songs allzu gewöhnliche Melodien auszudenken. Wir finden es auch selbst besser wenn eine Band mehr ist, als nur ein paar Jungs sind, die Songs spielen, sondern eine Art Gesamtwerk.

Sicher müsst ihr euch aufgrund der Kombination „Ägypten“ und „Death Metal“ oft den Vergleich mit NILE gefallen lassen. Oder? Ich für meinen Teil sehe, natürlich außer den Lyrics und der Musikart im groben, gar keine so großen Parallelen zu den Amis sondern eher zu Bands wie BEHEMOTH, MELECHESH und VADER. Darf man mehr über eure tatsächlichen musikalischen Einflüsse erfahren?

Wenn wir mit jemandem reden, der uns noch nicht gehört hat, kommt bei dem Begriff „ägyptisch inspirierter Death Metal“ natürlich immer erstmal ein „so wie Nile?!“, was wir dann vehement verneinen. Also ja, das kennen wir.

Wir versuchen natürlich nicht gezielt, wie Band X oder Y zu klingen. Jeder von uns hat andere musikalische Einflüsse, aber zu den wenigen Bands, die wir gemeinsam gut finden, gehören zugegebenermaßen Behemoth und Melechesh, was sich natürlich auch hier und da auf unsere Musik auswirkt. An der Stelle kann ich nicht für jeden von uns im Detail sprechen, aber da ist von diversem Metal bis zu Weltmusik, von Klassik bis zu Hardcore und von Punk bis Industrial alles Mögliche dabei. In letzter Zeit tun es uns vermehrt auch progressivere Zeitgenossen an, z.B. Gojira oder diverse Post-Metal-Kapellen.

Und mal ab von rein musikalischer Beeinflussung – bei so einem bildhaften Auftreten, was inspiriert euch noch so? Übernehmt ihr für eure Gestaltung vieles aus Filmen und Zeichnungen oder habt ihr ein Mastermind in eurem Kreis, das zu allem sofort ein genaues Bild vor Augen hat, sei es für Cover, Internetpräsenz oder Bühnenoutfits?

Wie bei der Musik, so passiert auch bei allem anderen alles gemeinsam. Jeder von uns hat sein Outfit selbst gestaltet (außer Tempest, der ein Werk aus Horus´ kreativen Händen trägt). Alles visuelle stimmen wir zumindest gemeinsam ab. Viel Inspiration für Webseite, Merch oder Werbematerial liefert natürlich immer das aktuelle Album-Artwork, das auch bei „Monuments...“ wieder von Michail „Xaay“ Loranc stammt. Inspiration dafür sind meist echte Fresken und andere Kunstwerke aus dem alten Ägypten. Wir selbst wiederum bedienen uns typischen Themen und Symbolen der altägyptischen Mythologie, wie z.B. Horusauge und Ankh.

Apropos Bühne: Wie ausgedehnt ist es euch möglich, auf den Bühnen dieser Welt zu stehen? Kann die dicke Tour kommen oder habt ihr da andere Verpflichtungen, die von höherer Priorität sind? So viele Termine sind für dies Jahr ja leider noch nicht zu finden. Oder wollt ihr es nur spannend halten?

Einige Termine werden für dieses Jahr definitiv noch kommen. Wie auch letztes Jahr, erhalten wir auch schon Anfragen aus dem europäischen Ausland. Eine Tour hatten wir ursprünglich auch vor, allerdings stehen dieses Jahr bei einigen Bandmitgliedern vermehrt nicht-musikalische Verpflichtungen an, weswegen wir dieses Jahr den Ball – zumindest was Konzerte angeht – vorläufig etwas flach halten müssen. Aber wir versuchen, so viele Dates wie irgend möglich zu spielen!

Dann hoffe ich mal darauf, euch auch endlich mal selbst live erleben zu dürfen. Vielen Dank noch mal für eure Zeit. Die letzten Worte gebühren euch.

Ebenfalls vielen Dank und bis bald, wir sehen uns auf dem nächsten Gig!

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